Atomkraft als SpaltpilzWie EU-Staaten mit dem Ausbau der Kernkraft umgehen

Die Atomkraft soll in Europa als "saubere" und "grüne" Energiequelle klassifiziert werden. Die Standpunkte der EU-Mitglieder sind unterschiedlich. Ein Überblick.

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KUNDGEBUNG GEGEN ATOMKRAFT VOR DEM PARLAMENT
Geht es um die Atomkraft, gehen die Meinungen weit auseinander. © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Einspruch gegen das EU-Vorhaben "grüne" Atomkraft: Geht es um den Bau von AKW, liegen die Meinungen weit auseinander. Die einen verteufeln und erinnern an Tschernobyl und Fukushima, die anderen – wie etwa Frankreich – sprechen sich für den sogenannten sauberen Strom aus. Für Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) ist der Entwurf der EU-Kommission zur unter den Mitgliedstaaten umstrittenen Einstufung von Gas- und Kernenergie als unter bestimmten Bedingungen klimafreundlich "nicht akzeptabel". 

Kommentare (3)
Landbomeranze
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Gewessler gegen 20 EU Staaten?

Die haben echt Angst vor der Grünen. Letztere werden sich klar werden müssen, was sie wollen. Deren Proponenten sind für die massive Reduktion von CO2 durch massive Umstellung der Verbrenner beim Auto auf Stromer. Stromer? Ah das heißt dann massive Erhöhung der Stromerzeugung. Das funktioniert nicht, wenn man gegen Wind- oder Wasserkraftwerke auftritt, oder berechtigt gegen Atomstrom ist. Die Frau wird Kompromisse eingehen müssen sonst holt sie nach den kommenden Blackouts der Stromkrampus. Die Realität holt die Grünen ein.

pj32
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Energie, elektrische Energie

Liebe Kleine Zeitung
Regelmäßig wird in vielen Medien bei der Beschreibung von elektrischer Energie nur das Wort Energie verwendet. So hier z.B. bei Frankreich: "Frankreich bezieht seine Energie zu 70 % aus Atomstrom". Im Zusammenhang gelesen ist klar, dass es sich um Elektrische Energie handelt. In der Übersicht ist es gut dargestellt.
Klar ist mir auch, dass die Statements der Politiker auch den Begriff verwässern.
Vielleicht ist es auch nur eine Wortklauberei. Mich persönlich stört dies. Im Kern geht es eigentlich um die Reduzierung des Ausstoßes von CO2. Energie umfasst aber wesentlich mehr. Wenn wir tatsächlich den CO2 Ausstoß entscheidend verringern wollen, wird es erforderlich sein auch die Energieanwendungen außerhalb des elektrischen Stroms zu betrachten und wahrscheinlich das meiste auf Strom umzustellen. Ich würde grob schätzen, dass wir wohl die Stromproduktion auf das dreifache, möglichst CO2 neutral erhöhen müssen um markant CO2 zu reduzieren.
Auch im privaten Kreis bin ich oft mit Aussagen konfrontiert, dass wir nur den Strom umstellen müssen und die PKW auf E-Autos umstellen. Industrie, Schwerverkehr, Bau, Heizen ua. werden einfach nicht bedacht.

PS: Kleine Zeitung ist nach wie vor eines der besten Medien in Österreich. Für diese Qualität zahl ich sehr gerne das Digital ABO.

Kleine Zeitung
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Danke!

Sehr geehrte*r pj32,
vielen Dank für Ihr Feedback, wir leiten es gerne weiter!
Zusätzlich freut es uns wirklich sehr, dass Sie die Kleine Zeitung so gerne lesen! :-)
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion