KärntenFeuerwehr zieht nach Unwettern Bilanz: 750 Einsätze in 18 Tagen

Von 27. Mai bis 13. Juni standen die Kärntner Feuerwehren im Dauereinsatz. 4700 Kameraden von 500 Feuerwehren standen bei den Aufräumarbeiten nach den heftigen Gewittern im Einsatz.

Die FF St. Paul im Einsatz
Die FF St. Paul im Einsatz © FF St. Paul
 

Mit den Unwettern ist es vorerst vorbei. Doch in den vergangenen Wochen mussten die Kärntner Feuerwehren in den vergangenen Wochen nach heftigen Gewittern Unfassbares leisten. Nach den fast täglichen heftigen Unwettern zog der Kärntner Landesfeuerwehrverband Bilanz: Allein von 27. Mai bis 13. Juni standen 4700 Kameraden aus 500 Wehren insgesamt 750 Mal im Unwettereinsatz: "Es ist fast kein Tag vergangen, an dem nicht schwere Unwetter mit Starkregen und Stürmen unser Bundesland heimgesucht haben. An den wenigen etwas ruhigeren Tagen mussten dann oft Aufräumungsarbeiten von den Vortagen erledigt werden."

Betroffen waren bis auf Hermagor alle Bezirke Kärntens, am stärksten jene von St.Veit/Glan, Spittal/Drau und Wolfsberg sowie Völkermarkt. Einige Gemeinden und Täler wurden sogar mehrmals hintereinander in getroffen, wie der Bereich Spittal bis Seeboden, das Krappfeld, das Görtschitztal sowie das Lavanttal. Die Feuerwehren waren vowrwiegend mit dem Auspumpen von Kellern und Garagen, der Beseitigung von Überflutungen und Vermurungen an Straßen, dem Entfernen von durch den Sturm umgestürzten Bäumen sowie dem Freimachen von Verklausungen beschäftigt.

Aufräumarbeiten dauern an

Feuerwehren, Gemeindemitarbeiter, Straßenmeistereien und Private werden aber noch wochenlang mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sein. Auf wieviel sich die Schäden belaufen, die an Straßen und Gebäuden, Gärten und Feldern entstanden sind, steht noch nicht fest, heißt es vom Land: "Beim Katastrophenfonds trudeln erst jetzt schön langsam die Anträge ein. Denn Betroffene haben dafür sechs Monate Zeit."

Politik setzt sich für Feuerwehrleute ein

Die Kärntner Politik fordert jetzt, dass die Feuerwehrleute, die ehrenamtlich den Menschen im Land in solchen Krisensituationen zur Seite stehen, einen Rechtsanspruch auf Entgeltfortzahlung bekommen. Ein entsprechender Antrag wurde auf Initiative Kärntner Mandatare am Donnerstag im Nationalrat eingebracht. Das solle "ein gesellschaftspolitisches Zeichen der Wertschätzung ihrer wertvollen Arbeit" sein, so Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner (SPÖ). Die FPÖ reagierte auf diesen Vorstoß mit Unverständnis, immerhin habe die SPÖ die ÖVP als Koalitionspartner im Land, um derartige Forderungen auf Bundesebene leichter umsetzen zu können: "Plötzlich fordern sie die sofortige Umsetzung von etwas, das sie selbst als Regierungspartei jahrzehntelang verhindert haben“, erklärt der stellvertretende FPÖ-Klubobmann Mag. Christian Leyroutz.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen