Velden, KlagenfurtNach Anzeigen bei Schulball plant Bildungsdirektor runden Tisch

28 Anzeigen hagelte es am Rande eines Schulballs in Velden. Veranstalter selbst handelte vorbildhaft, aber vor der Türe schlugen Jugendliche über die Stränge. Jetzt reagierte Rudolf Altersberger.

Schon mehrmals kam es am Rande von Ballveranstaltungen zu Lärmbelästigung, Raufereien oder Sachbeschädigungen durch betrunkene. jetzt hat die Polizei mit verstärkten Kontrollen reagiert (Archivfoto)
Schon mehrmals kam es am Rande von Ballveranstaltungen zu Lärmbelästigung, Raufereien oder Sachbeschädigungen durch betrunkene. jetzt hat die Polizei mit verstärkten Kontrollen reagiert (Archivfoto) © Kleine Zeitung/Weichselbraun
 

"Es kann nicht sein, dass im Ballsaal Polonaise getanzt wird und vor dem Veranstaltungsgebäude fließt der Alkohol in Strömen und es wird Radau geschlagen", sagt Bildungsreferent Rudolf Altersberger über die Vorfälle rund um den Ball des Klagenfurter Bachmanngymnasiums in Velden. Dort gab es Freitagabend 28 Anzeigen - großteils wegen Übertretungen nach dem Jugendschutzgesetz. Dabei hätten die Veranstalter selbst vorbildlich gehandelt, weiß Altersberger: "Ich war selbst bei der feierlichen Eröffnung, habe mich von der Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen überzeugt; gesehen, dass beim Eintritt das Alter kontrolliert wurde und entsprechende farblich markierte ,Jugenschutz-Farbbänder' am Handgelenk angebracht wurden."

Auch Michael Gasser, Kommandant der Polizeiinspektion Velden, hat schon am Samstag bestätigt, dass im Casineum die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes funktioniert habe: "Aber viele glühen vorher vor oder gehen zwischendurch hinaus, wo sie selbst mitgebrachte Spirituosen konsumieren." Laut Markus Krainz, Direktor des Bachmanngymnasiums, habe man heuer sogar auf die Sektbar verzichtet: "Und es wurde besonders viel Security eingesetzt, die extrem streng kontrolliert hat." Da einige Gäste versuchten, mit falschen farbigen Bändern in den Saal zu gelangen, wurden die Ausweise jedes Mal aufs Neue kontrolliert.

Höhepunkt des Schuljahres

Wie man dem in Zukunft Einhalt gebieten kann, will man nun beim runden Tisch erörtern. Schließlich seien Schulbälle  "Visitenkarten für die Schulen, festliche Veranstaltungen für die Ehrung und Würdigung der Maturantinnen und Maturanten und natürlich auch besonders feierliche Ereignisse für deren Eltern; sie sind der Höhepunkt eines Schuljahres, auf den man sich freut und auf den lange hin gearbeitet wird", sagt Altersberger. Und diese Freude sollten solche Exzesse am Rande von Bällen nicht trüben.

Kommentare (2)

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joe1406
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Ehrwürdige Maturanten

Was für ein Schmus. Genau so wenig als Politiker, Wirtschaftsreibende, Männer der Kirche usw. ausnahmslos ehrwürdig sind, sind es auch die Maturanten.

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rebuh
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ganz neu ist es ja nicht

das auf maturabällen -oder in deren umkreis- gesoffen wird wie sonst selten irgendwo!

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