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Corona in Kärnten und OsttirolElf Heimbewohner infiziert, fast 500 Personen werden nun laufend getestet

++ Zahl der Infizierten in Kärnten auf 223, in Osttirol auf 81 gestiegen ++ 300 Anrufe täglich bei Hotline des Landes ++ Überbrückungshilfen für kleinere Selbstständige und Sportvereine voll angelaufen ++ Der Samstag im Rückblick.

Die Bewohner des Pflegeheims in Lienz sind hochbetagt, das Durchschnittsalter liegt bei 86 Jahren
Die Bewohner des Pflegeheims in Lienz sind hochbetagt, das Durchschnittsalter liegt bei 86 Jahren © Ruggenthaler
 

Die zweite Woche mit den strikten Beschränkungen wegen der Corona-Krise neigt sich dem Ende zu. 8258 bestätigte Coronafälle (Stand Samstag, 21.45 Uhr) gibt es laut Gesundheitsministerium mittlerweile in Österreich. In Kärnten sind es 223, zwei Todesfälle sind zu beklagen. Acht Kärntner werden intensivmedizinisch betreut. 81 positive Getestete gibt es derzeit in Osttirol. Wir halten Sie den ganzen Tag lang über das Geschehen in Kärnten auf dem Laufenden.

Die Ereignisse im Live-Ticker 

16.29 Uhr - Statistisch: St. Veit ist Bezirk mit zweitmeisten Erkrankungen in Kärnten

Elf positiv getestete Personen waren es bis Donnerstag (18 Uhr). Dann kam der doch sprunghafte Anstieg. Bis Freitagfrüh registrierte man im Bezirk St. Veit 19 Erkrankte, am Samstagnachmittag (Stand 14 Uhr) waren es schon 25. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ist St. Veit somit kärntenweit jener Bezirk, der am zweitschwersten von den Ansteckungen betroffen ist.

15.38 Uhr - Juroren protestieren gegen Absage des Bachmannbewerbes

Fünf von sieben Jurorinnen und Juroren der Tage der deutschsprachigen Literatur 2020 in Klagenfurt sprechen sich "vehement gegen die Aussetzung" des Wettlesens um den Bachmann-Preis aus.

14.15 Uhr - "Arbeitslosen-Bezugsdauer verlängern"

"Während die Zahl der neuen Arbeitslosen dramatisch ansteigt, führt die aktuelle Pandemie-Situation zu Härtefällen unter Menschen, die bereits auf Arbeitssuche sind oder eine konkrete Anstellung in Aussicht hatten", sagt Kärntens Arbeitsmarktreferentin Gaby Schaunig. Sie ruft den Bund auf, baldigst für eine unkomplizierte Lösung zu sorgen: „Rasch möglich wäre es, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes in einem ersten Schritt um drei Monate zu verlängern."

14 Uhr - Mandl lobt "Kurzarbeit Neu"

Als massive Nachbesserung des Corona-Kurzarbeitsmodells bezeichnet am Samstag Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl die Maßnahmen der Bundesregierung, die aktuelle Kritikpunkte in Rekordzeit ausgeräumt habe. Besonders wichtig sei in der aktuellen Situation, dass die Banken die Vorfinanzierung der Kurzarbeit für die heimischen Unternehmen übernehmen. Mandl: „Das ist eine ganz wichtige Erleichterung für viele Betriebe mit massiven Umsatzeinbrüchen.“ Für die Vorfinanzierung sei der staatliche Finanzierungsrahmen von 400 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro aufgestockt worden. 

13.45 Uhr - Zahl der Infizierten klettert auf 216

204 mit dem Coronavirus infizierte Personen meldete das Gesundheitsamt für Kärnten noch um 13 Uhr. Inzwischen in die Zahl auf 216 gestiegen. In der Stadt Klagenfurt ist der Stand der Infizierten mit 43 am höchsten. Es folgen die Bezirke Völkermarkt (36) und Villach Land (26).

