Es hätte ein schöner Ausflug mit dem Tretboot am Klopeiner See werden sollen – doch für einen jungen Slowenen kam damals jede Hilfe zu spät. Das Boot kenterte, er ertrank. Solche oder so ähnliche Fälle zeigen nur zu gut, welche Gefahr vom Wasser ausgehen kann und wie viel Kraft dahintersteckt. „Wasser darf man auf keinen Fall unterschätzen, Fließgewässer nicht, aber auch stehende Gewässer nicht“, sagt Benedikt Babic, Fließ- und Wildwasserretter in Wolfsberg sowie zuständiger Referent für den Raum Unterkärnten, der jetzt erstmals mit der Einsatzstelle Wolfsberg ein offizielles Neujahrsschwimmen in der Lavant veranstaltet.
Ziel der Veranstaltung am Montag ist es, eben jener Menschen zu gedenken, die im Wasser ihr Leben lassen mussten. „Aus diesem Grund veranstalten wir auch einen Fackelzug in der Lavant. Die Einsatzkräfte werden mit den Fackeln von der Hammerbrücke bis etwa zum Trattlpark schwimmen. Gleichzeitig dient das Neujahrsschwimmen aber auch dazu, mit uns in Kontakt zu treten und Fragen zu stellen“, sagt der gebürtige Lavanttaler.
Bei der Veranstaltung werden rund zehn ausgebildete Rettungsschwimmer aus dem Raum Unterkärnten erwartet – von den Wasserrettung-Einsatzstellen Wolfsberg, St. Andrä und Klopein im Nachbarbezirk Völkermarkt. Zuschauer sind recht herzlich eingeladen.

Informationen einholen

Bei der Veranstaltung können sich Interessierte aber auch über die Fließ- und Wildwasserretter-Ausbildung informieren. Für die Region Unterkärnten stehen rund 30 ausgebildete Fließ- und Wildwasserretter zur Verfügung. Die Ausbildung ist umfangreich: Zuerst absolviert man den Helferschein (ab 13 Jahren), dann den Rettungsschwimmerkurs (ab 16 Jahren) und mit 18 Jahren kann man sich dann in den Spezialgebieten, wie eben Fließ- oder Wildwasser, ausbilden lassen. Der Fließwasserretterkurs dauert zwei bis drei Tage, der Wildwasserkurs noch einmal drei bis vier Tage. „Wir sind aber stets auf der Suche nach engagierten Jugendlichen, die das gerne ehrenamtlich machen wollen“, sagt Babic. Denn gerade im Bereich des Fließwassers ist das Lavanttal prädestiniert: Immerhin finden hier kärntenweit alle Fließwasserausbildungen statt. „Weil sich die Lavant sehr gut dafür eignet“, erklärt Babic, der zum Glück mit seinen Einsatzkräften hier im Tal nicht sehr häufig ausrücken muss. Dennoch kommen die Retter in ganz Kärnten zum Einsatz – insgesamt acht Mal ist die Einsatzstelle Wolfsberg vergangenes Jahr zu Hilfe gerufen worden.