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Ermittlungen im InnviertelZüchter soll kranke Ziegen verkauft haben

Mann soll Ohrmarken ausgetauscht und mehreren Bauern den Kaufpreis nicht bezahlt haben. Eine hochinfektiöse Krankheit wurde zudem verschwiegen.

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Sujetbild © (c) dpa/dpaweb (Kay Nietfeld)
 

Die Polizei hat nach einer Anzeige gegen einen Innviertler Züchter wegen schweren Betrugs ermittelt. Er soll bewusst Ziegen mit einer hochinfektiösen Krankheit an zwei Landwirte verkauft und mehreren Bauern den vereinbarten Kaufpreis für ihre Tiere nicht bezahlt haben, berichtete die "Kronen Zeitung" in ihrer Sonntags-Ausgabe. Die Staatsanwaltschaft Linz bestätigte der APA das laufende Verfahren.

"Es ist eine anonyme Anzeige eingelangt, wir haben die Polizei mit Ermittlungen beauftragt und nun gibt es einen Abschlussbericht", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Philip Christl zur APA. Die nächsten Schritte müssten erst geprüft werden. Es sei noch unklar, ob das Verfahren eingestellt wird, Anklage erhoben wird oder es noch weitere Ermittlungen wie ein Gutachten oder Zeugen brauchen.

Laut "Kronen Zeitung" sollen die Betriebe der betroffenen Landwirte nach dem Kauf der Ziegen verseucht gewesen sein. Ein Betroffener bestellte bei dem Züchter 100 Milchziegen, die Beulen am Hals aufgewiesen hätten. Der Züchter behauptete, dass diese auf Impfungen zurückzuführen seien. Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass die Tiere an der hochinfektiösen Krankheit Pseudotuberkulose leiden. Außerdem habe der Landwirt die nötigen Zuchtpapiere aus den Niederlanden nicht erhalten.

Im zweiten Fall soll der Verdächtige die Einfuhrbestimmungen umgangen haben indem er bei den niederländischen Ziegen die Ohrmarken ausgetauscht hat und durch österreichische ersetzt hat. Außerdem soll er beim Kauf von Zuchtziegen gar nicht oder nicht den vollen Preis bezahlt haben.

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