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Schwere Hagel-Gewitter in Bayern"Eisbrocken schlugen wie Gewehrsalven auf uns ein"

Der Raum München war besonders betroffen. Die Hagelkörner hatten teils die Größe von Tennisbällen.

Mönchengladbach unter Wasser © (c) AFP (THEO TITZ)
 

Im südlichen Bayern rund um die Millionenmetropole München haben sich am Montagabend schwere Unwetter ereignet. Viele Autoscheiben und Dachfenster seien zu Bruch gegangen, Häuser stünden unter Wasser, berichteten Sprecher von Polizei und Feuerwehr. Die Hagelkörner hätten Golfballgröße gehabt, mehrere Menschen seien durch umstürzende Bäume und Hagelschlag verletzt worden.

 

 

Autofahrt während des Hagels in München:

Tennisballgroße Hagelkörner

Augenzeugen berichteten, dass auf der Autobahn 96 nahe des Ammersees tennisballgroße Hagelkörner niedergingen und reihenweise Autos beschädigten. Bei einigen Fahrzeugen wurden Front- und Heckscheiben eingeschlagen, bei anderen Autos Seitenspiegel und Schiebedächer in Mitleidenschaft gezogen. "Eisbrocken schlugen wie Gewehrsalven auf uns ein", sagte eine Autofahrerin aus München.

Ein Video vom Ammersee:

Unwetter wüteten auch vom Ostallgäu bis nach Kempten, wie ein Polizeisprecher sagte. In Bidingen seien ein Siebenjähriger und zwei Männer durch einen umstürzenden Baum verletzt worden. Die Radfahrer hätten Schutz unter einem bereits umgestürzten Baum gesucht, als ein zweiter drauf krachte. Der Bub sei schwer, die Männer leichter verletzt worden, sagte der Sprecher.

Schäden gab es auch an Hausfassaden:

Sturzbäche auf der Straße und Hagelhügel in Denklingen:

Ein Video aus Gemering:

Dieses Pferd wurde von Hagelkörnern getroffen:

Bahn beeinträchtigt

Die schweren Gewitter wirkten sich auch auf den Bahnverkehr im Großraum München aus. Mehrere Bäume fielen auf die Gleise. S-Bahnen fuhren am frühen Abend zeitweise im gesamten Netz nicht, Züge wurden in Bahnhöfen zurückgehalten, wie aus dem Online-Informationssystem der Deutschen Bahn hervorging. Eine Sprecherin sprach von Ausfällen und Verspätungen von 20 bis 60 Minuten. Ein Sprecher der Feuerwehr München berichtete von zwei beschädigten S-Bahn-Oberleitungen im Stadtgebiet.

Der Regionalverkehr auf der Strecke München - Landshut wurde nach Angaben der Bahn-Sprecherin eingestellt, weil ein Baum auf den Gleisen lag und eine Oberleitung abgerissen war. Zunächst konnte die Sprecherin nicht sagen, wann dort der Verkehr wieder aufgenommen wird. Die Länderbahn stellte nach eigenen Angaben den Verkehr mit alex-Zügen im Großraum München ein. Der Deutsche Wetterdienst warnte bis Donnerstagfrüh vor Starkregen, Hagel und Sturmböen bis zu 120 Stundenkilometer.

Schäden auch in Tschechien

Ein schweres Gewitter mit Hagel und Sturm ist in der Nacht auf Dienstag auch über Tschechien hinweggezogen. In der Region Karlsbad (Karlovy Vary) musste die Feuerwehr zu Dutzenden Einsätzen ausrücken, um überflutete Keller leer zu pumpen. Im Norden an der Grenze zu Polen prallte ein Regionalzug gegen einen umgestürzten Baum. Niemand sei verletzt worden, sagte eine Feuerwehrsprecherin der Agentur CTK.

Auch auf weiteren Bahnstrecken kamen es zu Behinderungen. Autos wurden durch Hagel und herabfallende Äste beschädigt. Der staatliche Wetterdienst (CHMU) rechnet vor allem im Nordwesten des Landes mit weiteren Unwettern.

 

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