Mit Carinthischer WassermusikHeute eröffnet der Carinthische Sommer

Der Carinthische Sommer eröffnet heute mit einer Carinthischen Wassermusik, die von der Südtiroler Komponistin Manuela Kerer geschrieben wurde. Das Programm setzt auf junge Stimmen, Jazz und Orgel.

Die "Carinthische Wassermusik" bei der Generalprobe © Neumüller/CS
 

"So jung war der Carinthische Sommer noch nie“, zeigte sich Intendant Holger Bleck bei der Präsentation des Programms überzeugt. Und zwar schon zum Auftakt: Manuela Kerer hat die diesjährige Wassermusik geschrieben, mit der heute (14. Juli) um 21.20 Uhr das Festival um und auf dem Ossiacher See eröffnet wird. Als Motto dient der Südtiroler Komponistin die Zeile „Wia a Spiagl“ aus dem Kärntnerlied „Übarn See sing ih ume“:  Alternierend dazu wird es künftig auch die Kirchenoper alle zwei Jahre geben. Da im Vorjahr „Hemma“ auf dem Programm stand, wird dieses Markenzeichen des CS erst wieder 2019 zu erleben sein.

Neues Format

Neu ist heuer das Format „Orgel plus ...“, das vom Klagenfurter Domorganisten Klaus Kuchling kuratiert wird. Unter anderem werden neue Werke für Kammerensemble und Orgel von Margareta Ferek-Petric uraufgeführt, die 1982 in Zagreb geborene Komponistin ist „Artist in Residence“ im Domenig-Steinhaus. Eingebettet sind diese Uraufführungen in Händels „Neun Deutsche Arien“, denen die Wienerin Cornelia Horak ihren Sopran leiht (9. August).

Carithischer Sommer: Erste Bilder der Carinthischen Wassermusik

Es regnete in Strömen, aber davon ließen sich die Mitwirkenden an der Carinthischen Wassermusik bei der Generalprobe nicht beirren.

Neumüller/CS

Das Werk wurde von der Südtiroler Komponistin Manula Kerer komponiert.

Neumüller/CS

Über ihr neues Werk für Ossiach sagte sie im Vorfeld: „Die Begriffe Reflexion, Streuung, Absorption, Parallelität, Abbild – alle physikalische Eigenschaften eines Spiegels – spielen auch kompositorisch eine zentrale Rolle. Insgesamt gibt es viele Momente und Klangkörper, die sich spiegeln: wie Holzblasinstrumente und Blechblasinstrumente, der dreigeteilte Chor in sich oder elektronische und akustische Klänge.

Neumüller/CS

Die Carinthische Wassermusik 2018 war eine beeindruckende Klanginstallation.

Neumüller/CS

Dazu diente die räumliche Aufstellung im weitläufigen Areal, wo die Musiker und Musikerinnen fix positioniert sind, während sich Elektronik auf Schiffen und eigens kreierte unterschiedliche Audio-Spuren auf Tretbooten in Richtung Ufer bewegen.

Neumüller/CS

Im letzten Fünftel der Komposition lag der Fokus zunächst auf der Elektronik und den Schallquellen auf dem See, wobei sich alle Musiker in Richtung Publikum bewegten.

Neumüller/CS

Am Ende sangen alle gemeinsam: Übarn See sing ih ume …

Neumüller/CS

Klicken Sie sich durch.

Neumüller/CS
(c) Ferdinand NEUMUELLER
(c) Ferdinand NEUMUELLER
(c) Ferdinand NEUMUELLER
Neumüller/CS
1/12

Die Mezzosopranistin Aigul Akhmetshina, Gewinnerin des Belvedere Gesangswettbewerb 2017, wird am 26. Juli mit dem Kärntner Sinfonieorchester ihr Österreich-Debüt geben. Am Pult steht dabei mit Kristiina Poska eine international gefragte Dirigentin, die unter anderem Kapellmeisterin an der Komischen Oper Berlin war.

Orchesterkonzerte

Zu den vier Orchesterkonzerten zählt auch der Auftritt des Radio-Symphonieorchesters, das mit dem Dirigenten Markus Poschner am 23. August die 100. Geburtstage von Leonard Bernstein und Gottfried von Einem feiert. Ersterer wird auch vom südafrikanischen Jugendorchester Miagi gewürdigt, das am 20. Juli den Wurzeln des Komponisten in der US-Jazztradition nachspürt.

Auch der Jazz gibt sich jung und weiblich – unter anderem mit dem Duo 4675 der oberösterreichischen Schwestern Beate und Agnes Wiesinger oder mit Ángela Tröndle, die mit dem Pippo-Corvino-Quintett ihre neue CD „Getting out of the Envelopes“ aufgenommen hat.

Insgesamt stehen rund 40 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter auch mit dem treuen CS-Gast Rudolf Buchbinder (7. August) sowie der „Wiener Taschenoper“, die Kinder auf die Spuren von John Cage schickt (17. Juli). Den Abschluss macht dann nicht ein Orchester-, sondern Orgelkonzert: Star-Organist Olivier Latry spielt Bach & Co. im Klagenfurter Dom.

Kommentieren