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LandessiegerDieser Lehrling ist gar nicht auf dem Holzweg

Walter Endt (17) aus Himmelberg holte sich beim Wettbewerb der Tischlerjugend den Landessieg. Im Juni fährt er zum Bundesbewerb.

Tischlerlehrling Walter Endt aus Himmelberg vertritt Kärnten beim Bundesbewerb im dritten Lehrjahr © Manfred Schusser
 

Höchste Präzision und Sorgfalt waren gefragt: Beim Landeslehrlingswettbewerb der Kärntner Tischlerjugend kämpften 19 Tischlerlehrlinge und 16 Tischlereitechniker – die Besten aller Bezirke – um die Landestitel. Bei den Lehrlingen im dritten Lehrjahr holte sich Walter Endt von FreJo Wohndesign in Feldkirchen den Landessieg. Der 17-Jährige wird Kärnten im Juni beim Bundeslehrlingswettbewerb in Kufstein vertreten.

Stolz auf den Erfolg ist nicht nur der Himmelberger selbst, sondern auch sein Chef. „Walter ist ein Naturtalent. Nach der Gesellenprüfung würden wir ihn gerne behalten“, sagt Senior-Chef Hans Freithofnig. Im Betrieb, der von Tischlerei Freithofnig in FreJo Wohndesign umbenannt wurde, sind sechs bis sieben Mitarbeiter beschäftigt, darunter zwei Lehrlinge.

"Besser geht es fast nicht"

„Beide Lehrlinge haben toll abgeschnitten. Walter Endt wurde im dritten Lehrjahr Landessieger und Sebastian Stach erhielt im zweiten Lehrjahr den zweiten Platz. Besser geht es fast nicht“, schwärmt Freithofnig über seinen Lehrbuben. Und schon fängt ein neuer Lehrling an, immerhin ist Walter Endt Mitte August ausgelernt. Im Herbst oder Frühjahr 2019 will er die Gesellenprüfung ablegen.

„Gefallen würde es mir schon, dort zu bleiben“, sagt Walter Endt über seinen Lehrbetrieb. Über einen Präsenzdienst muss er sich keine Gedanken machen: „Ich bin deutscher Staatsbürgern, nachdem es in Deutschland keine Wehrpflicht gibt, muss ich nicht zum Bundesheer“, erklärt der 17-Jährige, der seit 15 Jahren in Kärnten lebt. Seine Freizeit verbringt er gerne zuhause in seiner Werkstatt, um zu drechseln.

Auf Schatzsuche

Ansonsten hat er ein untypisches Hobby: Mit einem Metall-Detektor auf Schatzsuche zu gehen. „Im Wald findet man einiges. Mein wertvollster Schatz ist eine Silbermünze aus dem Jahr 1680“, erzählt der Lehrling, der gerade den Führerschein macht.

Pokale und Medaillen hat der 17-Jährige einige: In allen Lehrjahren siegte er bei den Bezirksbewerben und nahm deshalb immer am Landesbewerb teil. „Dass ich heuer den Landesbewerb gewonnen habe, ist die Krönung“, sagt Endt. der beim Bewerb ein Sitzgestell fertigen musste. Nach viereinhalb Stunden wurden Oberfläche und Genauigkeit bewertet.
„Außerdem musste man 20 Holzarten zuordnen“, erklärt der Jugendliche, der die Polytechnische Schule besucht hat.

Vorbereitungen laufen

„Damals hab ich überlegt, ob ich Schlosser werde wie mein Papa, oder Tischler. Letztlich hat mich Holz mehr fasziniert “, so Endt, der sich bereits auf den Bundesbewerb vorbereitet. „In nächster Zeit heißt es fest Trainieren, denn ohne Üben geht’s nicht“, sagt der Senior-Chef. Der Lehrlingsbewerb zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen des Tischlerhandwerks. Damit zeigt die Tischlerinnung, wie attraktiv der Beruf sein kann.

Rund um den Bewerb

Aufgaben. 1. Lehrjahr: Der Bau eines Rahmengestells. 2. Lehrjahr: Bau einer Schublade. 3. Lehrjahr: Bau eines Sitzgestells. Die Teilnehmer hatten 3,5 bis 4,5 Stunden Zeit dafür. Tischlereitechniker für Planung und Produktion hatten für ihre Aufgaben vier Stunden am Computer Zeit.
Sieger.
1. Lehrjahr: Kevin Jürgen Saiti (Tischlerei Hauptmann in Wolfsberg)
2. Lehrjahr: Manuel Keuschnig (Tischlerei Christa Graf in Trebesing)
3. Lehrjahr: Walter Endt (FreJo Wohndesign in Feldkirchen)
Tischlereitechnik-Produktion: Rene Schwenner (Technoholz in Villach)
Tischlereitechnik-Planung: Matthias Guggenberger (Tischlerei Guggenberger in Liesing)
Bundesbewerb. Die Landessieger treten als Vertreter Kärntens beim Bundeslehrlingswettbewerb vom 22. bis 24. Juni in Kufstein an.

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