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Slowenische Porträts aus Südkärnten: Vom Leben an der Sprach-Grenze erzählt ein Buchprojekt des Fotografen Karlheinz Fessl.

Buchprojekt: Slowenische Schicksale aus Südkärnten © Karlheinz Fessl
 

Ich bin ein Berliner!“, rief US-Präsident John F. Kennedy, als er 1963 Westberlin besuchte. Ihm macht es der Kärntner Fotograf Karlheinz Fessl mit einem spannenden Buchprojekt nach: „Jaz sem Slovenec!“ – „Ich bin ein Slowene!“ schreibt er im Vorwort des Bandes „doma/daheim“, mit dem er 45 Kärntner Slowenen und Sloweninnen in Bild und Text porträtiert. Interviewt hat er sie auf Deutsch, denn Karlheinz Fessl ist kein Kärntner Slowene. Seine journalistische Neugier führte ihn bereits zum zweiten Mal für ein Buchprojekt zu Menschen, denen seine Wertschätzung gilt. 2012 erschien sein erstes Buch, in dem er gemeinsam mit dem Fotografen Christian Brandstätter 50 Migranten aus 50 Ländern vorstellte („Colours of Carinthia“). Fremd im eigenen Land fühlen sich auch oft Angehörige der slowenischen Minderheit in Kärnten. Was sie erlebt haben, wie sie die aktuelle Situation im Land beurteilen, welche Zukunft sie für ihre Sprache und Kultur sehen, erzählen sie in diesem berührenden Porträtband, der auch und vor allem der deutschsprachigen Bevölkerung Kärntens ans Herz gelegt sei.

Wie und wann ist dieses Projekt entstanden?
Karlheinz Fessl: Eigentlich gleich anschließend an unser erstes Buch „Colours of Carinthia“. Seit 2013 habe ich diese Interviews gemacht. Ursprünglich sollten es auch 50 werden, aber ich habe bald erkannt, dass ich für die so unterschiedlichen Geschichten auch unterschiedlich viel Platz brauche. Also sind es 45 geworden und 304 Seiten, sonst wäre es ausgeufert.

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