Ein sonniger Wintertag auf der Hochrindl neigt sich dem Ende zu. Während die Skifahrer noch die letzten Schwünge auf der Piste genießen oder sich ins traute, warme Heim zurückziehen, bereitet sich Egon Schneeberger (58) auf seine Arbeitsschicht vor. Routiniert öffnet er den Deckel seiner zehn Tonnen schweren Pistenraupe und prüft, ob das Gerät technisch in Ordnung ist. Dann schwingt er sich in die Fahrerkabine und wirft den Motor an. "Viele Skifahrer schätzen die Arbeit dahinter nicht", sagt der Pistenbullyfahrer mit gesenktem Kopf: "Acht Stunden präpariere ich die Piste und in einer halben Stunde ist sie wieder zerfahren. Am Nachmittag schaut es so aus, als hätte ich nie was getan."