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Haft wegen islamistischer Propaganda Messerangreifer von London erst kurz aus Gefängnis entlassen

Bei der mutmaßlichen Terrorattacke am Sonntag in London sind drei Menschen verletzt worden. Der von der Polizei erschossene Täter soll erst vor kurzem aus der Haft entlassen worden sein.

Polizeieinsatz in Streatham
Polizeieinsatz in Streatham © (c) APA/AFP/ISABEL INFANTES (ISABEL INFANTES)
 

Eines der Opfer schwebe in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Sonntagabend in London mit. Eine zweite Person habe nur geringfügige Verletzungen erlitten, sei aber ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Bei dem dritten Opfer sprach die Polizei von Verletzungen, die nicht lebensbedrohlich seien. Zuvor hatte die Polizei von nur zwei Verletzten berichtet. 

Der Täter wurde von der Polizei getötet, teilte Scotland Yard im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Polizei geht von einem islamistischen Terrorhintergrund aus. Wie Augenzeugen der BBC berichteten, soll der Angreifer einen Gegenstand am Oberkörper getragen haben, der einem Sprengstoffgürtel ähnelte.

Der Vorfall ereignete sich auf einer belebten Einkaufsstraße in Streatham im Süden der britischen Hauptstadt. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.

Haft wegen islamistischer Propaganda

Der mutmaßliche Islamist, der in London zwei Menschen bei einem Stichwaffenangriff verletzt hat, war nach Medienberichten einschlägig vorbestraft. Der am Sonntag von der Polizei erschossene Mann sei erst im vergangenen Monat aus dem Gefängnis entlassen worden, berichteten mehrere britische Medien am Abend übereinstimmend.

Demnach verbüßte er etwa die Hälfte einer rund dreijährigen Haftstrafe wegen der Verbreitung von islamistischer Propaganda.

Polizei bestätigte Tod des Mannes

Bewaffnete Kräfte hätten auf den Mann im Süden der Hauptstadt gefeuert, teilte die Polizei per Twitter mit. "Wir bestätigen, dass der Mann, auf den die Polizei um 14.00 Uhr (Ortszeit) in der Streatham High Road geschossen hat, tot ist." Die Umstände würden untersucht. "Der Vorfall wird als einer mit einem terroristischen Hintergrund behandelt." Die Polizei riegelte die Umgebung an und rief die Menschen auf, die Gegend zu meiden.

Ein britischer TV-Kameramann teilte über Twitter ein Video, auf dem die Rettungskräfte in der Streatham Street im Süden Londons zu sehen waren.

Auf anderen Videos im Internet ist zu sehen, wie Polizisten mit Waffe im Anschlag einen am Boden liegenden Mann umstellt hatten.

Angreifer soll überwacht worden sein

Der Sender Sky New meldete unterdessen, dass der Angreifer unter aktiver Überwachung der Sicherheitsbehörden gestanden war

Zuletzt hatte in London Ende November ein Terrorist nahe der London Bridge zwei Menschen mit Messerstichen getötet. Im Juni 2017 starben in der britischen Hauptstadt acht Menschen, nachdem Terroristen mit einem Transporter erst drei Menschen auf der London Bridge umgefahren und anschließend fünf weitere am Borough Market erstochen hatten. Polizisten erschossen die drei Täter. Im März desselben Jahres fuhr ein Angreifer mit einem Auto auf der Westminster Bridge in mehrere Fußgänger. Dabei kamen vier Passanten ums Leben Der Mann erstach zudem einen Polizisten, ehe er von der Polizei erschossen wurde.

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Danke für Ihr Verständnis.

pinsel1954
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Jeder muss für seine Arbeit haften.....

......nur Gutachter nicht.
Die haben anscheinend die Narrenfreiheit für die sie bezahlt werden, aber keine Haftung übernehmen müssen.
Würde man sie für Fehlentscheidungen zur Verantwortung ziehen, dann würde so manches Gutachten anders aussehen.

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duesenwerni
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Das Problem der bedingten Entlassung aus der Freiheits- ...

… strafe liegt darin begründet, dass der Verurteile einen Rechtsanspruch auf die vorzeitige Entlassung hat, wenn anzunehmen ist, dass es nicht der Vollstreckung der Reststrafe bedarf, um ihn von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten (Halbstrafe) oder bestimmte Gründe befürchten lassen, dass er in Freiheit weitere strafbare Handlungen begehen würde (Zwei-Drittel-Entlassung).
Die Crux liegt nun darin begraben,dass nicht etwa der wegen einer Straftat rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe Verurteilte beweisen muss, dass im Falle seiner vorzeitigen Entlassung vor dem regulären Haftende von ihm keine Gefahr mehr ausgeht, sondern das Gericht. Nachdem sich Gesinnungen schwer beweisen lassen, sollte hier endlich eine Beweislastumkehr eingeführt werden, d.h. der Verurteilte sollte beweisen, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht. Andernfalls - reguläres Haftende.

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PiJo
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Beweislastumkehr

dem kann ich nur zustimmen, dann würden auch die sogenannten "Gutachter"
auf deren Geheiß ein Richter die Entscheidung für eine vorzeitige Entlassung trifft,
keine 08/15 Gutachten mehr erstellen sondern ernsthafte Expertisen erstellen.
Für X Fälle immer der selbe Gutachter, das macht nachdenklich

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Popelpeter
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So !

Ist es jetzt endlich klar, wofür wir Sicherungshaft brauchen!!

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styrianprawda
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@Popelpeter

Sie sollten vielleicht erst einmal nachdenken, bevor Sie Postings absondern, deren Inhalt dem Ding Ihres Nicks entsprechen.

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melahide
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Nein

Die haben ihn ja vorzeitig raus gelassen. Da bringt Sicherungshaft halt auch nichts!

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uomo23
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Wenn

Es keine Sicherungsverwahrung gibt, kann mann keine verhängen. Aber wenn es ein Gesetz gibt ( weiß nicht ob es in England so etwas gibt ?! ) sollte man es anwenden dürfen.

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styrianprawda
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@uomo

Wie wollte man eine Sicherungsverwahrung bei jemandem argumentieren, den man erst kürzlich aus der Haft entlassen hatte?

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Miraculix11
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Vielleicht deswegen?

Laut "Independent" soll er einmal sogar seine Freundin aufgefordert haben, ihre Eltern zu enthaupten, weil diese Ungläubige seien. Trotzdem kam er Ende Jänner vorzeitig auf freien Fuß.

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styrianprawda
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@Miraculix

Auch für Sie:
wenn er entlassen wird, dann nur, weil man befunden hat, dass er KEINE GEFAHR darstellt.
Wie kann man den dann in Sicherungsverwahren nehmen? Denn die kann es nur geben (wenn überhaupt), wenn jemand eine GEFAHR darstellt.

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uomo23
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@styria

Wenn es eine gibt, wird sie vor der Entlassung angewendet. Logisch oder?

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styrianprawda
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@umo10

Nochmals:
wenn diese Person eine Gefährdung bedeutet, dann wird sie nicht entlassen.
Und wenn sie keine Gefährdung bedeutet, dann kann eine Sicherungsverwahrung nicht angewandt werden.

Das sollten doch auch Sie verstehen.

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