AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Mitten in ManhattanHelikopter will auf Hochhaus notlanden und crasht

Nach dem Absturz eines Hubschraubers am Montag auf ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhattan mit einem Toten steht am Dienstag die Ursachenforschung im Fokus. Nach Einschätzung des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio scheint der Pilot maßgeblich für den Absturz verantwortlich zu sein, auf einen Terrorangriff gebe es keinen Hinweis.

Es war kein Terrorakt, sondern ein Unfall sagen die Behörden: Die Angst vor einem Terrorangriff ist den New Yorkern nach 9/11 jedoch ins Gesicht geschrieben © (c) APA/AFP/JOHANNES EISELE (JOHANNES EISELE)
 

Beim Absturz eines Hubschraubers auf ein Hochhaus im New Yorker Stadtteil Manhattan ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das bestätigte die Feuerwehr der US-Ostküstenmetropole am Montag auf Twitter. Bürgermeister Bill de Blasio sagte bei einer improvisierten Pressekonferenz am Unglücksort, bei dem Opfer handle es sich vermutlich um den Piloten des Helikopters.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo zufolge hatte der Hubschrauber versucht, auf dem Hochhausdach notzulanden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das die Feuerwehr nach eigenen Angaben aber wieder löschen könnte. Nach Einschätzung des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio scheint der Pilot maßgeblich für den Absturz verantwortlich zu sein, auf einen Terrorangriff gebe es keinen Hinweis. "Es könnte etwas Persönliches sein, es könnte etwas gewesen sein, was seine Psyche beeinflusste oder, sie wissen schon, Substanzen", sagte de Blasio am Montag dem Nachrichtensender CNN. Noch wisse man aber nichts Genaues. Einen technischen Defekt halte er für wenig wahrscheinlich.

Es könnte etwas Persönliches sein, es könnte etwas gewesen sein, was seine Psyche beeinflusste oder, sie wissen schon, Substanzen

New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio

"Es sah danach aus, als ob der Pilot sehr unberechenbar gehandelt hat. Es sah einfach nicht danach aus, dass es ein mechanisches Problem auf seiner Route gegeben hätte", sagte De Blasio. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der Pilot als erfahren gegolten. Vornehmlich habe er Geschäftsleute geflogen. Auch vor dem Absturz habe er offenbar auch einen Flug gehabt, bei dem alles normal abgelaufen sei.

Merkwürdig sei dabei auch die eingeschlagene Route des Helikopters gewesen. Dieser hatte auf seinem Weg in Richtung Südspitze Manhattans scheinbar eine Kehrtwende gemacht und sei zurück über das Zentrum der Stadt geflogen. Dafür hätte er laut de Blasio aber eine Genehmigung des Flughafen La Guardia gebraucht, vor allem auch, weil sich dort der streng abgeriegelte Trump Tower befindet. "Bisher, und das sind vorläufige Informationen, haben wir keine Hinweise darauf, dass dieser Pilot um Erlaubnis gebeten hat."

Kein Terrorangriff

De Blasio zufolge deute nichts auf einen Terrorangriff hin. "Es gibt keine Hinweise darauf, dass dies ein Akt des Terrors war". Auch gebe es keine "anhaltende Bedrohung" für die New Yorker. Allerdings sei die Ostküstenmetropole womöglich an einer noch größeren Katastrophe vorbeigeschrammt: "Das hätte ein sehr viel schlimmerer Zwischenfall sein können", sagte de Blasio.

James O'Neill, einer der Polizeichefs der Millionenstadt, berichtete, der Hubschrauber sei nicht weit entfernt aus der 34. Straße gestartet. Nur elf Minuten später sei er dann in das 54-stöckige Bürogebäude zwischen der 51. und der 52. Straße und der 7th Avenue gestürzt - in Sichtweite des Times Square. Dabei seien aber keine Trümmerteile auf die Straße gefallen. Warum der Pilot bei der schlechten Sicht und strömendem Regen überhaupt abgehoben sei, sei "Gegenstand der Ermittlungen".

Auf folgendem Video sieht man, wie schlecht das Wetter kurz vor dem Unglück war:

Die Flugaufsichtsbehörde FAA teilte mit, nach ersten Informationen sei nur der Pilot an Bord des verunglückten Hubschraubers gewesen. Zum Zeitpunkt des Absturzes hingen die Wolken so tief über Manhattan, dass die Spitzen der Wolkenkratzer nicht zu erkennen waren. Die Polizei sperrte die Straßen um den Unglücksort ab. Hunderte Rettungskräfte waren im Einsatz.

Dieses Video zeigt, wie nach dem Crash Rauch aufsteigt:

Der 59-jährige Nathan Hutton arbeitet in einer Bank in dem betroffenen Hochhaus. "Wir haben den Aufprall gespürt", sagte er vor Reportern. "Wir haben gespürt, als er (der Hubschrauber) das Gebäude traf." Das sei gegen 13.35 Uhr gewesen. "Wir dachten, es wäre etwas wie ein Erdbeben." Zwei Minuten später sei ein Alarm losgegangen.

Die Mitarbeiter seien aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, dabei aber nicht die Aufzüge zu nehmen, sagte Hutton - er arbeitet nach eigenen Angaben im 29. Stock des Hochhauses. Die Menschen im Gebäude hätten sich über die Feuertreppe in Sicherheit gebracht. Im Treppenhaus hätten sie Rauch gerochen. "Als wir in die Lobby kamen, sahen wir Feuerwehrleute und Polizisten." Sie hätten sie energisch dazu aufgefordert, das Gebäude sofort zu verlassen.

Manhattan: Helikopter stürzt auf Hochhaus

Nahe des Times Square ist am Montag in New York ein Hubschrauber auf ein Hochhaus gestürzt. Der Pilot hatte vermutlich dort notlanden wollen.

(c) AP

Die Sicht war zum Zeitpunkt des Unglücks sehr schlecht.

(c) AP

Der Pilot kam bei dem Crash ums Leben.

(c) AP

Lesen Sie mehr dazu hier!

(c) AP
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Richard Drew)
(c) AP (Richard Drew)
(c) AP (Richard Drew)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
(c) AP (Mark Lennihan)
1/19

US-Präsident Donald Trump teilte auf Twitter mit, er sei über den Hubschrauberabsturz in New York informiert worden. Der Präsident dankte den Rettungskräften, die einen "phänomenalen Job" machten. Seine Regierung halte sich zur Unterstützung bereit.

Der mutmaßliche Unfall versetzte die New Yorker Einsatzkräfte und Bürger auch deshalb in höchste Alarmbereitschaft, weil sich viele an die Anschläge vom 11. September erinnert fühlten. Bei dem Anschlag islamistischer Terroristen auf das World Trade Center starben im Jahr 2001 knapp 3.000 Menschen.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren