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Egyd Gstättner denkt querVon Herr und Frau Bachmann

Egyd Gstättner über die Namensgleichheit des österreichischen Nationaltorhüters und der großen Dichterin.

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Teamgoalie Daniel Bachmann © GEPA pictures
 

Ich wäre sehr stolz, hieße der österreichische Nationaltormann eines Tages Gstättner, schon weil ich selbst als Bub Nationaltormann werden wollte. Geworden bin ich Schriftsteller, also so etwas Ähnliches. Ob Ingeborg Bachmann genauso stolz gewesen wäre, dass ihr Nachfahr zwischen den Posten Bachmann, Daniel Bachmann nämlich heißt, muss Spekulation bleiben.
Aber wie ist es umgekehrt? Vielleicht ist ja der Tormann stolz darauf, dass er wie die Dichterin Bachmann heißt? Und hat sie nicht geschrieben: „Gebt ihm eine Chance! Gebt meinem Kind, eh es verdirbt, eine einzige Chance! Ich musste handeln, mit ihm weggehen, mit ihm auf eine Insel verziehen. Aber wo gibt es diese Insel, von der ein neuer Mensch eine neue Welt begründen kann?“ Na wo wohl? England! Watford! Allerdings können sie in der Fremde nirgends „Bachmann“ sagen: In Rom sagen sie „Backmanne“, in England „Badman“. „Gstättner“ können sie noch weniger… ein Jammer!

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