FeldkirchenÖffentliche Fanmeile bleibt heuer aus

Morgen beginnt die Fußball Weltmeisterschaft in Russland. Die Stadt plant kein öffentliches „Public Viewing“. Für gemeinsame Fan-Momente sorgen Gasthäuser.

Auch beim Altstadtfest wird es heuer keine Übertragung geben. Das „Public Viewing“ bleibt den Gasthäusern vorbehalten © Schusser
 

Morgen, am 14. Juni, beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. 64 Spiele und etwa einen Monat später ist der Weltmeister dann gefunden. Österreich ist zwar nicht dabei, trotzdem suchen einige Fans nach der Möglichkeit, gemeinsam mit Freunden die Spiele vor Leinwänden – sprich „Public Viewing“ – zu sehen und mit den Fangruppierungen zu feiern.

Im Bezirk Feldkirchen wird einem eine solche Möglichkeit heuer leider nicht mehr geboten. Zwar gab es zur Europameisterschaft 2016 noch im Stadtsaal Übertragungen, heuer will man jedoch den Gasthäusern und Lokalen den Vortritt lassen: „Mittlerweile hat jedes Lokal einen Fernseher im Innenbereich beziehungsweise im Gastgarten. Wir hoffen somit, dass die Feldkirchner das Angebot in den Gasthäusern nutzen und auf diesem Weg die Wirtschaft unterstützen“, sagt Andrea Pecile vom Stadtmarketing Feldkirchen.

Wenn wir an öffentlichen Plätzen Übertragungen starten, arbeiten wir gegen das Geschäft der Unternehmen.

Martin Treffner, Bürgermeister

Ähnlich sieht diese Situation auch Feldkirchens Bürgermeister Martin Treffner: „Es wird kein öffentliches ,Public Viewing‘ geben. Dafür sind die Gasthäuser zuständig. Wenn wir als Gemeinde an öffentlichen Plätzen solche Übertragungen starten, dann arbeiten wir gegen das Geschäft der Unternehmen, das wollen wir nicht. Unser Ziel ist es, diese zu unterstützen.“ Für Pecile sei das öffentliche „Public Viewing“ auch nicht vergleichbar mit jenem in der Landeshauptstadt Klagenfurt. In Feldkirchen sei es deutlich schwieriger, 400 Leute auf einmal zusammenzubekommen. Das Stadtmarketing spielte aber ursprünglich mit dem Gedanken, die Halbfinal-Spiele, die heuer parallel zum Altstadtfest stattfinden, öffentlich per Leinwand zu präsentieren: „Der Aufwand hätte sich aber für zwei Spiele nicht wirklich rentiert. Außerdem finden diese am Nachmittag statt, da gibt es zusätzlich noch Probleme mit dem Licht“, verrät Pecile.

Wir hoffen, dass die Feldkirchner das Angebot in den Gasthäusern nutzen und die Wirtschaft unterstützen.

Andrea Pecile, Stadtmarketing

Auch die Auflagen, die für ein öffentliches „Public Viewing“ zu erfüllen sind, dürften mittlerweile deutlich schwieriger zu erfüllen sein: „Man braucht eine Lizenz und vieles mehr. Da hat es sich im Vergleich zum Jahr 2016 sicherlich wieder verändert“, schließt Pecile ab.

Übrigens: Eine öffentliche Fanmeile bleibt auch in St. Veit aus. Schon 2016 wurden keine Übertragungen durchgeführt.

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