EU-KlimaprogrammIst für Diesel und Benziner in 14 Jahren Schluss?

Am heutigen Mittwoch legt die EU-Kommission das Klimaschutzprogramm "Fit for 55" vor. Die Pläne sollen die Klimaziele für 2030 erreichbar machen fast alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche erfassen, vom Heizen übers Autofahren bis hin zur Industrie und zum Reisen.

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Deutlich schärfere Emissionsregeln für neue Autos? Die EU-Pläne polarisieren © (c) Sandor Jackal - stock.adobe.com
 

"Fit for 55" - Was ein bisschen klingt wie ein Gymnastikprogramm für Frühpensionisten, ist in Wahrheit ein umweltpolitisches Paket von bisher nicht dagewesener Tragweite. Die EU-Kommission präsentiert am heutigen Mittwoch jenen Plan, der gewährleisten soll, dass die Union das verschärfte Klimaziel erreicht, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent unter das Niveau von 1990 zu drücken. Auf der Agenda steht ein Kraftakt, der Auswirkungen auf die meisten Lebens- und Wirtschaftsbereiche haben dürfte.

Worum geht es im Kern? Auf Basis der 2015 in Paris verabschiedeten Klimaziele, wonach die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzt bleiben soll, hat sich die EU auf einen "Green Deal" geeinigt, der beinhaltet, dass der Kontinent bis 2050 klimaneutral werden soll. Die Unionsstaaten sollen zur Jahrhundertmitte also nur noch so viel Treibhausgas ausstoßen, wie durch die Biosphäre wieder aufgenommen werden kann. Realistischerweise erreichbar wird dieses Ziel allerdings nur, wenn auch die für das Jahr 2030 fixierten Zwischenziele nachgeschärft werden. Diese hatten ursprünglich vorgesehen, die europäischen Emissionen um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu bringen. Im heurigen Frühjahr haben EU-Kommission, EU-Parlament und Staaten die Erhöhung auf minus 55 Prozent fixiert. Bislang (Stand: 2018) hält die EU im Vergleich mit dem Jahr 1990 bei einer Reduktion von rund 21 Prozent, muss binnen eines Jahrzehnts noch um weitere 29 Prozentpunkte nachlegen. Das nun anstehende Paket soll vorzeichnen, wie diese Herkulesaufgabe nach den Vorstellungen der Kommission gelingen soll.

Einzelheiten über die Inhalte des "Fit for 55"-Programms sind bislang nur sporadisch durchgesickert, klar ist anhand der Diskussionen im Vorfeld aber, dass das Paket an einigen bisherigen Tabus rütteln wird. Die gesamte Energie-, Mobilitäts- und Steuergesetzgebung der Union soll auf die neuen Ziele ausgerichtet werden, zwölf Einzelgesetze stehen auf der Agenda. Ein zähes Ringen zwischen Kommission, Parlament und Staaten ist damit für die folgenden Monate garantiert.

Verbrennern geht es an den Kragen

Intensiv diskutiert wird seit Monaten die Frage, wie künftig mit Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotoren umgegangen werden soll. EU-Klimakommissar Frans Timmermans wird dem Vernehmen nach kein Verbot vorschlagen, doch die stattdessen geplante Regelung käme einem solchen früher oder später gleich. So soll die derzeit gültige Auflage, wonach die Pkw-Emissionen im Durchschnitt der europäischen Neuwagenflotte maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer betragen dürfen, bis 2030 um 50 bis 60 Prozent verschärft werden. Bisher vereinbart war bis 2030 nur eine Verschärfung um 37,5 Prozent. Ab 2035 könnten es sogar 100 Prozent sein, was ein Aus für konventionelle Neuwagen bedeuten würde. Österreichs Autozulieferer kritisieren die geplante Regelung, die Rahmenbedingungen schaffe, die keiner wolle, so der Vorsitzende der Arge Automotive Zulieferindustrie Dietmar Schäfer.

CO2 Autos Klimaziele EU
Foto © APA/dpa/Julian Stratenschulte

Am anderen Ende der europäischen Pkw-Flotte, bei den Elektroautos, will die Kommission ebenfalls handeln. Bereits bekannt ist das Ziel, wonach bis 2025 entlang der wichtigsten europäischen Schnellstraßen mindestens alle 60 Kilometer eine leistungsstarke Ladestation stehen soll.

