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Nach UnfallWas ein Rettungswagen im Einsatz darf und was nicht

Ein Unfall mit einem Rettungswagen sorgte für Diskussionen. Verkehrsjuristin klärt auf, was im Einsatz erlaubt ist und was nicht.

Ende des Vorjahres ist es in Klagenfurt zu einem Unfall gekommen © LPD Kärnten
 

1. Was darf ein Einsatzfahrer?
Ein Fahrzeug im Einsatz (mit Blaulicht und/oder Folgetonhorn) ist nicht an Verkehrsverbote oder an Beschränkungen gebunden, klärt Öamtc-Verkehrsjuristin Isabella Messner aus. Der Lenker hat aber die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass weder Personen noch Sachen gefährdet oder beschädigt werden.

2. Was darf ein Einsatzfahrer nicht?
Ist der Rettungsdienst nicht im Einsatz, ist es wie jedes andere Fahrzeug im Verkehr an alle Verbote und Beschränkungen gebunden. Im Einsatz muss der Fahrer vor dem Einfahren in eine „rote Kreuzung“ anhalten und sich überzeugen, dass keine Gefährdung besteht. „Einbahnstraßen und Kreisverkehre dürfen von Einsatzfahrzeugen im Einsatz nur in die Gegenrichtung befahren werden, wenn der Einsatzort anders nicht oder nicht in der gebotenen Zeit erreichbar ist“, erklärt Messner. 

3. Wann sind Blaulicht und Sirene erlaubt?
Einsatzfahrzeuge im Einsatz dürfen Blaulicht einzeln oder Blaulicht und Folgetonhorn gemeinsam nur bei Gefahr im Verzug Situationen verwenden. Dies liegt bei dringlichen Fahrten zum oder vom Einsatzort vor, jedoch zählt ein einfacher Krankentransport oder Heimtransport nach einem Spitalsaufenthalt nicht dazu.

4. Was ist der Unterschied zwischen Blaulicht und Sirene?
„Am Einsatzort ist nur die Verwendung von Blaulicht erlaubt “, sagt Messner.

5. Wie soll sich ein Autofahrer verhalten?
Laut Klaus Pabautz vom Roten Kreuz gibt es eine Faustregel: Normal weiterfahren und die erste Ausweichmöglichkeit nutzen. Auf gar keinen Fall abrupt abbremsen. Das komme leider immer noch häufig vor.

Vorgeschichte

Für Diskussionen hat ein Unfall Ende Dezember in Klagenfurt geführt. Ein Rettungswagen ist mit Blaulicht und Folgetonhorn gegen den Pkw eines 27-jährigen Slowenen gekracht. Der Mann gab später an, er sei bei Grün in die Ampel am Villacher Ring eingefahren. Die Polizei hat ihre Ermittlungsergebnisse an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Der Fahrer des Rettungswagens wird als Beschuldigter geführt. Beide blieben unverletzt.
Laut Rotem Kreuz kommt es im Schnitt zu sieben Unfällen mit Personenschaden pro Jahr. Bei einer zurückgelegten Strecke von acht Millionen Kilometern. „Unsere Fahrer sind umfassend ausgebildet und versuchen, den Mittelweg zwischen rechtzeitiger Versorgung des Patienten und der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu finden“, sagt Klaus Pabautz vom Roten Kreuz.

Kommentare (1)

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Quack9020
2
19
Lesenswert?

Rücksicht

Mein täglicher Weg durch die Stadt Klagenfurt zeigt folgendes Bild zb Kreuzung St. Veiter Straße und Feschnigstrasse:

Die Leute haben zb Angst vor der Rot Blitz Anlage der Kreuzung und weigern sich immer öfter, einem Rettungswagen samt Folgetonhorn und Blaulicht, den Weg frei zu machen.

Die Einsatz Fahrzeuge müssen dann auf die Gegenfahrbahn ausweichen, wo aber die rechts Abbieger der St. Veiter Straße, trotz Blaulicht und Horn, ohne zu schauen, einfach abbiegen.

Ein weiteres Problem sind extrem laute Musik Anlagen in Fahrzeugen, die es dem Fahrer unmöglich machen, eine Sirene zu hören. Von Mobil Telefonen ganz zu schweigen.

Ich habe großen Respekt und empfinde große Dankbarkeit, dass wir etwas wie ein funktionierendes Rettungswesen haben. Die Fahrer verdienen nix und werden dann noch an den Pranger gestellt, wenn etwas schief geht.

Es liegt zu 98% an den anderen Verkehrsteilnehmern.

Liebe Verantwortliche, stellen Sie sich von 15-18 Uhr zur Feldkirchner Straße Ecke Grete Bittner. Abgesehen von der Ampel mit Pfeil der nie aktiv ist, kann man genau dort und bei oben erwähnter Kreuzung Probleme erkennen und Maßnahmen ergreifen.

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