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Mit Stromstößen betäubt Seltene Fische in Australien vor Feuerfolgen gerettet

Wissenschafter der Universität Canberra holten vergangenen Monat 142 Tiere aus einem Strom im Kosciuszko Nationalpark, noch während es dort brannte. Vorher mussten die Fische betäubt werden.

Galaxias tantangara © Codman at en.wikipedia
 

Extrem seltene Fische sind in Australien mit Stromstößen betäubt und aus einem Feuergebiet gerettet worden. Das soll die etwa fingergroßen Süßwasserfische mit dem lateinischen Namen Galaxias tantangara vor dem möglichen Aussterben bewahren. Wissenschafter der Universität Canberra holten vergangenen Monat 142 Tiere aus einem Strom im Kosciuszko Nationalpark, noch während es dort brannte.

Elektrostöße

Die Fische, die bisher nur in einem drei Kilometer langen Flussabschnitt nachgewiesen wurden, bekamen dafür zur Betäubung Elektrostöße. Der Bestand war bereits vor den Feuern stark geschrumpft. Als in Australien vor etwa 100 Jahren Forellen zum Freizeit-Angeln eingeführt wurden, verschwanden dadurch laut Forschungen bereits 98 Prozent von Galaxias tantangara. Es soll nur noch um die 2.000 erwachsene Exemplare geben.

Fische überleben die Flammen, schlimmer ist für sie der Regen danach, der halbverbrannte Blätter ins Wasser spült, die im Wasser zerfallen und den Sauerstoff entziehen, wie der Ökologe Mark Lintermans erklärte. Nun sind die sogenannten Galaxien in einer Fischzucht-Station gesichert. "Das beste Szenario ist, dass wir sie in vier bis fünf Monaten wieder aussetzen können, schlimmstenfalls behalten wir sie und lernen, wie man sie züchtet", sagte Lintermans.

In Australien toben seit Monaten schwere Buschfeuer, besonders im Südosten des Kontinents. Nach wissenschaftlichen Schätzungen kam mehr als eine Milliarde Tiere dabei ums Leben.

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