AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Serie AufgeschlossenAuf Burg Mannsberg ging ein Jugendtraum in Erfüllung

Im Jahr 1993 erwarb Maximilian Stingl Burg Mannsberg in Kappel am Krappfeld. Mit großem Einsatz verhalf der Unternehmer aus Guttaring dem historischen Haus zu neuem Glanz.

Maximilian Stingl im beeindruckenden Rittersaal von Burg Mannsberg
Maximilian Stingl im beeindruckenden Rittersaal von Burg Mannsberg © KLZ/Markus Traussnig
 

Wo frher Korn gelagert wurde, erstrecken sich heute zwei lange Tafelreihen, an denen rund 100 Personen Platz finden. Tischtücher und Stühle sind in Weiß gehalten. Die Tramdecke aus Lärchenholz ist original. Der neue Holzboden, ebenfalls aus Lärche, strahlt mit dem einfallenden Licht um die Wette. Es fühlt sich sehr behaglich an. Doch das war nicht immer so. Als Maximilian Stingl im Jahr 1993 Burg Mannsberg in der Gemeinde Kappel am Krappfeld übernahm, nagte nicht nur der Zahn der Zeit an den historischen Mauern: "Alles war verstaubt und verschmutzt. Man konnte hier nicht einmal eine Wurstsemmel essen", erinnert sich der Unternehmer. Fotos, die im Stiegenhaus des Palas an der Wand hängen, geben Zeugnis von den gewaltigen Sanierungs- und Revitalisierungsmaßnahmen, bei denen die Familie mithalf. "Irgendwo bei 50.000 Arbeitsstunden habe ich aufgehört, zu zählen", sagt Stingl mit einem Schmunzeln. Doch Zweifel an dem Projekt habe es nie gegeben. Stingl hat zwei Unternehmen aufgebaut, eines für Maschinenbau sowie ein Holzwerk. Er weiß anzupacken. Zudem ging mit dem Erwerb der Burg ein Jugendtraum in Erfüllung.

Die Burg ist auf einem Felsen errichtet. Nicht ungewöhnlich, mag sich jetzt wohl so mancher denken - doch dass das Gestein in die Raumplanung einbezogen wurde, sieht man wohl nicht so oft. Stingl öffnet im Erdgeschoß die Tür zu einem Nebengebäude. In dem früheren Wirtschaftsraum ist hinter einem Rattansessel ein großes Stück des Kalkgesteins zu sehen. Wahrhaftig, der Anblick ist gewaltig. Wir gehen hinauf in den ersten Stock. Den dortigen Arkadengang schmücken pinke Pelargonien. "Die Pflege der Blumen übernehme ich selbst", sagt der vierfache Vater und öffnet die Tür zur Küche. Diese ist in Weiß und Hellblau gehalten und verfügt über einen Speiseaufzug, der elektrifiziert wurde. Hinter einer Sitzbank schmiegt sich der schon erwähnte Fels an die Wand. Im Billardzimmer ziert ein zeitgenössisches Bild die Wand. Wir sollen auf unserem Streifzug durch die Burg noch weiteren Werken dieses Künstlers begegnen. Sehr beeindruckend ist der Rittersaal. Der Raum ist gewölbt, die Wände sind mit dunklem Holz vertäfelt. In der Mitte befinden sich eine Tafel und zehn Stühle mit gestreiften Hussen. Und auch wenn man ihn nicht sieht, er ist hier: "Unter dem Boden ist wieder der Fels", sagt der Guttaringer. Das Holz ist so verlegt, dass das Gestein atmen kann. Der Balkon im ersten Stock ist einer von Stingls Lieblingsplätzen. Von dort sieht man nicht nur zur Burg Hochosterwitz, es zeigt sich auch das Natura-2000-Schutzgebiet Mannsberg-Boden in seiner vollen Pracht. "In der Früh sitze ich gerne hier und lese", sagt Stingl.

