ErnährungArtgerechtes für den Hund

Die Grazer Tierärztin Eva Fürnschuß gab in Kapfenberg einen Einblick in die Grundlagen des Barfen, der Tierfütterung mit Rohfleisch.

Gekochte Maroni lassen Hundeherzen höher schlagen
Gekochte Maroni lassen Hundeherzen höher schlagen © Martina Pachernegg
 

Futter muss artgerecht sein. Das ist das A und O beim Barfen“, sagt Eva Fürnschuß zu Beginn ihres Vortrags in Kapfenberg. Die ganzheitliche Tierärztin hat in Kanada das Barfen, die Fütterung von Tieren mit rohem Fleisch, Gemüse, Obste, Ölen und anderen Zusatzstoffen, für sich entdeckt. „Essen ist lebensnotwendig. Damit sollen wir uns alle auseinandersetzen“, erklärt Fürnschuß. Organisiert wurde der Vortrag von Martina Zeiss, die in Kapfenberg ein Geschäft für Tiernahrung führt. „Barfen beschäftigt die Leute sehr. Deshalb habe ich eine Fachfrau eingeladen“, so Zeiss.

Grundlegend für das Barfen nach Auffassung von Fürnschuß ist, dass rohes Fleisch leichter zu verdauen ist. „Trockenfutter fällt in dieser Art der Ernährung völlig durch den Rost und wird gar nicht verabreicht. Der Hund ist ein Beutetier- und Aasfresser. Das heißt, er verschlingt seine Beute mit Haut und Haaren“, mahnt Fürnschuß.

Tierärztin Eva Fürnschuß (links) und Martina Zeiss
Tierärztin Eva Fürnschuß (links) und Martina Zeiss Foto © Martina Pachernegg

Bei der Barf-Ernährung muss darauf geachtet werden, dass nicht nur Fleisch verabreicht wird und alle Bestandteile im richtigen Verhältnis beigemengt werden. „Ein erwachsener Hund bekommt zwei Prozent seines Körpergewichts an Futter. Ein Drittel davon sind Gemüse, zwei Drittel Fleisch und dann kommen noch Öle dazu“, erklärt Fürnschuß. Innereien, Knochen, Obst und Beeren gehören für die Tierärztin zum Barfen wie die Heilerde.

Beim Verabreichen von Gemüse hat sie eine Erfahrung gemacht: „Das Gemüse darf ruhig zu Tode gekocht sein und dann sollte man es noch pürieren, bevor man es unters Muskelfleisch gibt.“ Einen Tipp in Sachen Leckerlis hat Fürnschuß auch noch parat. „Gekochte Maroni sind bei Hunden sehr begehrt. Sie erinnern nämlich an Fleisch“, schmunzelt sie.

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