Seit Anfang November liegt in Kärnten die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen stets unter 200. Damit einhergehend hat sich auch die Lage in den Spitälern entspannt. Die entschärfte Situation in Sachen Pandemie führt beim Land Kärnten dazu, dass das Corona-Management auf neue Beine gestellt wird. "Die Contact Tracer werden in dieser Form nicht mehr gebraucht. Das Aufgabengebiet hat sich geändert", sagt Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes gegenüber der Kleinen Zeitung. Mit dem Ende der Quarantäne am 1. August wurde auch das Ende des Contact Tracings eingeläutet.

Das Contact Tracing wurde umbenannt und läuft nun unter dem Titel "Case Tracing". Für diesen Bereich sucht das Land aktuell neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Bezirkshauptmannschaften verstärken sollen. Zu den Aufgaben werden zählen: die Weitergabe von Informationen über die Vorgaben der Verkehrsbeschränkungsverordnung, die Zuweisung von Verdachtsfälle an die behördlichen Teststraße und die Erhebung von Daten. Gleichzeitig wolle man aber auch für die Wintermonate vorbereitet sein, sollte es wieder zu einem Anstieg der Coronaerkrankten kommen.

20 Personen gesucht

Die neuen Mitarbeiter sollen weiters im Bereich "Verdienstentgang" tätig sein. Hier gehe es vorwiegend um die Berechnung desselben auf der Grundlage der Vorberechnung des Antragstellers, um die Mitwirkung bei der Bescheiderstellung, Büroorganisation, Dateneingabe in elektronische Datenverarbeitungssysteme und um die strukturierte Erhebung der erforderlichen Daten von Verdachtsfällen und Kontaktpersonen via Telefon. 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden laut Kurath gesucht.

Welche Fähigkeiten müssen die Bewerberinnen und Bewerber mitbringen? Gesucht werden Personen, die eine kaufmännische Lehre, eine Mittlere Berufsbildende Schule oder eine vergleichbare Ausbildung abgeschlossen haben und über ausgezeichnete Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen. Die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen zudem gute PC-Anwenderkenntnisse (MS-Office), professionelles und höfliches Auftreten am Telefon und im Parteienverkehr vorweisen können. Grundvoraussetzungen sind auch die Fähigkeit zur selbständigen und eigenverantwortlichen Arbeit, die Freude an der Teamarbeit und gute Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit und Stresstoleranz, Verschwiegenheit und Unbescholtenheit. Erwünscht sind darüber hinaus:
Kenntnisse und Erfahrung im Konflikt- und Beschwerdemanagement sowie Grundkenntnisse in der Bilanzbuchhaltung bzw. im Rechnungswesen.

Entschädigung

Geboten werde, wie es in der Ausschreibung heißt, ein interessanter und abwechslungsreicher Vollzeitjob, wobei eine Teilzeitbeschäftigung im Ausmaß von 50 Prozent ebenfalls möglich sei. Der Bruttolohn beläuft sich auf 2380 Euro (14 Mal). Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beim Verein Gesundheitsland Kärnten angestellt und werden einer Bezirkshauptmannschaft im Aufgabenbereich "Case-Tracing" und Entschädigungsansprüche nach dem Epidemiegesetz zugeteilt. Die Dienstorte sind Klagenfurt und der jeweilige Sitz der Bezirkshauptmannschaft. Aktuell sind 30 Personen über das Gesundheitsland befristet angestellt. Die neuen Stellen seien ebenfalls auf zehn Monate befristet.

Bewerbungen können bis zum 1. Dezember 2022 an Vanessa Kulmesch, gesunde.gemeinde@ktn.gv.at, gerichtet werden.