Obmann-DebatteKärntner ÖVP könnte Schuschnig zurückholen

Vor der Wahl von der Liste geflogen, könnte Sebastian Schuschnig jetzt ein Comeback feiern. Er ist gut mit Kanzler Sebastian Kurz befreundet.

Schuschnig 2014 beim Parteitag der Jungen ÖVP mit Kurz
Schuschnig 2014 beim Parteitag der Jungen ÖVP mit Kurz © APA/Gert Eggenberger
 

Einige in der Kärntner ÖVP meinen ja: „Sebastian Schuschnig ist kein Sebastian Kurz.“ Als große Zukunftshoffnung gilt bzw. galt der frühere Chef der Jungen ÖVP dennoch. Als Vertreter von Landesrat Christian Benger nahm Schuschnig in den letzten Jahren an einigen Regierungssitzungen teil und profilierte sich. Trotzdem – oder gerade deshalb – flog er im Dezember von der Landesliste für die Landtagswahl. Jetzt könnte Schuschnig, so hört man aus der Bundespartei, ein Comeback feiern. Bundeskanzler Kurz soll in seinem guten Freund eine Option für die Nachfolge von Landeschef Benger sehen, dem der Parteivorstand aber vorerst noch das Vertrauen aussprach.

„Wenn man der Meinung ist, mich zu brauchen, werde ich mir das anhören“, sagt Schuschnig zu den Gerüchten. Jedenfalls habe er „immer noch ein exzellentes Einverständnis mit dem Bundesparteiobmann“. Klar sei, dass die Wahl in Kärnten „nicht so ausgegangen ist, wie erwartet“. Schuschnig kann sich die Arbeit in der Landesregierung gut vorstellen. Da er auf keiner Liste stand, darf er nicht in den Landtag einziehen. Mit Benger und Gabriel Obernosterer sei man in den Verhandlungen gut aufgestellt, meint Schuschnig. Die Obmann-Frage könne beim Parteitag im Sommer geklärt werden. Er selbst glaube nicht, dass er infrage kommt. Es gebe andere Kandidaten. Auch Elisabeth Köstinger soll weiter ein Thema sein.

Im Unterschied zu Kurz hat Schuschnig sein Jus-Studium abgeschlossen. Er ist jetzt Rechtsanwaltsanwärter in der Kanzlei von Astrid Wutte-Lang. Sie war die Verteidigerin von Ex-ÖVP-Chef Josef Martinz in der Causa Birnbacher.

Kommentare (5)

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CuiBono
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Zu große Altlasten

und miserable Performance - das ist die Kärntner ÖVP in den letzten zwei Jahrzehnten.

Die einzige Ausnahme war Obernosterer, der nach dem großen Crash in mühsamer Kleinarbeit den ganzen Schutt und Sauhaufen aufgeräumt hat und dem dann der "importierte" Benger vor die Nase gesetzt wurde.

Von Obernosterer kann man nicht verlangen, dass er auch nur einen Finger krumm macht, um der aktuellen verlogenen kärntner schwarzen - t'schuldigung türkisen - Nomenklatura was Gutes zu tun.
Wer von den Jungen auch nur irgend einen Realitätssinn und Rückgrat behalten hat, ist weg aus diesem Land.

Zukünftig einstellig - ist die Devise.

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orbil
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Die ÖVP-Kärnten könnte es ja mit einem Stofftier


als Obmann versuchen. Vielleicht ein kuscheliges Murmeltier?

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CuiBono
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@orbil

NEIN!
Finger weg.

Kuschelige Murmeltiere "gehören" den unvergessenen Mühldorfer Brüdern und ihrer Entourage.

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Rundblick
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ÖVP - Wie gewinnt man Wahlen!

Wie lange wird den die ÖVP nach benötigen um zu kapieren, daß NUR mit den RICHTIGEN PERSÖNLICHKEITEN, Wahlen gewonnen werden können. NÖ - TIROL usw. Die Programme sind zweitrangig, die kann man beliebig interpretieren! NICHT die ÖVP als PARTEI ist unwählbar geworden, sondern die Repräsentanten der Partei. Natürlich, wenn man nicht die geeigneten Persönlichkeiten bekommt, muss man mit Verlusten rechnen!

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Man könnte ja Dörfler nehmen.

Der hat schon mal mehr geschafft.

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