Mindestens 150 BetroffeneMehrfacher Betrug: Polizei sucht "Teppichreiniger"

Die Polizei veröffentlicht Fotos von Betrügern, die mit der Reinigung teurer Orientteppiche ihre "Kunden" in Kärnten, Tirol, Wien, Niederösterreich und der Steiermark über den Tisch zogen.

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Die gesuchten Personen verlangten für die Reinigung der Teppiche oft einen bis zu 1000fach überhöhten Preis
Die gesuchten Personen verlangten für die Reinigung der Teppiche oft einen bis zu 1000fach überhöhten Preis © KLZ/Kanizaj (Sujet)
 

Die Polizei bittet um Mithilfe und veröffentlicht Lichtbilder von flüchtigen Betrügern, die auch als "Teppichreiniger" bekannt sind. Es handelt sich um die französischen Staatsbürger Manuel Cortes und Alfred Cortes, die verdächtig sind, teilweise alleine oder gemeinsam mit dem österreichischen Staatsbürger Peter Rothleitner, den sie als Träger und Hilfskraft einsetzten, in der Zeit von Dezember 2015 bis dato, im Bundesgebiet, überwiegend im Großraum Steiermark, Kärnten, Tirol, Wien und Niederösterreich, mit weltmännischen und getäuscht fachkundigem Auftreten als Unternehmer der Teppichreinigungsfirma A.C. (Alfred Cortes) mindestens 150 Personen mit Absicht betrogen zu haben, dass sie im Besitz besonderer und sündhaft wertvoller Orientteppiche seien.

Hatten sie das Vertrauen der Kunden erlangt, verlangten sie einen bis zu 1000-fach überhöhten Preis für die Reinigung und Reparatur der Teppiche. Dadurch erzielten sie im angeführten Zeitraum in betrügerischer Absicht und Täuschung in Verbindung eines übersteigerten Missverhältnisses zum Wert der eigenen Leistung, einen Gewinn von mindestens 700.000 Euro.

LPD
Lichtbild von Manuel Cortes © LPD
 
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Lichtbilder von Alfred Cortes © LPD
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Lichtbilder von Peter Rothleitner © LPD

In zahlreichen Fällen behielten sich die Betrüger überdies die zur Reinigung und Reparatur anvertrauten Teppiche ein und lieferten sie nicht mehr aus. Sie stehen im dringenden Verdacht, diese gewinnbringend an Dritte vertrieben zu haben.

Mit Werbung gelockt

Manuel und Alfred Cortes schalteten mit der Absicht Werbungen in Tageszeitungen, um potentielle Kunden zu lukrieren. Folglich fuhren sie mit Absicht zu den Kunden (Betrugsopfer), um vorsätzlich und wissentlich deren Orientteppiche überhöhten Wertes zu schätzen, um dadurch einen falschen, überhöhten Kostenvoranschlag für die Reinigung zu stellen und überdies einen unrichtigen, überhöhten Reparaturauftrag zu erhalten.

Wurden die Kunden (Betrugsopfer) misstrauisch oder waren ihnen die Summen zu hoch, wurden sie dadurch getäuscht, dass die Beschuldigten für sie einen oder mehrere Teppiche bei Aktionen oder im Geschäft verkaufen würden. Mehrere der Betrugsopfer, die sich in Aussicht eines guten Geschäfts darauf eingelassen hatten, wurden ein oder mehrere Teppiche veruntreut und bis dato nicht wieder ausgefolgt.

250 Teppiche bei Hausdurchsuchung gefunden

Von den ermittelnden Beamten wurden bei Hausdurchsuchungen bei den Firmenadressen und bei Erhebungen bei Reinigungsfirmen  mehr als 250 Stück orientalische Teppiche sichergestellt.

Die Ermittler gehen von zahlreichen weiteren Geschädigten aus. Die Täter sind flüchtig, es bestehen gegen sie europäische Haftbefehle. Geschädigte werden gebeten, mit der Polizeiinspektion Melk, Telefonnummer 059133 3130 in Kontakt zu treten.

Hinweise zum Aufenthaltsort der Beschuldigten werden ebenfalls an die Polizeiinspektion Melk oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.

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