Heizen mit Öl soll teurer werden

Foto © AP

In Diskussion ist zudem, das Emissionshandelssystem, dem bisher vornehmlich die europäische Industrie unterworfen ist (siehe Kapitel Industrie weiter unten), auch auf fossile Kraft- und Brennstoffe auszudehnen. Heizen und Autofahren auf Erdölbasis bekäme dann je ausgestoßener Menge CO2 einen Preis, der über die reinen Energiekosten hinausgeht, sprich: Sprit und Heizöl würden sich verteuern. Deutschland beschreitet mit einer eigenen CO2-Steuer auf Kraft- und Brennstoffe seit heuer bereits einen ähnlichen Weg. Der Preis beim Nachbarn liegt pro Tonne CO2 derzeit bei 25 Euro und soll bis 2025 auf 55 Euro ansteigen. Das Ziel solcher Maßnahmen: Wärmedämmung und sparsamere Autos sollen attraktiver werden. Das Problem dabei: Ärmere Bevölkerungsgruppen werden besonders hart getroffen, wenn es keinen sozialen Ausgleich gibt.

Sozialfonds soll Härten abfedern

Sujet Konkurs Kein Geld arm Armut Pleite Brieftasche Weihnachten Jänner 2018
Foto © Markus Traussnig

Ein solcher Sozialausgleich für teurere fossile Brennstoffe ist im EU-Klimaprogramm schon aus dem Grund vorgesehen, um Unruhen wie einst bei der Gelbwesten-Bewegung in Frankreich zu vermeiden. Die Hälfte der Einnahmen aus dem Emissionshandel für Verkehr und Gebäude soll demnach in einen Sozialfonds fließen, über den die Staaten die Gelder an ärmere Gruppen rückverteilen sollen. Die Zusatzkosten für Pendler etwa würden auf diese Weise abgefedert.

Kerosin soll nicht mehr steuerfrei sein

Foto © Clarisse - Fotolia

Auch das Reisen per Flugzeug dürfte sich in den kommenden Jahren verteuern. Anders als andere Kraftstoffe wie Benzin und Diesel ist das Flugzeug-Kerosin in Europa nämlich steuerfrei, während auch die Bahn Umweltabgaben leisten muss. Die EU will diese Ungleichbehandlung abstellen und ab 2023 einen schrittweise steigenden Mindeststeuersatz für Kerosin vorschlagen. Die Luftfahrt soll so näher in Richtung Kostenwahrheit gebracht werden. Betroffen wären Flüge innerhalb Europas. Europäische Airlines kritisieren den Plan und orten eine Benachteiligung gegenüber internationalen Mitbewerbern.

Ebenfalls in Diskussion: Eine fixe Beimischungsquote von (bislang deutlich teurerem) Biokerosin und eine Nachjustierung bei den bislang großzügigen Gratiszuteilungen von Emissionsrechten für Airlines.

Industrie bekommt schärfere Vorgaben

ARCHIVBILD/THEMENBILD: VOESTALPINE / STAHLPRODUKTION / HOCHOFEN
Foto © APA/HANS KLAUS TECHT

Auch auf Industrien wie Chemie, Stahl und Zement kommen schärfere Vorgaben zu. Seit 2005 ist der größte Teil dieses Sektors gemeinsam mit den Energieerzeugern dem europäischen Emissionsrechtehandel unterworfen. Die Unternehmen müssen für jede Tonne ausgestoßenes Treibhausgas Zertifikate ersteigern. Wer klimafreundlicher produziert, spart Geld und kann überschüssige Zertifikate an weniger innovative Unternehmen verkaufen, die tiefer in die Tasche greifen müssen. Jährlich wird die Gesamtmenge der Zertifikate am Markt gekürzt. Diese Kürzung könnte beschleunigt werden, um die Unternehmen zu mehr Investitionen in den Klimaschutz zu animieren. Der dadurch steigende CO2-Preis sorgt etwa in der in globaler Konkurrenz stehenden Stahlbranche für Kritik, die bisher deshalb einen guten Teil der Zertifikate gratis bekommen hat.

