Mission geglücktRaumsonde "Hayabusa2" wieder auf der Erde gelandet

Die japanische Raumsonde "Hayabusa2" hat ihre Mission zum Asteroiden Ryugu erfolgreich beendet und eine Probenkapsel zur Erde geschickt.

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© AP
 

Ein Hubschrauber habe den kleinen Behälter im Landegebiet, der Wüste des Woomera-Testgeländes für Luft- und Raumfahrt im Süden Australiens, gefunden, gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Sonntag in der Früh bekannt. Forscher erwarten in dem Behältnis 4,6 Milliarden Jahre altes Material, das aus der Frühzeit des Sonnensystems stammt.

Nach der Bergung wird die Kapsel zunächst auf ihren Zustand untersucht. Anschließend werden die Proben in der noch verschlossenen Landekapsel im Flugzeug nach Japan gebracht, wo sie in ein Labor des Jaxa-Forschungszentrums ISAS (Institute of Space and Astronautical Science) im nahe Tokio gelegenen Sagamihara überführt werden. Erst dort wird die Kapsel mit der kosmischen Fracht mit einem Roboter in einem sogenannten Reinraum-Labor in einer Vakuum-Kammer geöffnet.

Zunächst werden die einzelnen Bestandteile der Proben kuratiert und beschrieben, ehe ab Mitte 2021 mikroskopische, mineralogische und geochemische Untersuchungen beginnen sollen. Die Wissenschaftler hoffen, durch Analysen der Proben den Ursprüngen des Sonnensystems und des Lebens auf der Erde auf die Spur zu kommen. Die Proben könnten möglicherweise organisches Material enthalten, erklärte der Manager der Mission, Makoto Yoshikawa. Im Fokus stehen vor allem Aminosäuren, die die fundamentalen Bausteine des Lebens sind.

Der Asteroid Ryugu ist besonders kohlenstoffhaltig und gehört zu den erdnahen Asteroiden. Solche Asteroiden könnten bei Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten gebracht haben. Die Vorgänger-Sonde "Hayabusa" (Wanderfalke) hatte im Jahr 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht.

Der Nachfolger "Hayabusa 2" war im Dezember 2014 von Japan aus gestartet und hatte nach fast vier Jahren sein 300 Millionen Kilometer entferntes Ziel erreicht. Die Sonde landete später auf Ryugu und sammelte Proben von der Oberfläche sowie erstmals auch von einem Bereich unter der Oberfläche eines solchen Asteroiden ein. Die beiden Bodenproben vom Asteroiden wurden in getrennten Kammern in der Kapsel verstaut.

Die "Hayabusa2" trennte die Kapsel beim Vorbeiflug an der Erde ab. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre wurde die Kapsel zu einem Feuerball. Durch die Lufthülle bei großer Hitzeentwicklung von bis zu etwa 3.000 Grad Celsius wurde sie abgebremst. In einer Höhe von rund zehn Kilometern über Australien wurde dann ein Fallschirm ausgelöst, an dem die Kapsel zur Erde schwebte und dabei Funksignale abgab, anhand derer sie mit einem Hubschrauber geortet werden konnte.

Anders als die erste "Hayabusa", die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht war, setzte die "Hayabusa2" ihre Mission fort: Sie befindet sich jetzt auf dem Weg zu einem anderen erdnahen Asteroiden namens "1998KY26". Dort soll die Sonde in zehn Jahren ankommen. Bisher ist ihre Mission ein voller Erfolg gewesen.

Kommentare (2)
duerni
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Japan hat etwa 130 Millionen Einwohner ........... die EU hat im Vergleich dazu ...

etwa 440 Millionen. Schon enttäuschend, dass es die EU nicht schafft, mit Japan mitzuhalten.
Vor 70 Jahren waren die Japaner die "Kopierer" von Europäischen Produkten - heute ist es bestenfalls umgekehrt. Was kann die EU, was andere nicht können?
Diese Völkergemein-schaft, "schafft" es nicht mehr Anschluss zu finden an die Industrienationen dieser Erde.
Im Gegenteil - wir machen unsere Autoindustrie - einst Vorzeige-Industrie - auch noch kaputt.
Wir müssen ja die Welt retten - CO2 Einsparen - besonders mit Hybridautos, die statt weniger MEHR CO2 ausstoßen, weil sie einen 300 Kilo-Akku mitschleppen, nur um 50 Kilometer "elektrisch zu fahren - danach allerdings wieder mit Benzin/Diesel.
CO2 Einsparung durch 100 Prozent E-Autos in Europa beträgt maximal 4 Prozent des weltweiten CO2 Ausstoßes.

duerni
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Japan hat etwa 130 Millionen Einwohner ........... die EU hat im Vergleich dazu ...

etwa 440 Millionen. Schon enttäuschend, dass es die EU nicht schafft, mit Japan mitzuhalten.
Vor 70 Jahren waren die Japaner die "Kopierer" von Europäischen Produkten - heute ist es bestenfalls umgekehrt. Was kann die EU, was andere nicht können?
Diese Völkergemein-schaft, "schafft" es nicht mehr Anschluss zu finden an die Industrienationen dieser Erde.
Im Gegenteil - wir machen unsere Autoindustrie - einst Vorzeige-Industrie - auch noch kaputt.
Wir müssen ja die Welt retten - CO2 Einsparen - besonders mit Hybridautos, die statt weniger MEHR CO2 ausstoßen, weil sie einen 300 Kilo-Akku mitschleppen, nur um 50 Kilometer "elektrisch zu fahren - danach allerdings wieder mit Benzin/Diesel.
CO2 Einsparung durch 100 Prozent E-Autos in Europa beträgt maximal 4 Prozent des weltweiten CO2 Ausstoßes.