mRNA- und TotimpfstoffeEinfach erklärt: Was nach einer Covid-Impfung im Körper passiert

Noch nie wurde so viel über Impfungen gesprochen und diskutiert. Oft bleibt unklar, welche Technik dahintersteckt und was im Immunsystem durch die Verabreichung eines Vakzins passiert. Ein Überblick.

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Coronaimpfung; Covid; Antikörper;
Antikörper helfen dabei, das Virus im Körper zu bekämpfen ©  freshidea - stock.adobe.com
 

Obwohl Impfungen zu den nachweislich sichersten medizinischen Methoden zählen, sorgen diese bei vielen Menschen für Unsicherheit. Das liegt auch daran, dass oft unklar ist, was eigentlich im Körper passiert, sobald der Impfstoff sich im Organismus befinden. Damit gehen viele Fragen einher: Wie wirkt sich der Covid-Impfstoff auf das Immunsystem aus? Warum kommt es zu Impfreaktionen? Und wann kann der Impfstoff im Körper keine neuen Reaktionen mehr auslösen?

Kommentare (21)
Lamax2
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Millionenmal passiert es in der Zelle

Im Zellkern wird ein Stück DNA gelesen und als Nachricht (m-RNA) zur "Fabrik", den Ribosomen geschickt. Dort wird die Nachricht gelesen und in ein Produkt- ein Eiweiß- umgesetzt. Die Nachricht wird nachher vollkommen zerlegt und gelangt nirgendwo mehr hin. Im Fall der Impfung liefert der Mensch diese Nachricht durch die Impfung und daraus wird in der Fabrik dann der Virenbestandteil gebildet. Die Nachricht wird wieder zerlegt und der Körper reagiert in der Folge mit der Bildung von Antikörpern. Der Impfstoff verbleibt also nicht im Körper und kann keinerlei Schaden anrichten.

griesbocha
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Die "Nachricht" aus Vektorimpfstoffen wandert jedoch in den Zellkern,

wo sie durch Ringschluss neben unserer chromosomalen DNA auch verbleibt.

Lamax2
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Vektor-Impfung

Danke; das habe ich noch nie gehört. Ist also die mRNA Impfung die bessere?
Ich glaube schon, dass sie die Zukunft ist.

Gelernter Ösi
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Das Glaubwürdigkeitsproblem resultiert daher,

dass den Menschen jahrzehntelang verklickert wurde, dass ein Gen in der Nahrung - also dort, wo es nicht einmal transkribiert wird, also keine Informationseigenschaft besitzt, sondern als DNA- oder RNA Substanz verdaut wird (so wie ggf. das Protein oder Lipid, das es codierte hatte), das pure Gift ist! Ein Microchip bleibt von der Substanz her bei der Entsorgung ("Verdauung") immer ein Halbleiter, was auch immer für Informationen darauf gespeichert sind. Und jetzt wird via Impfung biologisch aktive mRNA (Genabschnitte) ins körpereigene Gewebe injiziert und im Körper tatsächlich transkribiert in fremde, funktionale Zellbausteine - und das ist auf einmal völlig unbedenklich, sagen dieselben, die beim Gen im Soja den Teufel an die Wand gemalt hatten. Man erntet jetzt die Früchte der eigenen unsachlichen/unwissenschaftlichen Kampagnisierung.

Lepus52
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Nichts ist schlimmer, als

Halbwissen. Diese Leute wissen nicht, dass sie gar nichts wissen und ergänzen die Wissens- und auch Intelligenzlücken mit Geschichten, die jeglicher Seriosität entbehren.

Bluebiru
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Ach Nicht-Ösi

Die mRNA, die nur eine sehr begrenzte Zeit in der Zelle lebensfähig und damit biologisch aktiv ist, soll so super gefährlich sein, während der Umstand, dass ein Virus eine Zelle kapert und durch eine reverse Transkriptase seine gesamt DNA oder RNA in die menschliche DNA hackt, egal sein soll? Von der Viralen RNA/DNA wird übrigens dann nicht nur ein kleines Stückerl von einer Zelle, die am Leben bleibt, erzeugt, sondern die infizierte menschliche Zelle produziert nach einer Infektion das gesamte Virus in millionenfacher Kopie und geht dann drauf.

Jetzt sagen sie mir mal, was besser ist.

frogschi
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Ach Bluebiru

Sie gehen davon aus, dass sich jeder gerne ein aktives Virus einfangen möchte, denn nur dann ist es aktive DNA. Ich glaube da täuschen Sie sich. Könnte es nicht einfach sein, dass es Menschen gibt, die darauf warten einen Impfstoff zu erhalten, der keine körpereigene Zelle dazu veranlasst Virenmerkmale auszubilden? Diese Menschen warten womöglich darauf einen Impfstoff zur Verfügung zu haben, der einfach auf herkömmliche Art und Weise die Immunantwort auslöst und dafür keine Zellumformung benötigt.