13.05 Uhr - Acht Kärntner auf Intensivstation

Laut den aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums (Stand 8 Uhr) sind in Kärnten 207 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. 22 davon müssen in Spitälern betreut werden, acht davon intensivmedizinisch.

12.10 Uhr - Hilfe in Notlagen vereinfacht

Wie das Land Kärnten am Samstag bekannt gibt, werden Ansuchen- und Auszahlungsvorgänge für "Hilfen In Besonderen Lebenslagen" (HIBL) vereinfacht und auf möglichst unbürokratische Beine gestellt. „Betroffene können ihre Anträge nun auch online stellen, dafür hat die Fachabteilung eigene Online-Formulare konzipiert“, informiert Gesundheitsreferentin Beate Prettner. "Sollten wir sehen, dass sich der HIBL-Topf leert, können wir bei Bedarf aufstocken." Der Soforthilfeantrag ist unter https://www.ktn.gv.at/Service/Formulare-und-Leistungen/GS-L49 abrufbar.

12 Uhr - Finanzielle Hilfe für Sportvereine

Die aktuelle Corona-Krise hat den Kärntner Sport fast vollständig zum Stillstand gebracht. Wie Sportreferent Peter Kaiser und Landessportdirektor Arno Arthofer am Samstag mitteilen, wird es für sie finanzielle Hilfe vom Land geben. „Aktuell zahlen wir alle zugesagten Förderungen für Veranstaltungen, die bereits stattgefunden haben, sowie Bauprojekte, die fertiggestellt sind, aus. Auch die Nachwuchsförderungen werden jetzt ausgeschüttet“, betont Kaiser. Ein Datenblatt zur Erhebung der finanziellen Schäden ist unter sport.ktn.gv.at zu finden. Abgesagte Veranstaltungen müssen per Mail an abt6.sport@ktn.gv.at bekannt gegeben werden.

11.50 Uhr - Soforthilfe in 900 Fällen überwiesen

Seit Freitag, 17 Uhr, arbeiten die Server der Wirtschaftskammer an der Leistungsgrenze. Fast 200.000 Antragsteller stürmten österreichweit die Online-Plattform zur Anmeldung von Ansprüchen aus dem Corona-Härtefallfonds. Mit Stand Samstag, 9.45 Uhr, waren in Kärnten bereits mehr als 2200 Anträge hochgeladen, mehr als 900 Personen wurde die Soforthilfe bereits überwiesen. Die WK Kärnten ist am Samstag bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 bis 14 Uhr mit der Hotline 05 90 904-808 und den Dienststellen in Vollbetrieb.

11.25 Uhr - Heimbewohner mit Fieber

Wie berichtet, wurden zwei Pflegekräfte und elf Heimbewohner des Wohn- und Pflegeheimes Lienz positiv auf das Corona-Virus getestet. Während die Mitarbeiter in Heimquarantäne entlassen wurden, sind die Bewohner auf einer Isolierstation im Heim untergebracht und werden dort medizinisch betreut. "Eine Person zeigt leichte Symptome, 37,8 Grad Fieber. Aber es handelt sich um eine robuste Person", sagt Heimleiter Franz Webhofer. Die Heimbewohner sind hochbetagt, das Durchschnittsalter liegt bei 86 Jahren. Die fast 500 Klienten und Pflegekräfte werden nun laufend weiter getestet. Die gute Nachricht: Alle 70 Testergebnisse, die Samstagfrüh eingelangt sind, waren negativ.

10.20 Uhr - Wo darf ich die Sonne genießen?

Corona-Bescheid hin oder her – das schöne Wetter am Wochenende lädt ein, in die Parks, in die Wälder oder Auen zu gehen. Aber was genau darf man jetzt und was nicht?

