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SteindorfDie Straße durch das Moor wird entschärft

„Tempo 70“ und der Einbau von Engstellen sollen Sicherheit für Radfahrer auf Bleistätter Moor-Straße gewährleisten. Umsetzung bald.

Radfahrer und Autos treffen auf der Straße oft aufeinander. Nun kommt neues Tempolimit © Manfred Schusser
 

Wo die Bleistätter Moor-Straße früher von landwirtschaftlichen Flächen umgeben war, leben jetzt zahlreiche Tierarten im neuen Flutungsbereich. Die sind aber nur am Rande für geplante Maßnahmen – Geschwindigkeitsreduktion und Straßenverengung – verantwortlich.

„Es hat nichts mit dem Naturschutz zu tun. Aber es sind sehr viele Radfahrer unterwegs und deren Sicherheit ist nicht mehr gewährleistet“, erklärt Waltraud Pischel, Leiterin der Verkehrsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Feldkirchen. Zweck der Maßnahmen ist der Schutz der Radfahrer in dem Bereich. Seitens das Landes wurden Verkehrszählungen und -beobachtungen durchgeführt. 139 Radfahrer wurden pro Tag gezählt, auf der Straße sind immer wieder auch Kinder mit dem Rad unterwegs. Derzeit gilt auf dieser Landesstraße Tempo 100. Bis jetzt sei das auch gerechtfertigt gewesen, sagt Pischel, weil genug Sichtweite auf der Straße gegeben war. Nun muss man aufgrund der Verkehrssituation handeln – zumal auch immer wieder Fußgänger unterwegs sind.

Markierungen

Drei Engstellen sollen auf dem Straßenstück, das von Steindorf in Richtung Ossiach führt, mittels Markierungen eingebaut werden. „Damit wird an der Straße eine Engstelle markiert und eine Wartepflicht bei Gegenverkehr verordnet“, sagt Pischel. Außerdem kommen auf die Fahrbahn weitere Markierungen beziehungsweise Zeichen, welche die Autofahrer darauf aufmerksam machen sollen, dass Radfahrer auf der Straße unterwegs sind.

Ein eigener Radfahrstreifen geht sich nicht aus, dazu ist die Fahrbahnbreite zu gering. Aber auch seitens des Naturschutzes begrüßt man die Maßnahme. „Das bringt auch dem Naturraum etwas“, sagt Ulrike Knely, die im Auftrag des Landes Kärnten Führungen durch das Natura 2000-Gebiet macht und „Birdwatching“-Touren anbietet. Durch das reduzierte Tempo kehre mehr Ruhe ein. Häufig werde auch das jetzt vorgeschriebene Tempo 100 nicht eingehalten. „Die Straße ist eine Rennstrecke geworden“. So sei auch bereits ein Schwan überfahren worden.

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