Bluebiru
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@frogschi

Sie haben mich mißverstanden. Es geht natürlich nicht darum, dass sich jeder gerne ein aktives Virus einfangen möchte, sondern ich gehe davon aus, das man sich eher kein aktives Virus einfangen möchte. Zumindest ich selbst möchte das nicht gerne und die Mehrheit der Österreicher wahrscheinlich auch nicht. Darum bin ich ja - inzwischen schon dreimal übrigens - geimpft.

Es geht vielmehr darum, dass wir es derzeit mit der hochaktiven Version eines Virus zu tun haben, bei dem es immer noch nur die Wahl zwischen einem mRNA-Imfstoff und dem Virus selbst gibt, wo man also wählen muss, ob man lieber die mRNA oder die ganze RNA/DNA haben will. Es gibt den herkömmlichen Ipfstoff nämlich nach wie vor nicht.

Und deshalb ist es ein wenig blauäutig zu glauben, dass man einfach warten kann, bis dieser Totimpfstoff auf dem Markt ist und zu glauben, dass es eh wurscht ist, wenn man nicht geimpft ist, weil man an die eigene Unbesiegbarkeit und Unverletzbarkeit glaubt. So vorsichtig können sie gar nicht sein, und patsch, hat das Virus sie doch erwischt. Ich habe 2 Arbeitskolleginnen, die auch geglaubt haben, sie sitzen das jetzt mit Masken und PCR-Tests aus, bis dann halt doch das Virus schneller war und beide relativ schlimm erwischt hat.

Gelernter Ösi
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wo steht bei mir geschrieben, dass mRNA super gefährlich ist?

Könnt ihr PandemistInnen in eurer permanenten Aufgebrachtheit und eurem Verspottungsdrang überhaupt noch sinnerfassend lesen?

Immerhin kommt es beim mRNA-Impfstoff tatsächlich zur Transkription, es entstehen artfremde Zellbestandteile ä, die sich bis zu ihrer Inaktivierung durch das Immunsystem im Gewebe als potenziell funktionale Fremdptoteine/Lipoide ansammeln. Wenn das keine Gefahr ist und ich glaube tatsächlich, dass diese Gefahr überschaubar klein ist (Nebenwirkungen), dann ist die vom Schwein verdaute Soja-DNA aber schon gar keine Gefahr.

fwf
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RKI setzt Impfstoffe gleich

Hier verstehe ich die Fachleute der RKI nicht. Ein Impfstoff mit der vollständigen RNA/DNA eines Virus (Totimpfstoffe) müssen naturgemäß eine andere Immunreaktion erzeugen, als mRNA- oder Vektor-Impfstoffe, welche nur die RNA- Information des Spikeproteins (Virenhülle) enthalten. Sind die Forscher dort so ungebildet oder von bestimmten Herstellern abgefüttert ???

Bluebiru
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@fwf

Wieso sollen Impfstoffe, die eine vollständige RNA/DNA eines Virus (Totimpfstoffe) enthält, eine andere Immunreaktion erzeugen? Die Immunreaktion ist in allen Fällen die selbe. Das Immunsystem erkennt, dass es einen Eindringling gibt, also etwas, das nicht körpereigen ist und reagiert darauf. Übrigens die vollständige RNA/DNA eines Virus ist KEIN Totimpfstoff. Bei derartigen Impfstoffen wird nicht RNA/DNA geimpft, sondern das wichtige sind die Zellmembranen mit ihren Oberflächenproteinen.

Eine vollständige RNA/DNA zu impfen ist nämlich ein totaler Nonsens, weil sie damit nur Antikörper bekommen, die Komponenten im Zellinneren des Virus erkennen. Das heißt, dass diese Antikörper bei einem lebendigen Virus überhaupt keinen Zugang zum Virus haben und dieses daher total unbehelligt weiter leben kann.

Es wird ja derzeit auch keine RNA oder DNA geimpft, sondern eine mRNA. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Die RNA bzw. DNA eines Virus enthält ja den gesamten Bauplan eines Virus, während die derzeit verimpfte mRNA nur die bereits abgelesene Form des Bauplans für ein bestimmtes Protein enthält, das die Ribosomen in der Zelle als Protein nachbauen sollen. Und dieses Protein befindet sich üblicherweise an der Oberfläche des Virus, ist also für das Immunsystem sichtbar.

Und bitte, hören sie auf, Rufmord an Menschen zu begehen, und diesen zu unterstellen, dass sie ungebildet oder bestechlich wären, wenn sie selbst nicht die geringste Ahnung haben, um was es hier überhaupt geht.

