Heftige KritikStolpert Italiens Ministerpräsident über die Impfpflicht?

Italiens Regierung hat sich nach der Ausweitung der Corona-Impfpflicht entschuldigt. Selbst die bislang gelobte Arbeit von Ministerpräsident Draghi steht in der Kritik.

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Mario Draghi
Mario Draghi © AP
 

Es kommt selten vor, dass sich Mario Draghi der Öffentlichkeit stellt. Interviews vom italienischen Ministerpräsidenten, der seit bald einem Jahr amtiert, gibt es bislang nicht. Auch Pressekonferenzen stehen nicht häufig auf der Agenda des 74-Jährigen. Draghi hat viel zu tun, aber seine Reserviertheit soll auch das Bild stärken, das sich Italien über Monate hinweg von seinem Regierungschef gemalt hat. Es ist das Bild eines eifrigen, nur an der Sache orientierten, erfolgreichen Staatsmanagers.

Am Montag kam Draghi für eine gute Stunde von seinem Kurs ab, als er eine Pressekonferenz zur Einführung der Impfpflicht in Italien abhielt. Diese gilt allgemein für Über-50-Jährige seit 5. Januar, das einschneidende Gesetz wurde per Dekret, ohne entsprechende Informationen für die Öffentlichkeit, verabschiedet, wofür Draghi sich am Ende seiner Erklärungen entschuldigte. Er habe das Informationsbedürfnis unterschätzt, die Konferenz sei als eine Art Wiedergutmachung zu verstehen. Lachen auf Draghis Lippen und im Presse-Saal des Palazzo Chigi unter den Journalisten.


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