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KärntenThema Totenbeschau droht Notarzt-System in die Luft zu sprengen

Notfallmediziner lehnen auch den Kompromissvorschlag für die Einbindung bei der Totenbeschau entschieden ab.

Notärzte gegen Totenbeschau
Notärzte-Sprecher Roland Steiner: "Passus aus dem Gesetz streichen" © Sobe/Kabeg
 

Der Wirbel um das geplante neue Kärntner Bestattungsgesetz nimmt kein Ende. Ein Konfliktpunkt sind die niedrigen Honorare für die Totenbeschau, weshalb seit längerem immer weniger Mediziner zu diesem freiwilligen Dienst bereit sind. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht eine nur niedrige Erhöhung vor, was unter den Ärzten geradezu Empörung provozieren musste und inzwischen zu Boykottmaßnahmen führte. Immerhin hat der Gemeindebund jetzt mit einer deutlichen Aufstockung nachgebessert, wobei diese Tarife aber nach wie vor deutlich unter den Forderungen der Ärzteschaft liegen (wir berichteten).

Kommentare (7)
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bariton24
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Jeder Arzt sollte den Tod feststellen dürfen

..dazu ist er jedenfalls in der Lage! Also ein rein organisatorisches Problem. Im ORF war ein Beitrag mit Kilometergeld von €6!!!!! Amtlich ist € 0,42! Da läuft gewaltig was schief und ausbaden muss es der/die die nichts mehr dafür kann!

Anasindahamas
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@bariton24

Naja, jeder Arzt kann/darf den Tod feststellen, aber nicht jeder darf eine Totenbeschau durchführen - das ist eine besondere Form der Begutachtung zu der nur wenige ermächtigt sind.
Das sind zwei ganz unterschiedliche Handlungen.

CuiBono
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Unfähig oder unwillig

Wenn die Politik es hier nicht schafft, endlich - unter strikter Wahrung des Vier-Augen Prinzips - klare akzeptierbare Voraussetzungen zu schaffen, ist das Mindeste, das man als Bürger und irgendwann mal sicherlich Betroffener unterstellen darf - schlichte Unfähigkeit. Wahrscheinlich sogar Unwillen.

Hier zeigt sich wieder einmal die elendige Verländerung dieses Operettenstaates, in dem Bundesländern und dann auch noch dort untergeordneten Institutionen Rechte eingeräumt werden, deren Erfüllung allerdings an der offensichtlichen Unfähigkeit der Verantwortlichen scheitert.

Zum Handkuss kommt wieder einmal der Bürger, der dieses zumindest grob fahrlässige Verhalten auch noch finanzieren darf.

Wenn's nicht so makaber wäre, sollte man den nächsten Toten, der nicht binnen drei Stunden beschaut wird, der Landesregierung vor die Tür legen.

tazo
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Rettungsflug zu Totenbeschau

Dies ist nachweislich eine Unwahrheit! Der wirkliche Einsatz kann sekundengenau nachvollzogen werden.... unglaublich was da eingesetzt wird, um zu noch mehr Geld zu kommen. Die Frage nach der Finanzierbarkeit ist den sogenannten ^Ärztevertretern^ egal😟 Frau Dr. Prettner sollte sich die wirklichen Notarzteinsatzzeiten in den Bezirken ansehen. Auch alle genauestens dokumentiert. Da ist noch sehr viel "Luft nach oben"

GordonKelz
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HABE...

...in den letzten 10 Jahren ,das Kärntner Bestattungsgesetz bei meinen Bemühungen in und auswendig gelernt .Es birgt ja noch mehr “ Ungereimtheiten “ ,wenn ich es schön ausdrücken will !
Über das ,wie man mit beträchtlichem Engagement versuchte bei den Besprechungen in den Büros von Frau Schaunig ( die damals noch für Gemeindegebühren zuständig war ,und Frau Prettner persönlich, könnte ich ein Buch schreiben .Hätte man den selben Elan für die Beseitigung der Schwachstellen im Bestattungsgesetz verwendet ,wäre diese Misere wohl ausgeblieben !
Gordon Kelz

GordonKelz
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BIN...

...gar nicht stolz darauf , das punkto
Kärntner Bestattungsgesetz genau das eingetreten ist , was ich seit über 10 Jahren insbesondere bei den Zuständigen des Landes versuchte zu ändern !
Nicht weil ich so mir nichts dir nichts ein Gesetz ändern wollte ,sondern mir die über 60 000 Armen im Land ,das WERT ist ,gegen Gebühren anzukämpfen ,DIE ohne jegliche Leistung der Gemeinden Villach und Klgft. bei der Totenbeschau in den beiden LKH den Hinterbliebenen verrechnet werden . Jetzt bekommen Sie die “Rechnung “ für das festhalten und kassieren aus einer 220 Jahre alten Verordnung !
Gordon Kelz

GordonKelz
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DAS LAND UND DIE GEMEINDEN...

...werden sich durchringen müssen , ihr jahrelanges Versäumnis ,des Kärntner Bestattungsgesetzes auf völlig neue Beine zu stellen ! Eine “ Reparatur“ ,im Sinne
“ geben wir Ihnen ein wenig mehr “ ist ja keine Lösung .Fürchte nur ,das es genau das wird .Ist auch traurig anzusehen ,wie unfähige der Gemeindebund reagiert ,als ginge ihn das nichts an .
Gordon Kelz