Gelernter Ösi
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Offensichtlich besteht das Problem ja darin,

dass bei der mRNA-Impfstoffen, die nur ein Spike-Protein codieren, keine dauerhafte Immunreaktion erzeugt wird, weshalb weiterhin Infektiosität besteht und Erkrankungen, mitunter sogar mit schweren Verläufen, passieren. Insofern ist es doch legitim, sich wie der Vorposter von Totimpfstoffen eine nachhaltigere Immunabwehr zu erwarten/erhoffen.

Bluebiru
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Das Problem

liegt darin, dass der "Vorposter" nicht die geringste Ahnung davon hat, was er sich erwartet, weil er nicht einmal weiß, was ein Totimpfstoff ist, dass er sich aber bemüßigt fühlt, Rufmord an Menschen zu begehen, die das besser wissen, als er.

Und dieses Prinzip, dass die Mehrheit überhaupt nicht weiß, wovon sie spricht, aber natürlich dagegen ist, ist das Grundprinzip der Bewegung der Coronaleugner und Impfverweigerer.

lapinkultaIII
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Mir wird übel....

... wenn ich solchen Unfug lese.

Die Experten am RKI sind weder ungebildet noch angefüttert - und haben garantiert mehr Ahnung von der Materie als die Schwurbler in diesem Forum.

pianofisch
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Perspektive

Anschaulich. Die Frage, die noch offen ist: Ist nach dem 3.Stich Schluss oder ab wann muss das Immunsystem voraussichtlich wieder „erinnert“ werden ? Gibt es eine Prognose, wann man dann wieder eine Auffrischung braucht (4.Stich) ?

Horstreinhard
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Nachdem die Erfahrung mit der Impfwirkung noch nicht einmal ein Jahr alt ist

wird das die Zukunft weisen. Mit entsprechender Erfahrung kann auch wie bei anderen Schutzimpfungen ein „Mindestwert“ an Antikörpern festgelegt werden und damit die Notwendigkeit eine Auffrischung abgeschätzt werden.

ktm250
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Verlängerung des Haltbarkeitsdatum

Wieso berichtet die KLZ nicht über die Tatsache, das die EMA das Haltbarkeitsdatum sämtlicher Vakzine verlängert hat und somit früh eingekaufte Dosen somit wieder "brauchbar" gemacht hat?!

Kein Fake, sondern Fakt.

mobile49
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bei jeder neuen impfung

wird am beginn ein möglichst kurzes ablaufdatum gewählt , da man sicher gehen will , dass sich der impfstoff durch längere lagerung nicht verändert .
danach hat man aber die möglichkeit , die zuerst produzierte charge mit der letztproduzierten zu vergleichen -
wenn sich der ältere impfstoff nicht verändert hat , kann man die ablaufszeit dahingehend verlängern .
es wird immer wieder neu kontrolliert .
voraussetzung ist natürlich , dass die empfohlene lagerungstemperatur nicht überschritten wurde .

ausreichend erklärt ?
bitte gerne

fwf
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Zweierlei Mass

Wehe, wenn eine Lebensmittelhersteller oder Händler das Haltbarkeitsdatum einer bereits ausgelieferten Charge verlängert. Die Strafe folgt auf den Fuß. Die EMA darf nicht nur unzureichend erforschte Vaccine zulassen, sondern dann auch noch das Verfallsdatum, eventuell sogar noch rückwirkend, "anpassen". Geht's noch ???

mobile49
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@fwf

der lebensmittelhersteller wird ganz sicher das ablaufdatum nicht "verlängern" , ganz im gegenteil - er hofft auf viele "dä..." die das produkt nach dem ablaufdatum nicht auf den zustand überprüfen , sondern nur wegen des datums wegwerfen .
beispiel joghurt - 3 monate nach ablaufdatum keine beanstandung - weder geruchlich noch geschmacklich

wer also wird der "ehrlichere" sein ?
nur so eine unschuldige frage

PiJo
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Fakt

Paul Ehrlich Institut
"Für den Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer wurde am 10.09.2021 in der EU die Haltbarkeitsdauer für gefrorene Durchstechflaschen von sechs auf neun Monate verlängert. Diese Verlängerung um drei Monate gilt für Durchstechflaschen von Impfstoffchargen, die nach Erteilung der Genehmigung hergestellt wurden. Darüber hinaus kann diese Verlängerung um drei Monate aber auch rückwirkend auf Durchstechflaschen von Chargen angewendet werden, die vor der Erteilung der Genehmigung hergestellt wurden. Die Lagerbedingungen von ‑90 °C bis ‑60 °C bleiben unverändert."