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Weltweite Zuschauerrekorde Baseball-Spiele in Taiwan begeistern

Weltweite Zuschauerrekorde für Geisterspiele

Taiwans Baseballer erzielen weltweit ungeahnte Zuschauerrekorde. Millionen haben ihre Spiele jetzt schon gesehen.

(c) AP (Chiang Ying-ying)

Kein Wunder: Es ist die einzige professionelle Liga, die trotz der Coronavirus-Pandemie spielt - wenn auch ohne Publikum auf den Tribünen, dafür aber live im Internet und im Fernsehen. Auf ein solches Modell mit Geisterspielen hoffen auch diverse europäische Fußallligen.

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Seit drei Wochen läuft schon die Saison der vier Baseballteams des Inselstaates im Pazifik. Auf den leeren Rängen des Stadions der Rakuten Monkeys in Taoyuan sitzen einige Zuschauer - aus Karton.

(c) APA/AFP/SAM YEH (SAM YEH)
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Ceerleader geben sich ordentlich Mühe, Stimmung zu machen. Auch Spieler und Mitarbeiter der Teams feuern die Mannschaft an.

(c) APA/AFP/ALEX LEE (ALEX LEE)

Aus Lautsprechern dröhnt Musik. Oben auf der Tribüne schlagen Roboter eines lokalen Herstellers die Fantrommeln.

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Die Freunde des Baseballs in Taiwan waren anfangs zwar frustriert, zeigen aber Verständnis. "Zumindest können wir die Spiele live verfolgen", sagt etwa der Fan Tony Huang. "Solange die Epidemie ungewiss ist, schützen diese Methoden die Spieler und die Fans."

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Taiwan hat das Virus sehr viel besser im Griff als etwa Spanien, Italien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland oder auch Österreich. Es gibt nicht einmal 450 Infektionen und bisher nur sechs Tote im knapp 24 Millionen Einwohner zählenden Inselstaat.

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Vor dem Spiel wird bei den Profis die Temperatur gemessen. Zwischen den Spielen ist es ihnen nicht erlaubt, auswärts in Restaurants zu essen oder den Zug zu nehmen. Regelmäßige medizinische Tests auf das SARS-CoV-2-Virus sind allerdings nicht vorgesehen.

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Mit den einzigen Live-Spielen findet die Liga weltweit großes Interesse. "Wir haben nicht mit soviel Aufmerksamkeit gerechnet, und die Publicity ist wirklich ein unverhoffter Vorteil", betont Sprecher Tai. Die Spiele werden im Fernsehen, über den Twitterkanal "Eleven Sports Taiwan" oder Streamingplattformen übertragen - jetzt sogar auch auf Englisch kommentiert.

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Wenn es im Stadion ruhig ist, zeigen sich beim Spiel aber unerwartet auch positive Nebeneffekte. "Jedes Geräusch, wie etwa wenn der Schläger den Ball trifft oder Bälle gefangen werden, ist klar hörbar", sagt Tai. "Normalerweise würden wir diese Geräusche nicht wahrnehmen." Die Stille hilft der Konzentration der Spieler.

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Mitarbeiter im Stadion tragen Mundschutz. Reporter müssen sich einen Tag vorher anmelden, ein Gesundheitsformular einreichen. Für Interviews gilt eineinhalb Meter Abstand.

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"Die Spieler sind natürlich nicht begeistert über die Situation", sagt Tai Ssu-sung, Sprecher der Liga, in Taipeh. "Die Unterstützung durch die Fans sowie die Atmosphäre mit echtem Publikum ist wichtig für die Moral und Begeisterung. Deswegen war es schon eine große Umstellung."

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