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Bestände gefährdetFangverbot für Dorsch in der Ostsee

Die EU sah sich zu dem Verbot gezwungen, um eine "Sofortmaßnahme" zur Rettung des Bestandes zu beschließen. Neben der Überfischung sind die Dorsche auch von Parasiten und Umwelteinflüssen bedroht.

© (c) dapd (Yves Logghe)
 

Gewerbliche Fischer dürfen ab sofort keinen Dorsch mehr in der östlichen Ostsee fangen. Die EU-Kommission erließ am Dienstag ein Verbot bis Ende des Jahres. Damit will sie den angeschlagenen Bestand vor einem "drohenden Zusammenbruch" bewahren. Ein solcher hätte katastrophale Auswirkungen auf die Existenz vieler Fischer und Küstengemeinden im Ostseeraum, betonte Fischereikommissar Karmenu Vella.

"Wir müssen rasch handeln, um den Bestand zum Wohl der Fische und im Interesse der Fischer wieder aufzufüllen", sagte die Politikerin. Die Kommission verwies auf Wissenschaftskreise: Demnach ist der Dorschbestand nicht nur wegen der Fischerei bedroht, sondern auch wegen eines zu niedrigen Salzgehalts, hoher Wassertemperaturen und zu wenig Sauerstoff sowie Parasitenbefall. Wissenschafter hatten ein komplettes Fangverbot gefordert.

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