"Das ist ja nicht menschlich"Angehörige verärgert über strenge Corona-Regeln in Spitälern

Kärntner durfte wegen der derzeit geltenden strengen Besucherregeln nicht zu seinem 18-jährigen Sohn, nachdem dieser ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert worden war. Auch andere Kärntner berichten von ähnlichen Fällen. Kabeg zeigt Verständnis für Unmut, bittet aber um Nachsicht: "Schutz geht vor."

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Wegen der Corona-Situation gelten in den Krankenanstalten wieder strenge Besuchsregeln. Das sorgt zum Teil für Unmut unter Angehörigen, die sich um Patienten Sorgen machen (Archivfoto)
Wegen der Corona-Situation gelten in den Krankenanstalten wieder strenge Besuchsregeln. Das sorgt zum Teil für Unmut unter Angehörigen, die sich um Patienten Sorgen machen (Archivfoto) © Markus Traussnig
 

"Mein Sohn ist in der Notaufnahme und ich darf nicht zu ihm. Man hat mich an der Tür abgewiesen, obwohl ich gegen Corona geimpft bin und die Bestätigung vorzeigen kann." Mit diesen Worten meldete sich ein aufgebrachter Kärntner bei der Kleinen Zeitung. Als sein volljähriger Sohn ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert worden war, wollte er sofort zu ihm. Aber die strenge Besucherregelung, die derzeit wegen der geltenden Corona-Bestimmungen gelten, machten das unmöglich. Der Sohn ist nämlich volljährig, 18 Jahre alt. Dennoch wolle man sein Kind in so einer Situation ja nicht alleine lassen, so der Vater: "Ich mache mir Sorgen. Das ist ja nicht menschlich."

Kommentare (6)
Fuxx04
8
4
Lesenswert?

Kabeg unmenschlich

Die Regeln der KABEG sind vollkommen überzogen und in einigen Fällen sogar unmenschlich. Das zur Genesung neben medizinischer Versorgung vor allem seelische und psychische Unterstützung durch engste Angehörige notwendig ist sollte jeden Arzt wohl klar sein. Ich habe persönlich so viel Leid durch das Wegsperren von Patienten erlebt, dass ich die Entscheidungsträger nicht verstehe. Vor allem wenn man dann erfährt, dass diese im persönlichen Umfeld für Ausnahmen sorgen!

duMont
10
16
Lesenswert?

Etwas hart aber logisch

Die Angehörigen möchten die Menschen sehen. Das ist urmenschlich. Die Besucher trampeln mit ihren dreckigen Schuhen in den Intensivstationen herum und bringen Viren und Bakterien in diese hinein. Das ist sehr gefährlich für diese schwer kranken Menschen. Es gibt ja moderne Kanäle der Bildübertragung. Videotelefonie. Vielleicht sollte man diese Möglichkeiten mehr nützen.

STEG
21
42
Lesenswert?

Die Vorsichtsmaßnahmen

sind absolut nachvollziehbar. Unsere Impfquote ist zu gering. Es gibt auch noch genug ungeimpftes Personal in Krankenhäusern, leider. Die Leidtragenden sind dann die Familien in solchen Situationen, den Impfgegnern sei dank!

samro
1
8
Lesenswert?

absolut richtiges

posting.
volle unterstuetzung.

mir faellt auf, dass die die zu pandemiebeginn so groß gegen den lockdown geschwaetzt haben und dass das unmenschlich ist fuer die alten weil sie keinen kontakt haben, gerade die sind die heute nicht zur impfung gehen wollen.
und wie war das mit den spitaelern, die leer stehen und so viele ops wurden verschoben? ja warum lassen sich die superargumentler von damals einfach nicht impfen?
weil es ein polemisches gejammer war wohl und nicht mehr?

und neuernick kommens retour. sie werden sich doch nicht von flaggen aergern lassen und gitarren soli?
denkens an big bang theory: spass mit flaggen. sehns manche doch einfach nicht denn man kann nicht mit allen argumentieren. das ist sinnlos.
mein lieblingsposting von ihnen bis jetzt: 15.9.2021:"
Oida.....

Bei manchen Postings überlegt man echt, ob es noch groß Sinn macht nüchtern zu bleiben...."

madermax
4
41
Lesenswert?

Sehe ich anders…

Klar, ungeimpften könnte man den Zutritt generell ins Spital verweigern. Und ungeimpftes Personal hat auf einer Intensivstation oder der Notfallaufnahme sowieso nichts mehr verloren und sollte langsam aber sicher in die Verwaltung abbestellt werden…

Aber wenn man als doppelt Geimpfter mitsamt FFP2 und vl. noch mit einem 2 Stunden alten PCR Test nicht zu seinen Angehörigen darf, hat das mit „Schutz geht vor“ nicht mehr viel zu tun, sondern ist nur noch eine „Fetzendepperte“-Verordnung fern jeglicher Realität…

samro
2
6
Lesenswert?

auch richtig

" ungeimpftes Personal hat auf einer Intensivstation oder der Notfallaufnahme sowieso nichts mehr verloren und sollte langsam aber sicher in die Verwaltung abbestellt werden…""

leider auch nur zu wahr. will ich nicht verstehen wie man inso einem beruf sich nicht impfen lassen will.
schaun wir die steiermark an , die leider fuehrend ist mit den toten pro 100.000 einwohnern. da muss wo eklatant der wurm drinnen sein.