Um zu verhindern, dass die europäische Industrie durch den höheren CO2-Preis nicht mehr wettbewerbsfähig ist, setzt die EU-Kommission auf eine CO2-Grenzabgabe, die Importeure von außereuropäischem Stahl zahlen müssten. Die Höhe des Zolls orientiert sich daran, wie CO2-intensiv das Produkt hergestellt wurde. Zumindest in der Theorie wäre der Stahl aus Ländern ohne CO2-Abgabe dem europäischen damit preislich gleichgestellt. Staaten wie die USA und Russland haben bereits angekündigt, eine solche Regelung nicht akzeptieren zu wollen.

Wo steht Österreich?

Während die EU als Gesamtheit die Treibhausgasemissionen seit 1990 um mehr als ein Fünftel gesenkt hat, hält Österreich nach wie vor leicht oberhalb des Niveaus von vor 30 Jahren. Bei den Emissionen pro Kopf liegt Österreich derzeit im hinteren europäischen Mittelfeld - noch vor Deutschland, aber hinter Staaten wie Schweden oder Dänemark. Wie das neue EU-Emissionsziel von minus 55 Prozent bis 2030 auf Österreichs Klimaziele durchschlägt, ist noch nicht fixiert. Erwartet wird, dass die Republik die eigenen Klimaziele von derzeit minus 36 Prozent (allerdings im Vergleich zum Basisjahr 2005) auf rund minus 50 Prozent wird hochschrauben müssen.

Grafiken: Jonas Pregartner

Kommentare (99+)
Pablo63
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Wie "gigantisch" wird der Strombedarf sein?

Nach den letzten Berechnungen bei Vollumstieg auf E-Mobilität nicht mehr als 10%. Und das Gute ist, die 10% und noch viel mehr werden aus erneuerbaren Quellen stammen.

47er
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eDie Klimakatastrophe wird dieMenschheit gleich überraschen, wie die Coronapandemie.

Täglich liest man von neuen Hitzepolen, dabei ist der Temperaraturanstieg m.E. gar nicht so entscheidend, wie der Ansteig der Gewässertemperaturen, bzw. Meeresspiegel. Wenn der Golfstrom (und die Gezeitenströme) sich verändern oder gar ausbleiben, dann hat es die Menschheit geschafft und die Natur sich zum Totfeind gemacht. Dann gab es uns einmal wie die Dinos und dann brauchen wir uns über neue Verordnungen nicht mehr zu ärgern.

dude
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Sie sagen es, 47er!

Dann, wenn alles zu spät ist, werden alle aufschreien und herumlamentieren, warum die Politiker nichts dagegen unternommen haben (insb. die EU-Politiker) und warum die Wissenschaft nicht gewarnt hat...

hfg
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Es sollte und muss allen klar sein

das nur dramatische und drastische Maßnahmen eine Wirkung gegen den Klimawandel haben. Alle müssen ihren Beitrag leisten und es muss natürlich sozial abgefedert werden. Nur beginnen muss man sofort und mit Hilfe vieler Experten sollte bzw. kann das auch wirtschaftlich ein Erfolg werden. Wenn man nur Bruchteile der weltweiten Ausgaben für Waffen umschichten würde wäre schon sehr viel erreicht. Nur wie bereits erwähnt muss es sozial gestaltet sein sonst funktioniert es weltweit nicht.

kukuro05
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es wird nicht funktionieren!

Die Corona Pandemie hat gezeigt dass Maßnahmen, auch wenn sie noch so vernünftig sind, nicht funktionieren weil die Hälfte der Menschheit sie ablehnt.
No way out, mit voller Kraft gegen die Wand!

SagServus
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Die Corona Pandemie hat gezeigt dass Maßnahmen, auch wenn sie noch so vernünftig sind, nicht funktionieren weil die Hälfte der Menschheit sie ablehnt.

So lange man den Leuten Alternativen bietet wodurch sie keine Einschränkung haben und sie nichts ändern müssen, wird das auch der Fall sein.

Bei gewissen Dingen wirds aber so sein, dass die Leute halt einfach mitmachen müssen, weil es keine Alternative gibt oder weil sie sich den CO2 Luxus nicht mehr leisten können (fliegen z.B.).

Kristianjarnig
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Interessante Ansätze im Artikel.

Bei manchem fragt man sich halt wie das funktionieren soll bzw. wer das alles bezahlen wird(wir natürlich ;-) , wie schon immer).

Zum Schmunzeln brachte mich die Idee alle 60km auf HAUPTVERBINDUNGEN zumindest EINEN(!!!) Schnelllader zu haben.

Das wäre so als ob es derzeit auf 60km genau eine Zapfsäule(nicht mehrere) geben würde. Man stelle sich die Schlange an Verbrennern vor. Und bei einem Verbrenner dauert das Tanken 5 Minuten.
Wie es dann aussieht mit BEV wird interessant. Konkret wird also darauf hingearbeitet den Indivualverkehr massiv einzuschränken. Oder man kauft wegen des vorhandenen Superchargernetzwerks einen Tesla. Wird anders nicht gehen.
Was passiert wenn sich der Markt entwickelt zeigt ja schon IONITY mit recht gesalzenen Ladepreisen(da ist man mit einem Diesel billiger unterwegs).

Betrifft natürlich all die nicht die nur lokal unterwegs sind und immer in der eigenen Garage "tanken" können.
Auf der Langstrecke(was bei einigen BEV ja schon 200km sind) wird es dann interessant.

Nur verbieten und KEIN Konzept zu haben(und wenn man die EU "Ideen" so liest haben die kein Konzept außer irgendwelche wilden Prozentwerte die man unterbieten will). - SO wird es nicht funktionieren.

Sam125
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Eines MUSS uns allen klar sein,solang gnadenlos und weltweit die Regenwälder

abgeholzt werden und sich daher der "Golfstrom" gravierend verändert, werden sich die Meeresströmungen und damit auch das Weltklima nachhaltig zum Nachteil der gesamten Welt und für immer verändern! Die Klimakatastrophe wird daher leider auch nicht zum aufhalten sein! Es ist schön,wenn wir fossile Brennstoffe durch Elektrizität ersetzen wollen,was natürlich nur in Ländern möglich ist,wo zB keine AUTOBATTERIEEN,so wie in China,hergestellt werden denn in China wird wegen der florierenden Wirtschaft (E- Mobilität! ) fast täglich ein neues Kohlekraftwerk hochgefahren und die sogenannten westlichen und fortschrittlichen Länder wollen alles verbieten was mit fossilen Brennstoffen fährt und heizt und die gute Luft vom "Westen" wird durch die schlechte Luft vom "Osten",gesehen für's WELTKLIMA, wieder aufgehoben! Schöne Aussichten für uns alle!

checker43
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Der

Golfstrom ändert sich nicht wegen der Regenwälder, sondern wegen des Abschmelzens des Arktiseises. Dem begegnen Sie nicht durch einen Stopp des Abholzens (auch wichtig, keine Frage), sondern durch eine Verringerung der Treibhausgeasemissionen.

Sam125
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Checker43,es gibt darüber viele wissenschaftliche Berichte, denn durch das

uneingeschränkte abholzen der Regenwälder gibt große Veränderungen in der Luftströmung und da geht es um Km2 und Km2 und von der Größenordnung von Tirol und Burgenland,die Flächen die in kürzester Zeit und ohne Rücksichtnahme auf irgendwelche klimabedingten Luftveränderungen in der Atmosphäre! Bitte lest das einfach nach und dann schützt,bitte hier in ÖSTERREICH und Europa das Klima,wir werden gnadenlos hinters Licht geführt und gehen trotzdem alle Richtung Abgrund,so wie es die Lemminge auch tun!!! Ich persönlich bereue es zu tiefst einst für die EU gestimmt zu haben!

scaramango
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Ach -


- und das Abheizen und Abholzen des Regenwaldes verursacht keine Treibhausgase und hinterlässt keine "Wüste" ... ????

Carlo62
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Du hast da Ursache…

…und Wirkung nicht verstanden!

Peterkarl Moscher
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Dummheit Hoch 3

Wer wird das bezahlen, alle neue Autos, alle neue Heizungen, gut für die Wirtschaft aber alle Pleite !!!

SagServus
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...

Der der sich diese Artikel neu anschafft.

Keiner muss 2035 seinen Benziner oder Diesel gegen ein E-Auto eintauschen oder muss seine Ölheizung raushauen und gegen Wärmepumpe oder sonst was tauschen.

Es wird aber halt ab 2035 keine Neuwagen mit Otto- oder Dieselmotor geben. Auch eine Ölheizung wirst dir dann nicht mehr einbauen könnten (wobei das ja auch heute zum Teil schon der Fall ist).

griesserw
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wer bezahlt das?

wir werden den höchsten Peris bezahlen, wenn sich das alles nicht drastisch ändert. Wir werden mit unserem Leben bezahlen. Das ist der höchste Preis. Nicht unsere Generation, aber die nächste und übernächste?
Da spielen dann die Kosten einer neuen Heizungsanlage eher eine untergeordnete Rolle.

checker43
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Wer

hat denn bisher neue Autos bezahlt? Es muss ja keiner sein Auto 2035 verkaufen, es wird nur bei Neuzulassungen keine Verbrenner mehr geben. Und die Heizungen werden auch nur bei Neubau vorgeschrieben und für jene, die sich einen Heizungstausch nicht leisten können, wird es Ausnahmen geben,

covi
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checker43

Bei Neuzulassungen keine Verbrenner mehr geben. Richtig aber dafür haben wir Welt weit viel mehr Atomreaktor den sonst können wir unser Auto NICHT Aufladen.

BernddasBrot
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nicht zu vergessen....

Kobalt und Lithium ( Wasserfresser ) , schädigen die Ökosysteme um ein Vielfaches . In Afrika holen Jugendliche mit ihren Händen zu Hungerslöhnen aus einsturzgefährdeten Erdlöchern dieses kobalthaltige Erz hervor. ..in Südamerika wo Lithium gewonnen wird , ..verdunsten für 1 Tonne Lithium ca. 2000 Tonnen Grundwasser ??????..........

griesserw
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ewig die gleiche Leiher

hören Sie doch mit diesen ewig gleichen, falschen Argumenten auf. Was glauben Sie, wird für 1 Liter Benzin an Wasser benötigt, bis es in den Tank des Autos rinnen kann? Die Kinderarbeit ist generell schlimm und muss eingedämmt werden., Wenn wir mal damit bei der Textilproduktion anfangen würden, hätten wir einen großen Schritt. Der Großteil der Rohstoffe, die für Batterien benötigt werden, wird nicht durch illegale Mienen gefördert, in denen in Afrika unter anderem auch Kinder arbeiten.

Starfox
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Kann nicht sein

denn Benzin und Diesel kommt aus der Tankstelle. Dafür wurde sicher kein Wasser und abermillionen Co2 im vorhin beim Bau und Förderung verbraucht. Alles bleibt wie es ist denn sonst muss sich der Mensch umgewöhnen und das will er nicht.

freeman666
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Eine Sofortmaßnahme wäre ein generelles LKW Überholverbot.

Laut allen Studien wäre eine kontinuierliche Geschwindigkeit auf Autobahnen die größte Emissionseindämmung.
Würde letztendlich die Unfallzahlen senken, etliche Nerven sparen und eben die Emissionen massiv senken.
Kostet fast nichts und ist rasch umsetzbar.

checker43
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Würde

die Emissionen um wenige Prozent senken, nicht um 100 %.

ichbindermeinung
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einmal eine Abstimmung über ein paar Klimaangelgenheiten machen u. kein Drüberfahren

die Bürger in Ö sollen einmal bitte würde- u. respektvoll direkt selbst über ein paar Klimaangelegenheiten abstimmen dürfen, ohne Drüberfahren von oben; So könnte man gleich in einem mal abstimmen lassen über z.B.: EU-Plastiksteuer ja nein; EU-CO2Importzölle(Grenzsteuer..) ja nein; Tempo 140 ja nein; Förderung für Eautos ja nein; Verbot neuer Verbrennerautos ab 2035 ja nein; Weiterhin Zahlung von 10 Millionen im Jahr an den ausländ. green climate fund ja nein; Verbot der weiteren Nutzung der Heizölheizungen in Altbauten ab 2025 ja nein; Palmölverbot für Ö ja nein; EU-Mercosurverbot für Ö ja nein; Verbot aller Plastikflaschen für Ö ja nein usw....

Planck
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Ja genau.

Bei der Gelegenheit könntma auch gleich über a paar Naturgesetze abstimmen, vor allem über jene, die eh schon längst novellierungsbedürftig sind.
Mir zum Beispiel geht diese elende Gravitation schon lang auf die Socken *grchch

griesserw
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Gravitation

da müsste man zuerst der Mehrheit mal erklären, was die Gravitation ist. Genauso verhält es sich beim Klimawandel.
Abgestimmt wird dann so: ok, das kostet mir Geld oder schränkt mich ein - also stimme ich gegen Maßnahmen.

So wird das nicht funktionieren.

Planck
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Öha.

Bei Ihnen ist meine Botschaft ja beinahe angekommen.
Schau an ... *gg

melahide
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Aha

Und dann stimmen sie ab: "Nö, will keinen Klimawandel". ... und dann kommt er trotzdem, obwohl sie mit "Nein" gestimmt haben ...

schadstoffarm
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die Realität fährt über uns drüber

da kannst abstimmen so viel du willst. Und wenn du die Realität in der du lebst als die
einzig Mögliche siehst dann stimm von mir aus ab wenn dir dann leichter ist.

Bodensee
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Was heißt in 14 Jahren?

Neufahrzeuge solcher Giftschleuderer dürfen maximal bis 2025 verkauft werden!

glashaus
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Und

am @Bodensee bitte nur mehr Schlauchboote zulassen.

aposch
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Klimaerwärmung

Die Vermehrung der Weltbevölkerung wird sicher nicht zur Senkung des Treibhauseffektes beitragen. Auch nicht der Vermeidung von Hungerkatastrophen. Aber da einen Ansatz zu finden, da ducken sich alle weg.

Sam125
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...und wie in einer Diktatur einfach die Autos für Private verbieten und in den

Städten nur mehr zu Fuß gehen,mit dem Fahrrad oder dem Zug, oder der Straßenbahn fahren und die Leute die am Land leben und keinen Zuganschluß in der Nähe haben können sich ja wieder in Höhlen verkriechen und abwarten bis der Klimawandel vorübergezogen ist!Bitte warum lasst ihr euch alle, wie die Lemminge vorführen,das frage ich mich schon lange!!

chris1003
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Wenn nicht alle auf der Welt....

Wenn nicht alle auf der Welt mitmachen bringt der Ansatz wenig...und östlich sowie westlich von Europa kümmern sich die Leute wenig darum...

Adiga
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Kann die Menschheit gänzlich auf die Nutzung Fossilerenergie verzichten?

414 ppm; der Mittelwert wieviel Teibhausgase aktuell (2020) in der Atmosphäre sind. Wenn die Menschheit ab sofort keine Treibahusemissionen produzieren würde, dauert es - so wird angenommen - 1000 Jahre, dass sich dieser Wert auf das Niveau vor der industrieellen Revolution sinken würde.

Während Eurpas (EU) Ausstoß leicht gesunken ist, hat er sich Weltweit trotzdem jährlich erhöht.

Seit 2015 kommen jedes Jahr 3 ppm zum Mittelwert hinzu... Auf der Klimakonferenz in Paris wurde eine Abmachung getroffen, dass 190 Staaten der Welt Maßnahmen beschließen wollen, dass der Mittelwert der Treibhausgase nicht über 450 ppm in der Athmosphäre steigt. Bis jetzt weist wenig darauf hin, dass die Welt das schaffen könnte.

Angenommen wir können eine Treibhauskonzentration von 450 ppm halten (wird ca 2035 eintreffen) bedeutet das dennoch, dass sich das Klima sich bis 2100 und darüber hinaus weiter erwärmt. Nur wer kann heute schon davon ausgehen, dass die Menschheit es schafft in weniger als 15 Jahren keine Treihausgas aus fossilen Brennstoffen (& andere CO2 Quellen) mehr auszustoßen?

Der gesamte Fortschritt und Wohlstand stützt sich auf die Verwendung Fossilerenergie... Außerdem hofft man bei all den Voraussagen, dass es zu keinen Kippmomenten kommt. Also durch die Erwärmung hervorgerufene natürliche Ereignisse, sodass sich die Erwärmung sich verselbstständigt und es irrelevant wird, ob der Mensch noch was dazu beiträgt. Dann würde aus der "Erderwärmung" eine Klimakatastrophe.

schadstoffarm
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war vielleicht im 19. Jhdt so

mittlerweile kann man auf Fossile verzichten, allerdings ging mit dem 19. Jhdt auch Resilienz gegenüber Verzicht verloren. Eine Stadt ohne Privatautos muss nicht schlechter sein, vielleicht ist sie sogar besser.

Ratte
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Ah ja, mal wieder schlecht geträumt, gell....

Weil ja die ganze Welt eine Gartenstadt ist und nichts irgendwie produziert und geliefert werden muss. Man erwartet von den Grünen nicht wirklich eine realistische Lösung der Probleme, aber nur ideologisch motiviert daher reden ist halt auch zu wenig...

schadstoffarm
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was verstehst an

"Privatauto" nicht, das Privat oder das Auto ? Bin gern behilflich.

Hapi67
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Wunderbare Ansage

seitens der EU und Ihrer Mitgliedstaaten, die sich nicht einmal beim kleinsten Thema auf einen gemeinsamen Nenner einigen können.

Dazu der Traum von CO2 Zöllen auf ausländische günstige Produkte zwecks Kostenwahrheit.
Wie gut das funktioniert, sieht man aktuell beim Thema Digitalsteuer, wo beim ersten Mucks der USA feige der Schwanz eingezogen und auf Sankt Nimmerlein verschoben wird.

Ergänzend dazu eine nationale Regierung, die trotz klaren Ziel zum Thema Umwelt bei jeder Maßnahme reflexartige Panik und Ablehnung seitens der Türkisen erzeugt.

Und weltweit Milliarden von Menschen mit unabstellbarer Gier nach mehr von allen und ganze Kontinente, die es den Kranken Wohlhabenden im Abgleich zu Lebensqualität unbedingt nachmachen wollen.

Dem Abgesang der alten Lobbyisten folgen die neuen Wunderwuzzis und alles wird gut-es geht doch nichts über Tagträume.

Vielen Dank

RonaldMessics
9
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Die meisten Menschen, und solche sitzen....

...auch in der EU haben und hatten schon immer ihre Probleme mit der Veränderung, vor allem dann, wenn sie sich selbst ändern müssen. Fahren sie mal in die Stadt, die meisten, obwohl sie für ihre Erledigungen kein Auto benötigen, weil sie eben nur sich selbst transportieren, fahren mit dem Fahrrad.

menatwork
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Auf Grazer Straßen stehen zigtausende Autos, für die es derzeit

und in nächster Zukunft keinen alternativen Stellplatz mit Lademöglichkeit gibt, folglich auch bei Ersatz derzeit kein E-Auto sondern wieder ein Verbrenner gekauft werden muss.

Man sollte ehrlicherweise dazusagen, dass ein Komplettumstieg auf E-Mobilität für die Stadtbewohner überwiegend den Verzicht aufs eigene Auto bedeuten wird, denn Stellplätze mit Lademöglichkeit werden rar und auch teuer sein, sobald die Begünstigungen wegfallen und das müssen sie ja, da auch E-Autos Straßeninfrastruktur benötigen, die derzeit durch die Mineralölsteuer mitfinanziert wird.

SagServus
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Man sollte ehrlicherweise dazusagen, dass ein Komplettumstieg auf E-Mobilität für die Stadtbewohner überwiegend den Verzicht aufs eigene Auto bedeuten wird, denn Stellplätze mit Lademöglichkeit werden rar und auch teuer sein

Werden leicht bis 2035 keine Lademöglichkeiten mehr gebaut?

griesserw
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kein Auto

es wird halt nicht mehr jeder im Haushalt drei Verbrennerautos haben können.

gRADsFan
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Wir brauchen in der Stadt eh weniger Autos...

.

checker43
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Bis

2035 ist noch Zeit für den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Pablo63
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Warum organisiert die WKO nur Menschen ohne Schulabschluß als Kampfposter?

Irgendwie war das KZ Forum früher lustiger und gscheiter!

peso
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Pablo63

Ja, Sie haben Recht, das lag aber vor allem daran, dass damals jeder Poster auch ein gewisses Maß an Fachwissen hatte. Deshalb zu Ihren fachphilosophischen Kommentaren. Elektrische Energie lässt sich seit Jahrzehnten schon ohne Leitungen übertragen, man nennt es Akku. Wenn Sie der Meinung sind, dass fossile Energien durch eE ersetzt werden können, dann können Sie mir sicherlich auch mitteilen, wo man die Berechnungen findet, wie Erzeugung/Umwandlung funktionieren soll, denn selbst für Österreich geht sich das nie und nimmer aus ......Sie verstehen, für jede kWh fossiler Energie muss man (jetzt nehme ich den besten Fall an) gleich viel kWh eE haben und somit auch von irgendwo bekommen.
Und kommen Sie jetzt bitte nicht mit philosophischen Aussagen, da geht es um ganz "einfache" Berechnungen der theoretischen und praktischen Möglichkeiten. Eines gleich vorweg, theoretisch ist sehr viel möglich, praktisch gehen uns weltweit die Sonnenstunden, der Wind, die Bäume und die dafür notwendigen Rohstoffe aus ......na ja, auch die billigen Kinderarbeiter

griesserw
3
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vieles ist möglich

wenn der Arsch auf Grundeis geht, wird vieles möglich sein. Wer hätte gedacht, dass die Gastronomie ein halbes Jahr geschlossen bleiben kann und alle leben noch immer. Da wird es wegen dem Klima nicht anders werden. Allerdings, wenn die Krise für jeden spürbar sein wird, wird es zu spät sein. Die jetzige Pandemie kann man mit einer Impfung halbwegs in den Griff bekommen. Für eine intakte Natur, wird es in 50 Jahre keine Impfung geben.

Es muss immer erst weh tun, bevor etwas geändert wird. Das geht in diesem Fall dann leider nicht mehr.

glashaus
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@pablo

Und Akademiker fahren nur mit den Öffis oder Fahrrad? Und am Wochenende mit dem Diesel SUV aufs Land. Das muss einer ohne Schulabschluss erst verstehen.

Helgut
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Warum es zu spät ist

1. Die Zunahme der Weltbevölkerung ist weiter im Gange. Jeder Mensch braucht Energie und Wasser.
2. Als die Erde das letzte Mal gleich viel CO2 in der Atmosphäre hatte, war der Meeresspiegel 20m höher. Das ist jetzt nur nicht so, weil der Anstieg des CO2 so rasch erfolgte, kommt aber in längstens 80 Jahren.
3. Die Meerestemperatur steigt, der Sauerstoffgehalt sinkt. Der Golfstrom kommt zum Erliegen, das Meer kippt, die Meereslebewesen sterben. Hatten wir auch schon - damals entstand das Erdöl, dessen Kohlenstoff wir in 200 Jahren wieder zurück in die Atmosphäre gelassen haben.

Alles wäre vor 20 Jahren leichter zu verhindern gewesen. Auch wenn wir JETZT WIRKLICHE Maßnahmen setzten, wäre noch eine Rettung möglich.

RonaldMessics
3
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was sie nicht so alles posten.

Gab es damals ca. 8 Milliarden Menschen?????

Hako2020
5
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In

Kärnten werden ja ältere Ölheizungen ab 2025 verboten.
Wer sich eine neue Heizung mit Strom oder Pellets nicht
leisten kann,wird halt auf einen Allesbrenner/Herd unsteigen.
Dann werden die Mülltonnen leer bleiben,den man hat dann
wieder,wie schon vor 30-40 Jahren eine eigene Müllverbrennung.

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