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Schönegger und Zafoschnig Landesholding-Chefs

Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding bestellt außerdem Sandra Venus und Sabrina Schütz-Oberländer auf ein Jahr zu KWF-Geschäftsführerinnen.Von Adolf Winkler.

© Weichselbraun
 

Hans Schönegger und Ulrich Zafoschnig sind die neuen Vorstände der Kärntner Landesholding. Der Aufsichtsrat hat sie Dienstag auf fünf Jahre bestellt. Wie schon vorher gemutmaßt, wurden außerdem für den Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) die bisherige Teamleiterin Sandra Venus und die Chefin der Entwicklungsagentur Kärnten, Sabrina Schütz-Oberländer, auf ein Jahr befristet zu Geschäftsführerinnen bestellt. Dazu muss noch das KWF-Kuratorium die Zustimmung erteilen. Die KWF-Chefinnen und Schönegger wurden einstimmig gewählt, Zafoschnig mehrheitlich mit den Stimmen der Freiheitlichen und des Aufsichtsratschefs Werner Wutscher (ÖVP). "Wir geben mit dem Team Kontinuität, ich bin aber nicht ganz zufrieden", sagte Wutscher nach der Sitzung. Bekanntlich bestand der Plan, die Holding- und KWF-Chefposten von nur zwei Leuten aus einer Hand zu führen. Dazu wurde am Montag bis Mitternacht verhandelt. Es gab aber keine Parteieneinigung, das Holding- und KWF-Gesetz vor der Wahl noch entsprechend abzuändern. Die Befristung der KWF-Chefinnen soll der neuen Landesregierung die Möglichkeiten der Zusammenführung schaffen.

Bis dahin tummeln sich die Landesmanager in der Holding. Die - nicht rechtskräftig - verurteilten Ex-Vorstände Gert Xander und Hans-Jörg Megymorez "bleiben nach wie vor Dienstnehmer der Landesholding", so Wutscher. "Und zwar so lange, wie die neuen Vorstände sie zur Abarbeitung problematischer Themen brauchen."

Hohe Prozessrisiken

Dazu gehört die Bewertung der beträchtlichen Prozessrisiken aus rund zehn Gerichtsverfahren, die vom Hypo-Verkauf an die BayernLB bei der Landesholding anliegen. Seitens der Landesaufsicht hat gestern Horst Felsner im Aufsichtsrat festgestellt, dass die Landesholding beim Schlagendwerden solcher Risiken notfalls auf das Vermögen des mit 500 Millionen Euro befüllten Zukunftsfonds zurückgreifen kann. Anderenfalls hätte man für den Ernstfall sogar Konkursszenarien in Betracht ziehen müssen.

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