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Rassismus in den USA

Todesstrafe: Urteil aufgehoben, Fall neu verhandelt

Das oberste US-Gericht hat nach fast drei Jahrzehnten das Todesurteil gegen einen Afroamerikaner aufgehoben. Die Begründung: In der Geschworenen-Jury saßen damals ausschließlich Weiße.

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Timothy Tyrone Foster war 1987 im Alter von 18 Jahren für den Mord an einer 79-jährigen Weißen schuldig gesprochen worden und sitzt seitdem in Georgia in der Todeszelle.

Die Entscheidung des Supreme Court vom Montag heißt nun für den heute 47-Jährigen, dass sein Fall neu verhandelt wird. Einblicke in die Prozessunterlagen hätten deutlich gezeigt, dass es "eine gemeinsame Anstrengung gegeben hat, schwarze Juroren aus der Jury herauszuhalten", schreibt Verfassungsrichter John G. Roberts in der Begründung. Fosters Anwalt betonte, das Schicksal seines Klienten sei ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Jedoch: "Die Entscheidung in diesem Fall wird die Diskriminierung bei der Jury-Auswahl nicht beenden."

Das Votum der obersten Richter fiel sieben zu eins. Gegen die Entscheidung stimmte der einzige afroamerikanische Verfassungsrichter, Clarence Thomas, der dem konservativen Flügel zugeordnet wird.

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