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ESA-GeneraldirektorAschbacher: Fakten sollen den Druck erhöhen

Der frisch gekürte ESA-Chef Josef Aschbacher will die Weltraumbehörde bürgernäher gestalten und Dienstleistungen ausbauen. Damit soll auch der Druck auf säumige Regierungen im Kampf gegen den Klimawandel erhöht werden.

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher © (c) AFP (HANDOUT)
 

Der designierte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher sprach heute - einen Tag nach seiner Bestellung an die Spitze der Europäischen Weltraumagentur - gemeinsam mit Umweltministerin Eleonore Gewessler bei einer Pressekonferenz in Wien über seine künftigen Pläne, seinen Werdegang und vor allem über die Zusammenhänge zwischen Weltraumforschung und Erdbeobachtung auf der einen Seite und Klimaschutz auf der anderen. 

Freude und Stolz waren dabei nicht nur Aschbacher anzusehen, sondern auch Gewessler, die dem gebürtigen Tiroler eingangs herzlich gratulierte und ihrer Begeisterung Ausdruck verlieh. Die Ministerin betonte aber auch, wie wichtig die Forschung des Kopernikus-Programms der ESA für verschiedene, alltäglichere Bereiche sei.

Aschbacher begleitete und leitete das Programm über 20 Jahre, bevor er nun ins Büro des Generaldirektors wechselt. Das Kopernikus-Programm konzentriert sich auf Erdbeobachtung, ein Schwerpunkt liegt auf klimabedingten Veränderungen. Gewessler betonte, dass deren Erkenntnisse schon jetzt sehr nützlich und wichtig sind. Hagelversicherungen nutzen etwa Daten von Kopernikus schon jetzt - künftig soll noch enger zusammengearbeitet werden.

Wie diese Kooperation mit und in Österreich im Detail aussehen soll, steht allerdings noch nicht fest. Ministerin Gewessler bat diesbezüglich um Geduld: "Wir erarbeiten gerade ein Programm, das Anfang nächsten Jahres präsentiert werden soll." Klar ist für Aschbacher hingegen, dass er die ESA bürgernäher positionieren will. Die Menschen sollen die Weltraumbehörde als Dienstleister sehen und deren Erkenntnisse stärker nutzen.

Kampf gegen den Klimawandel 

Ein zentrales Anliegen Aschbachers ist der Kampf gegen den Klimawandel. Die Menschen - und nicht zuletzt politische Entscheidungsträger - sollen so gut wie möglich über die aktuelle Situation auf der Welt und auch über mögliche Szenarien und Lösungsansätze informiert werden. "Wenn wir derartige Informationen auf den Tisch legen, können wir damit auch den Druck auf andere Nationen erhöhen, im Kampf gegen den Klimawandel aktiv zu werden", erklärt Aschbacher.

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