10 Uhr - 81 Infizierte in Osttirol

Nachdem es von Donnerstag auf Freitag 13 neue Infizierte im Bezirk gab, ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle von Freitag auf Samstag nur leicht gestiegen - von 78 auf 81. Zwei Fälle mehr zählt der Lienzer Talboden. Dort liegt die Fallzahl inzwischen bei 49 Infizierten. Im Pustertal hat sich die Zahl um eins auf 12 erhöht. Stabil hingegen blieben das Iseltal (13) und das Defereggental (7). In Kärnten ist die Zahl der Infizierten über Nacht konstant bei 204 geblieben.

9.15 Uhr - Müll wird vermehrt illegal deponiert

Der "Frühjahrsputz" sorgte schon immer dafür, dass an Waldrändern illegale Deponien aufgetaucht sind. In diesem Jahr ist die Situation verschärft: Bedingt durch das Corona-Virus sind die Menschen in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkter, zudem haben die Altstoffsammelzentren in Klagenfurt und Villach geschlossen. Bereits an mehreren Orten in beiden Städten sind illegale Deponien aufgefallen. 

9 Uhr - 300 Anrufe täglich bei Landeshotline

Die Hotlines des Landes Kärnten (050-536-53003), die anlässlich der Coronavirus-Krise eingerichtete worden sind, haben in der Vorwoche rund 300 Anrufe pro Tag verzeichnet. Wie Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) sagte, drehen sich die Fragen vor allem um die Themen Reisebewegungen und Quarantäne, die Dienste von Psychotherapeuten und Mediatoren wurden bisher kaum nachgefragt.

20.45 Uhr - Elf Heimbewohner in Lienz infiziert

Schon Freitagfrüh ist aufgefallen, dass sich die Fallzahl der Coronavirus-Infizierten im Lienzer Talboden deutlich erhöht hat. Da dürften bereits positiv getestete Bewohner des Wohn-und Pflegeheimes Lienz dabei gewesen sein. Denn, fest steht: Von den 235 Klienten des Heimes sind elf infiziert.

16.25 Uhr - Land verteilt fast 500.000 Schutzmasken

Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) erklärt, dass das Land  414.000 OP-Schutzmasken ausliefern wird. Beliefert werden Alten- und Pflegeheime, die mobilen Dienste, Behinderteneinrichtungen, freipraktizierende Physiotherapeuten und freipraktizierende Hebammen. Auch Visitenärzte und das Rote Kreuz erhalten entsprechende Lieferungen. Zudem werden 76.000 Stück sogenannte FFP1-Masken ausgegeben.

Was hat geöffnet?

Geschäfte & Co.

Was alles offen bleibt:

  • Lebensmittelgeschäfte, Supermärkte, Greißler, Bäckereien, Fleischhauer
  • Drogerien
  • Apotheken
  • Geschäfte, die medizinische Produkte und Heilbehelfe anbieten
  • Gesundheits- und Pflegedienste
  • Verkaufsstellen von Tierfutter
  • Agrarhandel
  • Tankstellen
  • Sicherheits- und Notfallprodukte sowie Wartung
  • Banken
  • Post und Telekommunikation
  • Lieferdienste (Amazon, DHL & Co)
  • Handyshops
  • Reinigung/Hygiene
  • Öffentlicher Verkehr
  • Trafiken und Zeitungskioske
  • Wartung kritischer Infrastruktur
  • Notfall-Dienstleistungen

Was generell geschlossen wird (bzw. bereits geschlossen ist):

  • Schuh- und Textilgeschäfte
  • Buchhandel
  • Elektrogeschäfte
  • Sportartikelhändler
  • Baumärkte
  • Friseure
  • Fußpflege
  • Fitnessstudios
  • Opernhäuser, Theater, Museen
  • die meisten Kinos
  • Universitäten und Hochschulen
  • Büchereien und Bibliotheken
  • Schulen (gestaffelt)

Kommentare (1)

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Hallo, plötzlich sind 500.000 Schutzmasken da ...


Wo war das versteckte Lager?
Vielleicht gibt es dort auch Schutzanzüge?