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KärntenAbtauchen in die Welt der Seensucht

Kärntens Seen bieten Tauchern einzigartige Unterwasserwelten. Der Klagenfurter Wolfgang Falk will „Tauchen in Kärnten“ als Marke etablieren.

"Jeder Kärntner See hat seine ganz eigene Charakteristik“, weiß Tauchprofi Wolfgang Falk
"Jeder Kärntner See hat seine ganz eigene Charakteristik“, weiß Tauchprofi Wolfgang Falk © Privat/Falk
 

Die Kärntner Seen sind alles andere als oberflächlich. Wer einen Blick unter die Wasseroberfläche riskiert, trifft auf eine einzigartige Welt, weiß der Klagenfurter Tauchprofi Wolfgang Falk nur zu gut. „Jeder See hat seine ganz eigene Charakteristik, was Tauchen in Kärnten gerade so spannend macht“, sagt der 42-Jährige, der in den letzten 20 Jahren Unterwasserwelten rund um den Globus erkundet hat.

„Tauchen ist ein Stresskiller. Unter Wasser herrscht völlige Stille. Man hört nur seinen Atem und kann fernab vom Wirbel in eine andere Welt flüchten.“

Ein Korallenparadies wie das Rote Meer sind unsere Seen freilich nicht. Dafür punkten sie mit unterschiedlichen Farben, überraschend oft guter Sicht, Fischreichtum und mystischen Plätzen, die die Natur oder der Mensch geschaffen hat. Im Wörthersee etwa kennt Falk eine Handvoll Plätze, für die Taucher aus nah und fern anreisen. Wie den Felskegel in Seemitte, der bis knapp unter die Wasseroberfläche reicht. Steil abfallende Wände versprechen ein außergewöhnliches Erlebnis. „Im lichtdurchfluteten Teil strotzt der Felsen vor Bewuchs und bildet die Heimat für viele Fische. Wenn man tiefer taucht, erwarten einen gewaltige Felsformationen.“

Tauchprofis unter sich: Wolfgang Falk, Dominik König und Andrej Hribernik (von rechts) Foto © Privat/Falk

Herausfordernd und faszinierend zugleich ist die Durchquerung der Sprungschicht. „Vom klaren Oberflächenwasser geht es für geübte Taucher durch die mystisch-trübe Schicht in die Tiefe, bis das Wasser wieder klar und es rundherum stockdunkel wird. Im Schein der Taschenlampe offenbart sich einem die für den Wörthersee so typische Mondlandschaft.“ Der Blick nach oben sei der Höhepunkt: „Über einem erstreckt sich ein smaragdgrüner Himmel“, sagt Falk, der sich 2017 mit seinem Tauchshop samt Tauchschule (stationiert im Strandbad Loretto) selbstständig gemacht hat. Seither bietet er mit 15 Tauchprofis Kurse für Kinder und Erwachsene sowie Tauchsafaris und Tagesausflüge an.

Verborgene Schätze im Weißensee Foto © Privat/Falk

Zum Beispiel zum Millstätter See, der wegen der „unendlich scheinenden Tiefe“ und steil abfallenden Felsen ideal für Sporttaucher ist. Man kann sich auch auf die Suche nach der „Möwe“ machen – einem Motorboot in 40 Metern Tiefe. „Die bewachsene Uferzone gibt einem das Gefühl, über eine Almwiese zu schweben“, weiß Tauchkollege Andrej Hribernik. Hechten, Welsen und Krebsen begegne man ständig.

Zwischen Zell-Pfarre und St. Margareten im Rosental liegt der Freibacher Stausee. Versunkene Häuser und eine Mühle locken nicht nur eine Vielzahl an Fischen an.

Privat/Falk
Die "Möwe" liegt im Millstätter See © Privat/Falk

Unterwasser-Wälder, steil abfallende Felswände und Begegnungen mit Hechten, Karpfen, Döbeln oder Barschen verleihen dem Weißensee etwas Märchenhaftes. Der Längsee zum Beispiel eignet sich aufgrund der Sichtverhältnisse gut für Tauchanfänger.

„Wir haben im Tauchsegment viel ungenutztes Potenzial“, weiß Falk, der den Markt zwei Jahre analysiert hat. Sein Ziel ist es, die Marke „Tauchen in Kärnten“ als solche zu etablieren. Dafür will der ehemalige IT-Manager mit Tauchschulen, Tourismusbetrieben und dem Land eng zusammenarbeiten. „Kärnten ist ideal dafür. Wenn ein Taucher mit seiner Familie eine Woche hier urlaubt, kann er jeden Tag zu einem anderen See fahren – und jeder profitiert davon“, meint Falk, der es auch auf Flüsse abgesehen hat.

Nächstes Jahr will Falk auch Höhlentauchen anbieten. Wo, will er noch nicht verraten. Nur: „Es wird grenzwertig“, grinst er.

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