HochrindlNach Wolfsrissen: Bauern holen Tiere aus Angst von Almen heim

Gentest bestätigt Wolfsangriff auf der Hochrindl. Verzweiflung und Zorn bei den Betroffenen, die auch massive Gefahr für Almwirtschaft und Tourismus sehen. Zahlreiche Tiere verendeten qualvoll.

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Die Schafe waren den Angriffen wehrlos ausgesetzt
Die Schafe waren den Angriffen wehrlos ausgesetzt © KK/PRIVAT
 

Barbara Grangler hatte 30 Tiere. "Zwölf sind weg", sagt sie nun. Seit mehr als einer Woche ist sie unterwegs auf der Hochrindl, mit dem Traktor und zu Fuß, um Kadaver einzusammeln oder ihre Schafe zu suchen, die während und nach den Wolfsangriffen beim Weißen Kreuz auf der Haidnerhöhe flüchteten, teilweise schwer verletzt. Zehn Tiere fand man aus dem gesamten Schafsbestand der Almweiden sofort verendet vor. "Ich kann sie einfach nicht finden, aber ich muss sie finden", sagt Grangler verzweifelt über jene Schafe, die wie vom Erdboden verschluckt sind. Denn für das Ansuchen um Entschädigung braucht es eine genaue Dokumentation des Viehverlustes.

Kommentare (6)
gonde
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Es wird solange überlegt und zugewartet,

bis die Population zu groß wird . Schon haben wir einen Beutegreifer mitten unter uns. Und dann?

PiJo
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gonde@Und dann??

Die Politik wartet auf den Herbst und Winter. da gibt es keine Nutztiere mehr auf den Almen.
So verschiebt man das Problem von einem Jahr auf das Andere und verärgert die sogenannten "Wolfschützer" nicht.Erst wenn ein Kind zu Schaden kommen wird wacht die Politik mit lautem Geschrei auf und fordert Sofortmaßnahmen.Die Wölfe werden im Winter wohl näher zu den Siedlungsgebieten komme um Nahrung zu finden, denn Wildtiere gibt es im Sommer auch genug, aber ein Schaf ist leichtere Beute .Vieleicht werden uns die Wolfschützer dann empfehlen einen Elektrozaun um unsere Häuser zu bauen.

Landbomeranze
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Mit jedem Wolf der neu dazu kommt

wird es für die Bauern schlimmer. In der Schweiz werden in Gebieten, in denen Herdenschutzmaßnahmen unzumutbar sind (nahezu alle Alpinregionen in Österreich), übergriffige Wölfe erlegt. https://www.nzz.ch/amp/panorama/wolf-im-wallis-nach-abschussbewilligung-erlegt-ld.1638713?utm_source=newsshowcase&utm_medium=discover&utm_campaign&utm_content

mahue
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Manfred Hütter: zum Nachdenken pro contra Wolf

Auszug aus einem Dokumentationsfilm:
Der Majella Nationalpark in Mittelitalien ist eine der dichtesten besiedelten Regionen des Wolfs. Der Park mit einer Fläche von 750 Quadratkilometern beherbergt ungefähr 100 Wölfe in 10 verschiedenen Rudeln. Die Wölfe lebten schon immer in dieser Gegend, daher sind die EInheimischen es auch gewöhnt ihr Land mit ihnen zu teilen. Zusammen mit dem Fernsehteam untersuchte das EWS Team, wie Majella Nationalpark, welcher auch eines der ältesten Mitglieder des European Wilderness Network ist, Forschungen über den Wolf durchführt.
Die Wölfe im Nationalpark sind hervorragende Jäger, spezialisiert auf Wildschweine und Hirsche. Nur in seltenen Fällen jagen Wölfe Schafe oder Ziegen, normalerweise wegen unzureichenden Schutzes. Die Forscher, die im Nationalpark arbeiten, erklärten uns wie sie Forschungen durchführen, um die Interaktion der Wildtiere mit Wölfen besser zu verstehen. Und natürlich noch viele weitere interessante Themen!

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Die Bauernjagd

vom Adel verboten und der Republik kritiklos fortgeführt, gehört schnellstens wieder eingeführt um dieser Plage Herr zu werden. Anderenfalls ist das Kulturland Alm kaum noch zu retten.

permanentmarker
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das ist gar nicht gut

für uns Menschen, wenn er keine Schafe mehr findet , dann wird er halt
seinen Mord u. Fress- trieb u.a. auch an uns 2 Beiner befriedigen.
Von irgendwas muß er ja auch leben. Und wenn`s ein Schwammerlsucher
oder mehrere sind . Oder gar das Rotkäppchen...
Ironie OFF