 

Serie Aufgeschlossen: Ein Rundgang auf Burg Mannsberg

Burg Mannsberg befindet sich in der Gemeinde Kappel am Krappfeld, im Bezirk St. Veit an der Glan.

(c) Markus Traussnig

Das Anwesen liegt mitten im Natura-2000-Schutzgebiet Mannsberg-Boden.

(c) Markus Traussnig

Die Höhenburg wurde zwischen 1065 und 1075 erstmals urkundlich erwähnt.

(c) Markus Traussnig

Burgherr Maximilian Stingl im Rittersaal. Der Unternehmer erwarb Burg Mannsberg im Jahr 1993 und sanierte die Anlage: "Irgendwo bei 50.000 Arbeitsstunden habe ich aufgehört, zu zählen", sagt Stingl.

(c) Markus Traussnig

Der ehemalige Kornspeicher

(c) Markus Traussnig

Der Salon

(c) Markus Traussnig

Der Fels, auf dem die Burg errichtet wurde, ist in die Raumplanung einbezogen worden. In einem ehemaligen Wirtschaftsraum im Erdgeschoß ist das Gestein zu sehen ...

(c) Markus Traussnig

... genauso wie in der Küche im ersten Stock.

(c) Markus Traussnig

Das Billardzimmer

(c) Markus Traussnig

Klicken Sie sich durch die Bilder.

(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
(c) Markus Traussnig
1/20

Von den rund 800 Quadratmetern Wohnfläche werden rund 150 bewohnt. Einige Möbelstücke haben den Weg vom Haus in Guttaring nach Mannsberg gefunden. Frisch tapeziert erstrahlen sie hier in neuem Glanz – so wie die alte Esszimmereinrichtung, die jetzt im zweiten Stock der Burg steht. Es geht wieder hinunter. Der Unternehmer, der in Wieting geboren wurde, zeigt uns, wo er sich sonst noch gerne aufhält. „Das hier ist der Salon“, sagt Stingl und öffnet die Tür. Auch dieser Raum ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Mittig findet sich eine Sitzgruppe, an einer der weiß gestrichenen Wände steht ein Klavier. Der Raum ist hell und einladend. Im angrenzenden Herrenzimmer dominiert die Farbe Gelb. Der kunstvolle Luster, der an der Decke hängt, wurde früher mit Öl betrieben. "Am Abend scheint hier die Sonne bis 21 Uhr herein", sagt der Burgherr und zeigt uns noch ein ganz besonderes Zimmer, das man hier nicht vermuten würde. An den Salon schließt eine kleine Kapelle an. "Hier wurde einer meiner Enkel getauft", sagt der neunfache Großvater.

Es geht in den Garten, wo der Blick wieder über die wunderschöne Landschaft schweift, wo Gämsen unterwegs sind, Falken und Waldkäuze ihre Runden ziehen und Schmetterlinge über die Wiesen flattern.

DenkMal

Bei Burg Mannsberg in Kappel am Krappfeld, Bezirk St. Veit an der Glan, handelt es sich um eine mittelalterliche Höhenburg. Sie wurde zwischen 1065 und 1075 erstmals urkundlich erwähnt. Die Hauptburg ist von einer Ringmauer umgeben. Der viergeschossige Palas stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Gestaltung der Innenräume wurde im 16. bis 18. Jahrhundert durchgeführt. Die Burg war ab 1190 im Besitz der Grafen von Ortenburg. 1301 gelangte sie als Lehen des Konrad Schrankbaumer an die Kärntner Herzöge. In der Folge sollte es noch zahlreiche Besitzerwechsel geben. Trotz der häufigen Wechsel wurde Burg Mannsberg ab dem 15. Jahrhundert baulich kaum verändert. Maximilian Stingl erwarb die Burg 1993 von einer italienischen Unternehmerfamilie.
Quelle: Wikipedia

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren