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Gaby Schaunig, Politikerin, im Porträt

Gaby Schaunig, Kärntner Ex-SPÖ-Chefin, kehrt in die Regierung zurück.

© KK
 

Das Urteil war schnell gefällt. Gescheitert an Jörg Haider, hieß es, als Gaby Schaunig im Juli 2008 völlig überraschend als Chefin der Kärntner SPÖ und Landeshauptmannstellvertreterin zurücktrat. Ihrer Begründung wurde keine Beachtung geschenkt. Sie sei "nicht mehr bereit, diese politische Unkultur und Geldvernichtung hinzunehmen", sagte Schaunig. Ihre politische Karriere, die sie 2005 fulminant an die Spitze der Kärntner SPÖ katapultiert hatte, endete damit abrupt.

Viele "Parteifreunde" hatten damals keine gute Nachrede übrig: Schaunig hätte die Partei im Stich gelassen, sagten jene Bürgermeister und roten Funktionäre, die hinter ihrem Rücken mit Haider gepackelt hatten. Sie alle spielen jetzt keine Rolle mehr. Schaunig hingegen hat für ihre Kritik am System Haider im Vorjahr öffentlich recht bekommen. In dem Korruptionsprozess um das Millionen-Honorar für einen Steuerberater beim Verkauf der Hypo-Bank, der mit - noch nicht rechtskräftigen - mehrjährigen Haftstrafen für alle Angeklagten endete, war Schaunig die "Lichtgestalt". Sie hatte als Einzige versucht, das unsaubere Geschäft zu verhindern. Der Prozess hatte aber auch für sie eine bittere Pille parat. Ausgerechnet ihre Kanzleipartnerin wurde über Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz in die Sache verstrickt.

Schaunig hatte nach ihrem Rücktritt als Rechtanwaltsanwärterin begonnen, mit ausgezeichnetem Erfolg die Anwaltsprüfung bestanden und war Teilhaberin der Kanzlei geworden. Das gibt sie jetzt wieder auf, um in die Kärntner Landesregierung zurückzukehren und sich auch dort wieder in finanzielle und rechtliche Angelegenheiten zu vertiefen. Das macht Schaunig immer schon mit Leidenschaft und Akribie.

Ihre private Leidenschaft ist die Familie: Ehemann Hans, Chef eines Elektrotechnik-Unternehmens, ehemaliger KAC-Eishockey-Tormann und begnadeter Koch, sowie Tochter Lisa, die in Graz studiert. Gemeinsam frönen die Schaunigs dem Golfspiel, laden sich gerne Gäste ein und machen Städte- und Kulturreisen, Urlaub aber am liebsten daheim im kärntnerischen Lesachtal.

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