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"Mops-Affäre" könnte Fall für Justiz werden

Die Käuferin der Hündin verklagt die westfälische Stadt Ahlen.

Sujetbild © EPA
 

Das Schicksal der gepfändeten und über eBay verkauften deutschen Mops-Dame "Edda" ist international in den Schlagzeilen - nun könnte es zum Fall für die Justiz werden. Die Käuferin der Hündin verklagt die westfälische Stadt Ahlen. "Mein Anwalt hat die Klage an Weiberfastnacht rausgeschickt", sagte Michaela Jordan (52) am Montag. Sie will den Kaufpreis und die Tierarztkosten erstattet bekommen.

Zudem habe sie Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Stadt gestellt, schilderte die Polizeibeamtin aus Wülfrath bei Wuppertal: "Ich bin entsetzt und fassungslos über das Vorgehen der Stadt."

Hund gepfändet

Mops "Edda" war nach Angaben der Stadt aus einer Familie in Ahlen gepfändet worden, da diese hohe Schulden bei der Kommune habe. Der Erlös sei in die Stadtkasse geflossen. Jordan sagte, sie habe das Tier Anfang Dezember um 690 Euro gekauft. Der Mops - den sie in "Wilma" umtaufte - sei als gesund, geimpft, entwurmt, ärztlich untersucht und "mit Stammbaum" angepriesen worden. "Das war alles gelogen", sagt sie. Die Hündin sei nicht untersucht, nicht geimpft, voller ansteckender Würmer gewesen und hätte ohne Operationen wohl ihr Augenlicht auf einer Seite verloren, sagte die neue Besitzerin.

Auf ein Angebot, Pfändung und Verkauf rückabzuwickeln, würde sie nicht eingehen. Dieses Angebot ist in einer Mitteilung auf der Homepage der Stadt nachzulesen, die am Rosenmontag dazu aber nicht erreichbar war. Der Fall hatte der Stadt massive Kritik eingebracht.

 

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