AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Bei arktischen Tieren Klimawandel führt zur verändertem Fressverhalten

Forscher untersuchten Weißwale und Ringelrobben bei Spitzbergen - diese scheinen ihre Nahrungsaufnahme mittlerweile völlig anders anzulegen.

© (c) AP (STEFFEN SCHMIDT)
 

Robben und Wale in der Arktis passen ihr Verhalten bei der Nahrungssuche an die sich durch den Klimawandel ändernden Verhältnisse in ihrem Lebensraum an. Wissenschafter am Norwegischen Polarinstitut und der Universität Tromsö werteten Daten aus zwei Jahrzehnten aus, die das Fressverhalten von Weißwalen und Ringelrobben dokumentieren.

Klimawandel hat massive Effekte

Nach der am Mittwoch in der Fachzeitschrift "Royal Society Biological Letters" veröffentlichten Studie zeigen die Tiere ein Anpassungsverhalten. Die Forscher konzentrierten sich auf die Meeresregion bei Spitzbergen nordwestlich von Norwegen. Die dortigen arktischen Gewässer sind besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Im Jahr 2006 erlebte die Region einen tiefgreifenden Umbruch bei den "Meereseis-Verhältnissen, der bis heute andauert", sagte Studienleiterin Charmain Hamilton. Sowohl Weißwale als auch Ringelrobben wurden vor 2006 markiert. Auf diese Weise konnten die Tiere umfassend beobachtet werden.

Beide Arten jagten zuvor in Meereseisgebieten, vor allem in Zonen von Meeresgletschern, also dort, wo Gletscher in den Ozean ragen. Mit der fortschreitenden Klimaerwärmung und dem Rückzug der Gletscher durch Schmelze zeigte sich der Studie zufolge, dass die Tiere auch ihr Jagdverhalten änderten. Die Forscher belegten dies mit Daten aus den Zeiträumen 1996 bis 2003 und 2010 bis 2016 für 28 Robben und für 18 Weißwale zwischen 1995 bis 2001 sowie für 16 der Tiere zwischen 2013 bis 2016.

Vor Gletschern und in Fjorden

Während beide Arten noch vor zwei Jahrzehnten etwa die Hälfte ihrer Zeit in Gewässern vor Gletschern verbrachten und dort den Polardorsch jagten, hielten sich die Ringelrobben inzwischen deutlich länger vor den Gletscherfronten auf. Weißwale seien hingegen häufiger inmitten von Fjorden anzutreffen. Möglicherweise seien die Wale nun auch auf andere Nahrung aus.

Dies wiederum könne damit zusammenhängen, dass der Klimawandel auch andere Fischarten in die nördlicheren Gewässer ziehen lasse. Die Robben dagegen seien bei ihrer üblichen Nahrung geblieben, die Jagdzeit habe sich aber stark verlängert.

Kommentare (2)

Kommentieren
Estarte
0
5
Lesenswert?

PROBLEM SCHON 2008 !!!! DRASTISCH

SEIT !! XXX JAHREN IST DAS PROBLEM BEKANNT, UND ES WIRD NICHTS GETAN ! ES WIRD SCHLIMMER: ROBBEN STERBEN AUS, WIE EISBÄREN & CO.....
Weil die Eisdecke fehlt, erfrieren und verhungern derzeit viele junge Ostsee-Ringelrobben
Hamburg - Aufgrund der geringen Eisbedeckung der Ostsee sterben in diesen Wochen hunderte Ringelrobben-Babys. „Die Situation ist dramatisch. In einigen Regionen wird vielleicht kein einziges der in den letzten Wochen geborenen Robbenbabys überleben“, so Cathrin Münster vom WWF-Ostseebüro in Stralsund. „Das Robbensterben ist ein düsterer Vorbote des Klimawandels, der die Ostsee besonders hart treffen wird.“ Es gibt derzeit 82008)schätzungsweise 7.000 bis 10.000 Ostsee-Ringelrobben. Sie stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion und sind VOM AUSSTERBEN BEDROHT !
Laut Experten handelt es sich um den eisärmsten Winter in der Ostsee seit fast 300 Jahren. Ostsee-Ringelrobben, die ihren Nachwuchs im Februar und März bekommen, sind auf das Packeis angewiesen. Dort bauen sie sich Schneehöhlen, in denen sie ihre Babys aufziehen. „Weil das Eis zu schnell schmilzt, müssen die Jungtiere ins kalte Wasser, bevor sie eine robuste Fettschicht angesetzt haben. Dort VERHUNGERN und ERFRIEREN sie QUALVOLL“..............

Antworten
Estarte
1
0
Lesenswert?

Fehler in Text :

82008) = (2008)

Antworten