Als erste der Schulen zog Mocidade am Samstagabend (Ortszeit) in die Paradenstraße Sambodromo in der Innenstadt ein. Der Veranstalter Rio Carnaval hatte zuvor auf seiner Webseite gemeldet, alle Eintrittskarten seien ausverkauft.

Auf den Zuschauertribünen haben etwa 70.000 Menschen Platz. Die erstplatzierte Schule Mangueira sollte am Sonntag in der Früh das glanzvolle Schlusslicht setzen. Insgesamt hatten 14 Schulen in den Paraden vom vergangenen Wochenende um den Einzug in die Gruppe der besten Sechs konkurriert.

Am Samstag hatte es tagsüber in Rio und anderen Karnevalshochburgen wie São Paulo zahlreiche Straßenkonzerte von Musik- und Tanzgruppen - den Blocos - gegeben. Am Sonntag wollten sie ein letztes Mal mit Samba, aber auch Rock und Funk aufspielen. Bei einigen Straßenkonzerten war es während der tollen Tage in verschiedenen Städten des Landes zu Zwischenfällen gekommen, ein Konzert beendete die Militärpolizei in Rio am Dienstag sogar vorzeitig und setzte dabei unter anderem Tränengas ein.

Im Karneval gab es auch dieses Jahr kritische Töne. Viele Besucher kamen zu den zahlreichen Straßenumzügen in Rio und anderswo in Regenbogenfarben und setzten damit Zeichen für sexuelle Vielfalt. Andere demonstrierten mit Plakaten oder Gesängen gegen den neuen Präsidenten Jair Bolsonaro und seinen rechten Kurs.

Im Folgenden einige Impressionen des heurigen Karnevals zum Durchklicken: