Kärntner Landesorden Doch noch Gold für Peter Handke

Am 20. November will Landeshauptmann Peter Kaiser die geänderten Richtlinien für die Vergabe von Landesorden in die Regierungssitzung einbringen. Kärntens Kulturreferent will dann den Landesorden in Gold für Handke beantragen.

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Peter Handke in seinem Haus in Chaville bei Paris
Peter Handke in seinem Haus in Chaville bei Paris © Stefan Winkler
 

Die Meldung sorgte Ende Juli weit über Kärntens Grenzen hinaus für Erstaunen: Peter Handke, Literat von Weltrang und unter anderem immer wieder als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, sollte mit dem Kärntner Landesorden in Silber ausgezeichnet werden. Nicht nur die Begründung – „Handkes literarische Bedeutung erweist sich im gesamten deutschsprachigen Raum als einzigartig und herausragend“ – warf die Frage auf, warum der Autor aus Griffen nicht den Landesorden in Gold bekommen sollte. Der allerdings war aufgrund der Richtlinien vor allem Politikern wie Italiens Ex-Landwirtschaftsminister Giancarlo Galan oder Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach vorbehalten. Ausnahmen waren nur Franz Klammer und Udo Jürgens.

Kommentare (2)
zweigerl
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Schweigen wäre Gold gewesen

Aus Kreisen der Kärntner Landesregierung verlautet, Peter Handke dürfe sich Hoffnungen machen, die ihm verheißene „Silber“- gegen eine „Gold“ Auszeichnung eingetauscht zu bekommen. Die Meldung, dass dem mit internationalen Literaturpreisen Überschütteten ein Landesorden in „Gold“ überreicht wird, wäre im Grunde genommen eine Nullmeldung. Wäre da nicht das Ur-Peinliche dieser Provinzposse, zu der Handke selbst eisern schweigt. Er weiß wohl auch selbst, dass seine Prosaetüden Insiderliteratur sind, die bestenfalls einen „Silber“-Orden verdienen. "Gold" geht in Kärnten an den Erfinder einer „160 km/h-Autobahnteststrecke“.
So weit das Symbolische in dieser Provinzposse. Das Tragische ist die Wiederholung des „Hypo“-Desasters auf der Ebene der Farce. Sie lehrt uns, dass Politiker, die nicht wirtschaften können, auch nichts von Kunst und Literatur verstehen.

GordonKelz
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EVALUIERUNG......

.....so schnell kann es gehen ,wenn man eine Änderung auch will......
Warum geht es bei der Verordnung aus dem Jahr 1797 !!!!! das die Bürgermeister
Österreichs zu obersten Totenbeschauern erklärte ,nicht so schnell oder besser gesagt ,gar nicht ....nach über 200 Jahren wurde dieses Gesetz in Klgft. schlagend und die Bürger bezahlen auch für im LKH
Verstorbene eine Totenbeschaugebühr,ohne jegliche Leistung der Behörde !??
Gordon Kelz