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KärntenFünf Pflegeheime in Kärnten vor dem Verkauf

Unternehmer Stephan Wagner soll seine Pflege- und Gesundheitseinrichtungen verkaufen. In Kärnten wären fünf Pflegeheime und vier Kurhotels betroffen.

Agathenhof
Vom Verkauf der Wagner-Gruppe wäre auch der Agathenhof betroffen © Gebeneter
 

Die Spekulationen über einen Eigentümerwechsel soll es seit Längerem geben, diese Woche sollen Fakten geschaffen werden. Wie die Kleine Zeitung gestern erfuhr, will der Salzburger Unternehmer DDr. Stephan Wagner, der österreichweit eine Reihe von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen mit rund 1800 Mitarbeitern betreibt, seine Unternehmensgruppe verkaufen. Dazu zählen Pflegeheime, Kurhotels, Alltagseinrichtungen für Senioren und Behinderte sowie Rehakliniken in der Steiermark, in Salzburg, Kärnten, Ober- und Niederösterreich. Wagner agiert als Eigentümer- und geschäftsführender Gesellschafter.

Stephan Wagner Foto © Eggenberger

Einrichtungen in Kärnten

In Kärnten ist Stephan Wagner, der sehr gute Kontakte zur ehemaligen FPÖ-Riege mit den Brüdern Kurt und Uwe Scheuch, Christian Ragger und Gerhard Dörfler hatte, stark präsent. Er betreibt fünf Pflegeheime in Afritz, Frantschach-St. Gertraud, Klagenfurt-Kreuzbergl, Mühldorf und Lurnfeld, ebenso die Kurhotels in Weissenbach, Weißbriach, Bad St. Leonhard und Agathenhof sowie fünf Tageseinrichtungen für alte wie behinderte Menschen.

Die Fakten

DDr. Stephan Wagner (54) ist gebürtiger Oberösterreicher. Der Jurist ist geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe „Dr. Dr. Wagner Gesundheit & Pflege“ mit rund 1800 Mitarbeitern.
Die Unternehmensgruppe hat Kurhotels in Kärnten (Weissenbach, Weißbriach, Bad St. Leonhard, Agathenhof), Niederösterreich (Salzerbad), Oberösterreich (Neydharting), Steiermark (Oberzeiring, Heilbrunn) und Salzburg (St. Josef), betreibt Pflegeheime, Tagesstätten und Reha-Kliniken.

Neue Strategien

Führende Mitarbeiter in den Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sollen gestern vom bevorstehenden Eingentümerwechsel informiert worden sein, ist zu hören. An wen verkauft wird und welche Gründe es dafür gibt, darüber herrscht noch Stillschweigen. Josef Kalina bestätigte als Sprecher der Wagnergruppe, dass es Gespräche „über neue Strategien gibt. Es ist aber noch nichts abgeschlossen.“ Nähere Details soll es bereits in wenigen Tagen geben, so Kalina.

Reibungsloser Übergang

In der Sozialabteilung der Landesregierung wusste man gestern nichts vom Verkauf der Wagner-Gruppe, die im Segment der privaten Pflegeheimbetreiber in Kärnten zu den größeren Betreibern zählt. Immerhin ist es das Land, das die Verträge mit den Pflegeheimbetreibern abschließt und die Sockelbeträge je Heimbett bezahlt.  

Landeshauptmannstellvertreterin Beate Prettner (SPÖ) sagt: „Es wird viel geredet. An mich ist niemand mit konkreten Verkaufs- oder Kaufabsichten herangetreten.“ Prettner weist darauf hin, dass in letzter Zeit mehrere Pflegeheime den Betreiber gewechselt haben (Cursana Warmbad ging an SeneCura, die Julienhöhe wird jetzt von der AHA-Gruppe betrieben). Ein neuer Betreiber müsse beim Land um eine neue Bewilligung ansuchen, wird das grundsätzliche Prozedere skizziert. „Für einen seriösen Betreiber gibt es die Bewilligung. Denn das Land hat Interesse, dass die Menschen in Pflegeheimen mit bester Qualität versorgt werden.“ Wichtig sei „ein reibungsloser Übergang“.

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pekavau
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