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Kärnten

Regen lässt nach: Hochwassergefahr ist in Kärnten vorbei

Nach Dauerregen der letzten Tage ist laut Experten das Ärgste überstanden. Pegelstände an der Gail und der Drau sind zurückgegangen. Völkermarkter Stausee wurde nicht als Puffer gebraucht.

Sicherheitshalber wurden in Lavamünd Sandsäcke verteilt © Monsberger
 

Der Pegelstand der Drau geht zurück, jener der Gail stieg am Vormittag nur noch leicht. Laut Hydrographischem Dienst des Landes sind vorerst keine Überschwemmungen mehr zu erwarten. Allerdings soll am Dienstag das nächste Mittelmeertief Kärnten erreichen, mit neuerlichen Regenfällen. In Oberkärnten hat sich die Situation nach dem Dauerregen der letzten Tage schon gestern deutlich entspannt. „Die Abflussmenge von Gail und Drau ist deutlich zurückgegangen“, sagt Johannes Moser vom hydrografischen Dienst des Landes Kärnten. Das ist, so Moser, auch „der Joker für die nächste Regenfront“. 

Sandsäcke in Lavamünd

Die kritische Situation hat sich Richtung Osten verlagert. Gestern platzierte die Feuerwehr in Lavamünd Sandsäcke, um ein drohendes Hochwasser abzuhalten. Außerdem wurden einige Keller ausgepumpt. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang die Vorsichtsmaßnahme des Verbunds, der mehrere Draustauseen vor dem Hochwasser abgesenkt hatte. Am Donnerstag wurde festgelegt, dass der Völkermarkter Stausee im Fall des Falles als Sicherheitspuffer für Lavamünd verwendet werden könne. Wie Verbund-Sprecher Robert Zechner am Samstag erklärte, sei diese Maßnahme nicht notwendig geworden. Man habe beim Kraftwerk Edling, dem letzten vor Lavamünd, nie mehr als 1.600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durchgelassen. Damit wurde ein neuerliches Hochwasser in Lavamünd verhindert, das vor zwei Jahren von einem Jahrhunderthochwasser betroffen gewesen war.Die Gefahr ging aber weniger von der Drau aus als vielmehr von der Lavant. Dort sorgten nächtliche Gewitter für ein einjährliches Hochwasser. 
Die aktuellen Computermodelle lassen erwarten, dass bis heute Abend im Bereich der Karawanken noch , 80 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen, in Kötschach, dem bisherigen Zentrum der Niederschläge, werden es 60 bis 70 Liter sein.
Das sollten die Flüsse bewältigen können. Laut Moser hatte die Drau gestern zu Mittag einen Zulauf von 1000 Kubikmeter pro Sekunde. Kommt das Wasser aus den Karawanken dazu, sind es maximal 1600 Kubikmeter. „Vom Hochwasser im Jahr 2012 sind wir weit entfernt. Damals lag der Wert bei 2700 Kubikmeter pro Sekunde“, sagt Moser.
Trotzdem werde die Feuerwehr in Bereitschaft bleiben, betont Moser. „Denn Wetterprognosen können sich ändern und dann wird es vielleicht doch noch kritisch.“

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