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Buchungsrückgänge in VenedigCoronavirus und Hochwasser werfen Schatten über Karnevalsstart

Mit einem umfangreichen Programm lockt Venedig ab heute Touristen aus der ganzen Welt mit Straßenkunst, Masken und Musik. Sorgen wegen des Coronavirus und ein beträchtlicher Besucherrückgang drücken die Stimmung. 

Der "Engelsflug" in Venedig © APA/AFP/TIZIANA FABI
 

50 Veranstaltungen, Konzerte, Aufführungen und andere Events sind im Zeitraum vom 8. bis zum 25. Februar vorgesehen, wie die Gemeinde Venedig mitteilte. Veranstaltungen sind in allen kulturellen Einrichtungen der Stadt geplant, darunter im Theater La Fenice, im Peggy Guggenheim-Museum, im Sitz der Biennale sowie im Museum für die Geschichte des 20. Jahrhunderts in Mestre auf dem Festland.

"Weltweit gibt es keinen Fasching wie in Venedig, vor allem wegen des umfangreichen Kulturprogramms", sagte Paola Mar, Kulturverantwortliche des venezianischen Gemeinderats. Die Hauptzeit des karnevalistischen Treibens bilden die zehn Tage vor dem Faschingsdienstag. Einer der traditionellen Höhepunkte des vielfältigen Programms ist der bekannte "Engelsflug", bei dem sich eine mehr oder weniger prominente Persönlichkeit - gesichert durch ein Seil - vom Glockenturm auf den Markusplatz schwingt.

Hoteliers besorgt

Die Hoteliers in Venedig sind besorgt: Nach dem Hochwasser im November beklagt der Hotelierverband AVA einen Rückgang bei den Buchungen von ca. zehn Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Wegen des Coronavirus sei vor allem die Zahl chinesischer Touristen rückgängig. Die Touristikbranche befürchte eine graue Karnevalszeit.

Trotz des umfangreichen Veranstaltungsprogramms dürfte die Lagunenstadt in der Faschingszeit nicht wie sonst ausgebucht sein. "An den Faschingstagen findet man Hotelzimmer für 50 Euro pro Nacht", sagte ein Sprecher des Hotelierverbands AVA. Lediglich 40 Prozent der Hotelzimmer seien gebucht. Mit Low-Cost- und Last-Minute-Angeboten hoffen die Hoteliers nun, letzte unentschlossene Touristen zu überzeugen, nach Venedig zu reisen.

Die venezianischen Hoteliers sind bereits seit Wochen mit einem Einkommensrückgang konfrontiert. Schon über die Weihnachts- und Silvestertage war es zu einem Touristenschwund gekommen. Nach dem außerordentlichen Hochwasser im November bleiben weiterhin viele ausländische Touristen von der Lagunenstadt fern. Am 12. November war der Pegel auf 187 Zentimeter gestiegen, den höchsten Stand seit 33 Jahren. Der Markusdom wurde überflutet und vom Salzwasser beschädigt.

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