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FeldkirchenGeschäftsschließungen: Umbrüche in der Feldkirchner Wirtschaft

Die beiden Feldkirchner Unternehmen „Gabi’s Kinderwelt“ und „Embassy Café & Bar“ schließen. MPreis sucht neue Unterkunft, Gerücht über Ende von Pagro dementiert.

Gabriele Kraxner von „Gabi’s Kinderwelt“ beklagt die zu hohen Mieten in Feldkirchen © Springer
 

Die Gerüchteküche in Feldkirchen brodelt, so hört man immer wieder von möglichen Geschäftsschließungen – wie zum Beispiel von MPreis und Pagro: „Das stimmt beides nicht. MPreis sucht derzeit nach einem neuen Lokal, möchte sichtbarer werden. Der Milesipark an sich ist durch den Discounter Action wieder toll belebt worden“, so Bürgermeister Martin Treffner. Von MPreis und Depot selbst liegen keine Stellungnahmen vor.

Dass der Dekohandel Depot vor Kurzem die Filiale geschlossen hat, habe laut Treffner nichts mit dem Standort zu tun: „Es wurden mehrere Filialen in Kärnten geschlossen. Neue Interessenten für die freigewordene Fläche sind bereits da.“ Der Errichter und Betreiber des Milesiparks in Feldkirchen, Richard Mendlik, will sich derzeit dazu nicht äußern.

Geschlossen hat mit 1. September allerdings „Gabi’s Kinderwelt“. Gabriele Kraxner, die das Geschäft Anfang 2013 einst in der Thunpassage eröffnet hat, muss unter anderem aus privaten Gründen das Geschäft in der 10.-Oktober-Straße schließen. Als einen Mitgrund sieht Kraxner auch die Mietpreise: „Die Mieten in Feldkirchen sind einfach zu hoch. Das kann man sich irgendwann einfach nicht mehr leisten.“ Ein weiteres Problem sieht sie darin, dass es in der Stadt kein Bekleidungsgeschäft für Jugendliche gibt: „Hat eine Familie Nachwuchs in unterschiedlichem Alter, dann muss sie nach Klagenfurt oder Villach zum Einkaufen auspendeln.“

Enttäuscht sei sie auch von der Gemeinde, ihr fehle die Unterstützung: „Da wird nicht gefragt, was los ist, ob man helfen kann.“ Bürgermeister Martin Treffner tue es für die Unternehmerin persönlich sehr leid, aber „wenn das Sortiment oder das Angebot nicht passt, wenn zu wenig Interesse an diesem herrscht, dann kann die Stadt auch nicht helfen. Die Gemeinde kann kein Geschäft führen“.

Auf für "Embassy"

Angeboten hat Kraxner Neu- und Gebrauchtware sowie italienische Mode. Ganz aufgeben will sie aber nicht. Sollte es sich in Feldkirchen ergeben, dass wieder ein leistbares Mietobjekt angeboten wird, würde sie gerne wieder ein Geschäft eröffnen: „Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben“, bleibt Kraxner zuversichtlich.

Mit 22. September wird das „Embassy Café & Bar“ geschlossen. Besitzer Daniel Pirtscher: „Warum ich aufhöre, ist in den letzten Tagen die mir am häufigsten gestellte Frage. Mir fehlt einfach die Lust, es hat keine wirtschaftlichen Gründe. Außerdem will ich mehr Zeit mit meinem kleinen Sohn verbringen.“ Fast vier Jahre lang wurden im Lokal Gäste mit 34 verschiedenen Wodka-Sorten, 18 verschiedenen Gin-Sorten und exklusiven Weinen versorgt. Stammgäste müssen aber nicht auf Pirtscher verzichten. Im März hat er die „American Sports Bar“ in der Villacher Straße eröffnet: „Die Lokale kann man aber nicht miteinander vergleichen.“

 

„Aus“ für das „Embassy Café & Bar“ in Feldkirchen Foto © Springer

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