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Nachspiel für Institutionen"Jerusalema" wird jetzt finanziell zur "Challenge"

Weil Lizenz fehlte: Auch Kärntner Institutionen müssen für Veröffentlichung des Tanzvideos „Jerusalema“ zahlen. Erste Reaktionen und wie Warner Music jetzt vorgeht.

"Jerusalema"-Video des LKH Villach - mit Erlaubnis von Warner Music veröffentlicht © LKH Villach/Kabeg/KK
 

Weltweit tanzen Millionen Menschen zu „Jerusalema“ gegen Corona-Frust. Der auf Zulu gesungenen Hit stammt vom südafrikanischen Künstler Master KG. Auch viele Kärntner haben „Jerusalema Dance Challenge“-Videos produziert und in den sozialen Medien veröffentlicht.
Doch ausgerechnet das lustige Lied hat vielen jetzt die gute Laune verdorben: Der Musikkonzern Warner Music, bei dem der Künstler unter Vertrag steht, fordert seit Kurzem Geld von den Videoproduzenten. Mit gutem Recht. „Geistiges Eigentum ohne Zustimmung des Rechteinhabers zu verwenden, insbesondere für Werbezwecke, stellt eine Verletzung des Urheberrechts dar“, sagt  Alexander Jelly, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer. Rechteinhaber können in solchen Fällen eine Reihe von Ansprüchen geltend machen. Und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. „Wenn Institutionen, Unternehmen oder Organisationen Videos mit Musik unserer Künstler veröffentlichen, ist es üblich, dass sie sich Synchronisationslizenzen sichern“, teilt eine Unternehmenssprecherin von Warner Music mit.

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ratschi146
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egal was mit Warner ausgehandelt wird......

- aus welchen Topf kommt das Geld?

Zahlt eh der Steuerzahler .......

Bayerlein
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Es ist ja richtig,

wenn man geistiges Eigentum eines anderes verwendet, dieser auch entlohnt werden soll. Aber ich denke keiner egal, ob privat oder eine Gruppe Geld damit verdienen wollte, sondern uns alle in einer schweren Zeit ein wenig aufmuntern wollte. Vielleicht sollte man da auch ein wenig Toleranz walten lassen. Sowas darf natürlich nicht zur Regel werden, aber zurzeit ist eben weltweit alles nicht normal, dank der Pandemie. Wie heißt es diesem Fall Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kaiserfisch
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Unwissenheit

Das war zu erwarten. Geistiges Eigentum ohne Einwilligung des Eigentümers zu verwenden ist nicht zulässig. Das ist anscheinend vielen Leuten nicht bewusst. Das Private keine Probleme bekommen, laut Warner Music, klingt gut. Ist aber keineswegs sicher. Es gibt in den USA eine Gruppe von Anwälten die mit der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen fettes Geld machen. Einige Amateurfilmer können ein Lied darüber singen.

kropfrob
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Nicht nur in den USA, ...

... auch in Deutschland sitzen genug gelangweite Rechtsanwälte herum, die tagein, tagaus das Internet durchforsten.

Musicjunkie
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Sollte aber mittlerweile bekannt sein, das der schnöde Mammon die Welt regiert.

--

dieRealität2020
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Topfen den sie da von isch geben

was haben Urheberrechte und die daraus entstehenden Ansprüche des Künstlers und damit seiner Leistungen? "mit schnödem Mammon zu tun? sie gehören anscheinend auch zu den Menschen die Leistungen anderer Menschen gerne gratis konsumieren möchten.

lieschenmueller
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Ansprüche des Künstlers

Ohne diese Challenge wäre Jerusalema für mich ein Lied gewesen, das ich toll finde und öfter im Radio höre. Oder Alexa drum bitte.

Diese absolute Berühmtheit des Songs ist aber rein darauf zurückzuführen, dass rund um den Erdball dazu getanzt wird und man virtuell daran teilhaben kann.