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KÄRNTEN

Mit dem 10. Oktober das Vorwärts betonen

Das Land Kärnten feiert am Samstag 95 Jahre Volksabstimmung. Im Zentrum steht neben dem Gedenken das Gemeinsame und auch der Blick nach vorne.

Kinder waren bei den Landesfeiern 2014 dabei © EGGENBERGER
 

Mit Blick zurück auf Historisches aber auch auf die Herausforderungen des Heute und Morgen werden am Samstag in Klagenfurt die Landesfeiern zu 95 Jahre Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 begangen. Eine Mehrheit von deutsch- wie slowenischsprachigen Kärntnern hat sich damals in einem Akt der Selbstbestimmung für den Verbleib bei Österreich ausgesprochen. „Das Wissen um die eigene Geschichte ist der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft“, mit diesem Motto lädt Landeshauptmann Peter Kaiser zu den Feiern ein. (9.30 Uhr Friedhof Annabichl, 11 Uhr Landhaushof Klagenfurt).Waren es im Vorjahr Schülerprojekte, die den Bogen vom Gestern ins Heute spannten und das Gemeinsame hervorstrichen, so wird heute auf musikalischer Ebene der Alpe Adria Gedanke und das Grenzüberschreitende hervorgestrichen. Eine grenzenlose, symphonische Klangwolke wird über dem Landhaushof aufsteigen (Dirigenten Stefan Kühne und Christian Liebhauser-Karl). 130 Sängerinnen und Sänger aus dem Kammerchor Klagenfurt, Gallus Chor und A-Capella Chor Villach werden mit 70 jungen Musikern des Alpe-Adria-Landesjugendsymphonieorchesters Günther Antesbergers dreisprachige Trilogie, die Europahymne und Versöhnungshymne Kärnten/Koroska Heimat im Süden“ interpretieren. Das einsprachige Kärntner Heimatlied wird die Militärmusik Kärnten intonieren.

Opfergedenken gemeinsam

Wie sehr Gräben von einst zugeschüttet werden konnten und es um die gemeinsame Zukunft geht, bewies gestern erneut das grenzüberschreitende gemeinsame Gedenken der Opfer des Abwehrkampfes am Stadtfriedhof in Völkermarkt. Österreichisch-slowenische Koordinatoren zeichneten zum dritten Mal für die Feier verantwortlich. „Gemeinsames Gedenken ist gelebte Versöhnung“ lautet ihr Credo. Ein vor wenigen Jahren noch undenkbares Zeichen setzte der ehemalige slowenische Ministerpräsident Janez Jansa mit seinem Dabeisein. Mit Blick auf die Gräber, wo militärische Gegner des Abwehrkampfes Seite an Seite liegen, meinte Jansa: „Wir können alle dazu beitragen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passiert. Die Begrabenen würden diese Gedanken unterstützen.“

Für die Schaffung und Festigung eines gemeinsamen Heimatbewusstseins „über sprachliche und ideologische Barrieren hinweg“ appellierte Heimatdienst-Obmann Josef Feldner. Slowenenvertreter Marjan Sturm strich hervor: „Wir können zwar nichts rückgängig machen, aber unser Verständnis schärfen, damit wir das Leben rückwärts verstehen lernen, aber vorwärts leben können.“

A. BERGMANN, JULIA WERNIG, ELKE FERTSCHEY

Termine von 10. Oktober-Feier des Kärntner Abwehrkämpferbundes im ganzen Land

Samstag

Samstag,  19.00 Uhr: Neuhaus, Fackelzug

Samstag, 18.00 Uhr: Velden Gedenkstätte Ortsfriedhof

Samstag, 18.30 Uhr: Gallizien, Denkmal, Fackelzug

Samstag, 19.00 Uhr: Eberndorf Haus der Heimat, 10. Oktoberplatz

Samstag, 18.00 Uhr: Ettendorf Fackelzug zum Kriegerdenkmal

Samstag, 19.00 Uhr: St. Georgen i. Lavantal, Dorfplatz, Friedhof Fackelzug und Kranzniederlegung

Samstag, 18.30 Uhr: Wolfsberg Gedenken, Abwehrkämpfergrabmal Stadtfriedhof Wolfsberg

Samstag, 19.00 Uhr: Gemeinde Wolfsberg, Kriegerdenkmal Priel

Sonntag

Sonntag, 9.00 Uhr: Granitztal, St. Martin

 

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Irgendeiner
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„Das Wissen um die eigene Geschichte ist der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft“,

Schon richtig,was Kaiser da sagt,aber mindestens ebenso wichtig ist dann,die Sache auch wirklich Geschichte werden zu lassen.Und die Konsensgruppe hats vorgehüpft,wo jeder die eigene Schuld zu schultern bereit ist,ist man schnell nahe beieinander.Und wenn sich der erste national gesinnte Deutschsprachige nach außen vor seinen slowenischsprachigen Landsmann stellt und der erste national gesinnte Slowene im Nachbarland pronounciert für die Rechte der verschwindenen deutschsprachigen Minderheit dort eintritt,weiß ich,daßma angekommen sind,wird aber noch ein bißchen dauern.

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kkII
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kkII

Schon der 2. Satz beginnt mit einer historischen Lüge, NICHT die slowenisch-sprachigen Kärntner verhalfen zum Mehrheitsergebnis für Österreich, es waren die WINDISCHEN!! Die slowenisch-sprachigen "Kärntner" übten grausame R.. gegenüber denjenigen, die sich für ein FREIES, UNGETEILTES KÄRNTEN - unser Heimatland EINSETZTEN. Sogar im und nach dem IIWK wurde dieses Handeln FORTGESETZT. Nur dank der englischen Besatzungsmacht mussten die "Südländer" aus Klagenfurt und südlich davon sich wieder zurückziehen - ....

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08ea61hgp37l3p1co5e6tzy2txwfggla
2
5
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Äh...Ja, schon gut!


Jetzt nimmst die drei blauen Tabletten, putzt dir die Zähne und gehst brav in die Heia!

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