Feldkirchner KopfEr kämpfte sich bis ins EM-Viertelfinale

Hannes Köstenbaumer aus Steindorf fuhr vor zwei Wochen zur Karate-EM nach Sotschi in Russland. Auch seine Großeltern aus Westsibirien waren mit dabei.

Hannes Köstenbaumer bei einem seiner Kämpfe bei der EM im russischen Sotschi
Hannes Köstenbaumer bei einem seiner Kämpfe bei der EM im russischen Sotschi © KK/Ewald Roth
 

Mit fünf Jahren stand Hannes Köstenbaumer das erste Mal auf der Matte. Seit damals hielt seine Karate-Leidenschaft fast durchgehend an. Heute hat er den zweiten braunen Gürtel, zwei entfernt vom ersten schwarzen, und betreibt Karate als Leistungssport. „Ich habe mir so auch meine Schule ausgesucht. Ich gehe jetzt aufs BORG in Klagenfurt, weil es dort einen Zweig für Leistungssport gibt“, sagt der heute 16-jährige Steindorfer.

Vor zwei Wochen fand in Sotschi in Russland die Karate-Europameisterschaft statt. Köstenbaumer konnte sich qualifizieren und fuhr gemeinsam mit rund 20 Kämpfern aus Österreich ans Schwarze Meer. „Bei einem der Qualifikations-Turnieren in Slowenien konnte ich zweimal den 3. Platz erreichen und war der beste U18-Österreicher. Darum flog ich am 27. Jänner mit meiner Familie nach Russland“, erzählt Köstenbaumer. Eine Woche lang wurde trainiert, danach begannen die EM-Runden. Im Viertelfinale musste er sich leider einem Engländer geschlagen geben. Zu Körperkontakten kommt es bei Köstenbaumer übrigens nicht. Er tritt in der „Kata“ an, welche ein Kampf gegen imaginäre Gegner ist, eine Art Schattenkampf. „Ich habe mich darauf spezialisiert, weil es mir mehr gefallen hat.“

Köstenbaumer mit seinen Großeltern und seiner Schwester Anna
Köstenbaumer mit seinen Großeltern und seiner Schwester Anna Foto © KK/Privat

Ein besonderes Turnier war die EM aber auch in anderer Hinsicht. „Meine Großeltern Valentina und Gennadij Jemelianov wohnen in Westsibirien und ich habe sie eingeladen, nach Sotschi zu kommen. Ich sehe sie sonst alle ein bis zwei Jahre und das war ein sehr schönes Treffen für uns alle.“

Die nächste Herausforderung wartet bereits auf den 16-Jährigen: der Grand Prix in der Slowakei im März. Sein großer Traum wäre eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. „In zwei Jahren geht es sich wohl noch nicht aus, aber vielleicht vier Jahre später.“ Im Sommer würde der motivierte Sportler gerne mit dem Karate-Club Feldkirchen in ein Trainingslager in Japan fliegen. „Wir hoffen noch auf Sponsoren, sonst wird sich das leider nicht ausgehen.“

Zur Person

Name. Hannes Köstenbaumer.

Alter. 16 Jahre.

Wohnort. Steindorf.

Karate. Er begann mit vier Jahren, seit sechs Jahren betreibt er es als Leistungssport.

Wochenpensum. Zehn Stunden Karate, vier Stunden Krafttraining.

Wunsch. Dass Karate den Status als Randsportart verliert.

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