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Rechtslage in Österreich?Nicht für Tiere bremsen: Influencerin unter Beschuss

Die russische Influencerin Valeria Lyubarskaya hat mit einem ungewöhnlichen Aufruf von sich reden gemacht. Wie sieht die rechtliche Lage in Österreich aus?

Die russische Influencerin Valeria Lyubarskaya sorgte mit ihrer Aufforderung, streunende Tiere zu überfahren für einen Shitstorm © Instagram/lyubarskaya
 

Die russische Influencerin Valeria Lyubarskaya hat mit der Aufforderung, nicht für streunende Tiere im Straßenverkehr zu bremsen, für viel Aufregung gesorgt. Ihr Freund hatte für einen Hund, der über die Straße lief, eine Vollbremsung hingelegt. "Wir fuhren so dahin, als plötzlich ein blöder Hund auf die Straße rannte", wird Lyubarskaya von Unilad zitiert. "Mein Freund hat falsch reagiert und voll abgebremst. Der Hund kam heil davon", heißt es in dem Bericht weiter.

"Nicht bremsen!"

In einem Aufruf appelliert sie an alle Fahrer, vor allem, wenn viele Autos auf der Straße sind "einfach drüberzufahren". Das Leben eines streunenden Tieres sei nicht so viel wert, wie das Leben eines Menschen.

Die Aufforderung löste unter den Tierliebhabern einen Shitstorm aus. Andere wiederum gaben der Bloggerin recht.

Lyubarskaya hat rund 1,3 Millionen Follower auf YouTube und 870.000 Follower auf Instagram.

Wie sieht die rechtliche Lage in Österreich aus?

Die österreichische Straßenverkehrsordnung besagt, dass ein Lenker nicht jäh und überraschend für die anderen Verkehrsteilnehmer abbremsen darf. Für Tiere zu bremsen kann laut ÖAMTC im Falle eines Auffahrunfalles zu einer Mitschuld des bremsenden Fahrers führen.

"Ist aufgrund der Größe des Tieres eine Vollbremsung für den Nachfolgeverkehr gefährlicher als ein Zusammenstoß mit dem Tier- etwa bei Kleintieren wie Wildvögeln, Hasen und Eichhörnchen -, muss man laut Rechtsprechung bei einem Auffahrunfall einen Teil des Schadens selbst übernehmen. Und zwar auch dann, wenn der nachfolgende Fahrer zu wenig Abstand gehalten hat", erfährt man auf der Seite des ÖAMTC.

 

 

Kommentare (4)

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gerbur
2
8
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Danke - gut zu wissen!

ich werde zwar weiterhin auch für einen über die Strasse hoppelnden Hasen bremsen, als Grund für die Vollbremsung aber angeben ein Reh oder einen Rehbock gesehen zu haben. Den Richter schau ich mir an, der sich traut mir dann noch eine Mitschuld am Unfall zu geben.

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Ifrogmi
2
8
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ab heute ...

... bremse ich für influencerinnen nicht mehr.
im übrigen: wenn der tro**el hinter mir nicht den vorgeschriebenen mindestabstand einhält kanjn mir wohl kein gericht der welt eine mitschuld umhängen.

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plolin
9
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Sie wird schon sehen, was sie davon hat.

Alles kommt im Leben irgendwann zurück. Viel Spaß dann!

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ugglan
12
35
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Im

Land der Pelzmäntelträger wundert mich das überhaupt
nicht!

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