Eine 30-Jährige muss sich kommende Woche wegen versuchten Mordes vor einem Geschworenensenat am Landesgericht Klagenfurt verantworten. Ihr wird vorgeworfen, einen Brand in einem Mehrparteienhaus in Villach gelegt zu haben, bei dem ihr Mann und ihre vier Kinder sterben hätten sollen. Für die Verhandlung unter Vorsitz von Richterin Michaela Sanin sind zwei Tage anberaumt, nach dem Start am kommenden Dienstag wird das Urteil für Mittwoch erwartet.

Zu dem Brand war es im August des vergangenen Jahres gekommen.
Laut Anklage hatte die Frau zehn Liter Benzin im Stiegenhaus verschüttet und entzündet. Mit dem Feuer hätten ihr Ehemann und ihre
vier Kinder getötet werden sollen. Nach der Tat habe sie
untertauchen wollen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft – sie habe bereits Reisevorbereitungen getroffen.

Wegen der schlagartigen Verbrennung des Benzins war es jedoch zu
einer heftigen Brandausbreitung gekommen. Dabei hatte sich die Angeklagte unabsichtlich selbst in Brand gesteckt. Sie hatte
Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten und war schwer verletzt ins Krankenhaus gekommen. Schon bald nach der Tat war der
Verdacht der Brandstiftung erhoben worden, im September wurde die
Verdächtige schließlich in Untersuchungshaft genommen.